Walter Bohner und Mirko Becker im SZ-Gespräch
Hotel Marburger als Sorgenkind in Hesselbach

Sorgenkind in Hesselbach ist das leerstehende und inzwischen recht heruntergekommene Hotel Marburger. Ziel sei es, eine dauerhafte Schrottimmobilie zu verhindern, sagt das Ortsvorstands-Duo.
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joge Hesselbach. „Wir haben einfach irgendwann gemerkt, dass wir das rocken können“, erinnert sich der Hesselbacher Ortsvorsteher Walter Bohner zurück an die Kommunalwahl, die er nicht als Einzelkämpfer bestritt. „Ich wollte Mirko Becker als Direktnachfolger unterstützen“, sagt der 53-Jährige. Die Zusammenarbeit kommt bei den Bürgerinnen und Bürgern im Dorf gut an, wobei sich Mirko Becker als Ratsmitglied vor allem um die verwaltungstechnischen Aufgaben kümmert und Walter Bohner diese dann in den Ort trägt, was sehr gut funktioniert, wie beide finden.

Großes Engagement in Hesselbach

Dabei sieht der Ortsvorsteher sich nicht als Anführer oder Leiter: „Wir haben Leute im Dorf, die in ihrer Arbeit unersetzlich sind. Ich sehe mich da viel mehr als Moderator.“ Da sind Dorfbewohner, die sich im Förderverein alljährlich um die Aufgaben rund um das ehrenamtlich geführte Freibad bemühen, da sind Mitbürger, die sich mit der Digitalisierung der Ortschaft auseinandersetzen – das Engagement ist groß.
So ist es auch gar nicht eine Handvoll engagierter Bürger, sondern die Dorfgemeinschaft und der Zusammenhalt insgesamt, die das Ortsvorstand-Duo glücklich machen.

Eines ist Walter Bohner dabei besonders wichtig: „Wir wollten die breite Mehrheit von Mitbewohnern mit einbeziehen – auch außerhalb der Vereine. Viele kriegen nicht viel mit. Die Leute wollen abgeholt werden – unabhängig, ob sie Teil eines Vereins sind oder nicht.“ Und das scheint auch zu funktionieren: „Wir wurden in den vergangenen Monaten extrem viel angesprochen, was zeigt, dass das Abholen läuft“, berichtet der 53-Jährige im SZ-Gespräch.

Kommunikation zwischen Ortsvorsteher Walter Bohner und Vereinen funktioniert

Über die Kommunikation mit den Vereinen kann sich der Ortsvorsteher auch nicht beklagen. Auch in Corona-Zeiten lief mehrmals der Austausch über Zoom, wobei die Zusammenarbeit mit den Vertretern der Vereine gleichermaßen gut funktioniert. „Der Kontakt mit den Vereinen ist mir sehr wichtig“, konstatiert Walter Bohner deswegen auch. Neben gewöhnlichen Aufgaben, wie etwa der Austausch des Ortsschildes am Halberg, ist in der Dorfmitte am Kriegsdenkmal eine neue Eiche gepflanzt worden. Der alte Baum musste leider aus Verkehrssicherungsgründen gefällt werden.

Dass der Platz leer bleiben würde, war aufgrund der ortsbildprägenden Relevanz von Anfang an kein Thema. „Der Bauhof der Stadt und die Kreisverwaltung haben uns dabei super unterstützt“, erzählt Walter Bohner. Darüber hinaus wurden oberhalb des Friedhofs noch neue Parkplätze geschaffen. Mit Blick auf das Friedhofsgelände und die Leichenhalle sollen bald Renovierungsarbeiten stattfinden. Das Gleiche gilt fürs Dorfgemeinschaftshaus, das schon bald von der Dorfjugend Hesselbach einen neuen Anstrich bekommen soll. Außerdem wurden zwei neue Hundetoiletten beantragt: „Durch die bereits vorhandenen Hundetoiletten hat sich das altbekannte Problem mit dem Hundekot schon deutlich gebessert“, macht der Ortsvorsteher klar.

Heruntergekommenes Hotel Marburger als Sorgenkind in Hesselbach

Sorgenkind im Dorf ist das leerstehende und inzwischen heruntergekommene Hotel Marburger. Ziel sei es, eine dauerhafte Schrottimmobilie zu verhindern und die ortsprägende Lage am Ortseingang wieder ansehnlicher zu gestalten.

Über die Zusammenarbeit mit dem Bad Laaspher Rathaus kann sich Walter Bohner nicht beschweren: „Mit Petra Tang und Mirko Becker sind zwei Hesselbacher Mitglied im Stadtrat. Alles, was in die Politik muss, funktioniert über die beiden super.“ Was dem Ortsvorsteher-Duo jedoch nicht gefällt, ist der Regionalplan-Entwurf aus Arnsberg, der vorsieht, Bauerwartungsland zu streichen und die Flächen nur für die landwirtschaftliche Nutzung bereitzustellen. „So etwas schränkt die Entwicklung des Dorfes ein. Viele junge Leute suchen nach einem Bauplatz“, erläutert Mirko Becker unzufrieden. Zudem sieht der Plan weitere Windkraft-Anlagen vor: „Davon haben wir jetzt genug“, ergänzt das 43-jährige Ratsmitglied abschließend.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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