»Ich finde die Ausstellung cool«

Im Bad Laaspher Haus des Gastes erleben Schüler bis 6. Februar Mathematik zum Anfassen

Bad Laasphe. »Ich finde die Ausstellung cool, weil es tolle, knifflige Aufgaben gibt. Man bleibt so lange sitzen, bis man es 'raus hat.« Yannik Müller, Schüler der Klasse 6a des Gymnasiums Schloss Wittgenstein, gehörte gestern Vormittag zu den rund 300 Besuchern der Ausstellung »Mathematik zum Anfassen« im Bad Laaspher Haus des Gastes. Noch am späten Donnerstagabend hatte Marianne Oppermann, Leiterin der Studienkreis-Nachhilfeschulen in Biedenkopf und Bad Laasphe, mit Mitarbeitern die Exponate aufgebaut, um gestern pünktlich zur ersten Schulstunde zu öffnen. Bemühungen, die mit einer unerwartet großen Resonanz belohnt wurden. »Mit einem derartigen Andrang hatten wir sicher nicht gerechnet. Es ging ganz schön turbulent zu«, freute sich Evelyn Benner, Geschäftsführerin der mitveranstaltenden Bad Laaspher Tourismus, Kur und Stadtentwicklung (TKS) GmbH. Worin der Erfolg der Wanderausstellung begründet liegt, darauf wusste Evelyn Benner ebenfalls auf Anhieb eine Antwort: »Schüler erleben Mathematik einmal ganz anders. Eben nicht mit dem trockenen Unterrichtsstoff, sondern anhand von praktischen Beispielen.« Wegen des großen Interesses stellte das Mathematikmuseum in Gießen kurzfristig sogar 30 statt der zunächst geplanten 25 Exponate zur Verfügung. Zudem wurde die Ausstellungsfläche erweitert.

Die Präsentation ist so konzipiert, dass die Besucher allein oder in Gruppen selbstständig Experimente durchführen und damit unmittelbar Zugang zur Wissenschaft bekommen. Dazu ein Lehrer des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe: »Ich habe den Eindruck, dass die Ausstellung bei den Kindern gut ankommt, weil sie eben selbst etwas ausprobieren und anfassen können.« In der Tat: An keinem einzigen Ausstellungsstück war gestern der Hinweis »Nicht berühren« zu finden. Im Gegenteil, ausprobieren war ausdrücklich erwünscht, um Belehrungen ging es ebenso wenig wie um das Pauken von Mathematik.

Noch einige Worte zu dem Schulfach, dass einige Schüler fasziniert, andere jedoch vorzeitig kapitulieren lässt. Dazu Nachhilfe-Spezialistin Marianne Oppermann: »Mathe bereitet schon Grundschülern größte Probleme, deshalb sind die Anfragen für Nachhilfeunterricht überdurchschnittlich hoch.«

Für die Ausstellung, die bis einschließlich kommenden Donnerstag, 6. Februar, geöffnet ist, liegen immerhin schon Anmeldungen von 2500 Schülern aus Wittgenstein und dem benbachbarten Hessen vor. In diesem Zusammenhang machen die Initiatoren darauf aufmerksam, dass bereits erworbene Eintrittskarten ihre Gültigkeit behalten. Bedeutet im Klartext, dass Schüler, die gestern die Ausstellung im Haus des Gastes mit ihrer Klasse in Augenschein genommen haben, dies beispielsweise am Wochenende in Begleitung ihrer Eltern noch einmal tun können. Die Ausstellung ist heute und morgen von 9 bis 18 Uhr sowie Montag bis Mittwoch jeweils bis 18 Uhr geöffnet.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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