Wirtschaftsförderungs- und Kulturausschuss
IKEK mit „liebevollem“ Leitbild

Bei der IKEK-Safari besuchte Planerin Vera Lauber auch den alten Friedhof von Laaspherhütte. Im Konzept gilt dessen Instandsetzung und Aufwertung (geschätzt ca. 5000 Euro Kosten) als eines von acht Startprojekten für 2019. Foto: Holger Weber
  • Bei der IKEK-Safari besuchte Planerin Vera Lauber auch den alten Friedhof von Laaspherhütte. Im Konzept gilt dessen Instandsetzung und Aufwertung (geschätzt ca. 5000 Euro Kosten) als eines von acht Startprojekten für 2019. Foto: Holger Weber
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howe Bad Laasphe. Über die Dörfer ging es im vorigen Jahr mit Vera Lauber – erst in Workshops in den Siedlungsschwerpunkten von Bad Laasphe, dann bei den sogenannten Safaris, wo sich die Raumplanerin gemeinsam mit Verwaltung, Bürgern und Fachleuten ein genaues Bild von allen Ortschaften machte. Die Projektgruppen, Ortsvorsteher, Heimat- und anderen Vereine hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, Ideen entwickelt und sich mit der Zukunftsfähigkeit ihrer Ortschaft auseinandergesetzt.

Um nicht einzelne Höhepunkte herauspicken zu müssen, wählten Stadt und Planerin einen – sagen wir mal – Bad Laaspher Weg. Das Ergebnis legte Vera Lauber dem Wirtschaftsförderungsausschuss am Montagabend auf 207 Seiten vor, nämlich ein IKEK-Konzept für das gesamte Stadtgebiet. Statt also nur einzelne Leuchttürme herauszufiltern, nahm das Büro alle Ideen gleichsam auf und entwickelte daraus ein Gesamtkonzept, das zugleich die Leitbild-Idee von Bad Laasphe berücksichtigt. „Liebevoll Leben in Natur und Kultur“, so hat Vera Lauber die Fortschreibung des Leitbilds benannt. 22 Stadtteil-Profile ermittelten die Fachleute, aus 123 Projektideen erhielten sie 50 Projektideenblätter zurück, sodass am Ende diese auch berücksichtigt werden. Aus den Erkenntnissen bei den Veranstaltungen und Safaris sowie nach Sichtung der Ideenblätter entwickelte das Planungsbüro Lauber im Anschluss einen Aktionsplan.

Dazu wurden die rund 50 Projekte in sieben Themenblöcke gefasst und qualifiziert. Wer am weitesten ist, wo also das Konzept schon seine Reife hat, weil unter anderem Projektträger und Kosten bekannt sind, dort kann im Grunde der Startschuss fallen. Acht Startprojekte werden aufgeführt. Außerdem stehen Leitprojekte und solche, die noch weiter qualifiziert werden müssen, in den Startlöchern. Stadt und Planerin gehen davon aus, dass die Startprojekte noch in diesem Jahr, die anderen in den folgenden beiden Jahren zur Umsetzung kommen könnten. Der Fachausschuss fasste erst einmal den Beschluss, dass das fertige IKEK-Konzept am 25. Juni bei einem Abschlussforum (19 Uhr in der Volkshalle Feudingen) der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.

Aus den Reihen der Politik gab es kritische Stimmen. So monierte Martin Achatzi (CDU), dass bei den angestoßenen Konzepten der vergangenen Jahre jetzt endlich Fakten geschaffen werden müssten. Andere Politiker, wie Armin Joenke (SPD) oder Klaus Preis (FDP), formulierten Ängste, dass hier die Wünsche der Bürger womöglich gar nicht alle berücksichtigt werden könnten. Es würden schließlich Hoffnungen geweckt. Arno Vomhof (SPD) unterbreitete einen Vorschlag, den die Verwaltung auch schon angestoßen hat. Im Rathaus soll nämlich eine Art zentraler Ansprechpartner zur Verfügung stehen, der sich um das IKEK-Konzept kümmert.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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