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Ausgewanderte Wittgensteiner (SZ-Serie)
In Brisbane kommt bei Jenny Wolzenburg keine Weihnachtsstimmung auf

Trotz Weihnachtsmütze kommt bei Jenny Wolzenburg in diesem Jahr keine Weihnachtsstimmung auf. Das liegt aber nicht an Corona, sondern eher am Hochsommer in Australien. Die Rückershäuserin ist seit anderthalb Jahren auf Abenteuerreise.
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  • Trotz Weihnachtsmütze kommt bei Jenny Wolzenburg in diesem Jahr keine Weihnachtsstimmung auf. Das liegt aber nicht an Corona, sondern eher am Hochsommer in Australien. Die Rückershäuserin ist seit anderthalb Jahren auf Abenteuerreise.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

bw Brisbane/Rückershausen. Als noch niemand das Wörtchen Corona kannte, packte Jenny Wolzenburg aus Rückershausen die Abenteuerlust. Als sie vor anderthalb Jahren ihre Ausbildung abgeschlossen hatte, zog es sie in die weite Welt hinaus. „Ich hatte immer schon diesen Drang und die Neugier, die Welt mit meinen eigenen Augen zu entdecken“, erzählt die heute 22-Jährige. Nach den ersten Stationen Singapur und Bali blieb sie über ein Jahr lang in Neuseeland. Dort hat sie alle möglichen Jobs angenommen, um ihre Reise zu finanzieren. Sie war als Au-Pair tätig, arbeitete als Kellnerin, Putzkraft im Hostel oder auf einer Farm. Inzwischen ist Jenny Wolzenburg schließlich im Oktober in Australien gelandet. Dort, am anderen Ende der Welt, wird sie Weihnachten feiern – weit weg von ihrer Heimat.

bw Brisbane/Rückershausen. Als noch niemand das Wörtchen Corona kannte, packte Jenny Wolzenburg aus Rückershausen die Abenteuerlust. Als sie vor anderthalb Jahren ihre Ausbildung abgeschlossen hatte, zog es sie in die weite Welt hinaus. „Ich hatte immer schon diesen Drang und die Neugier, die Welt mit meinen eigenen Augen zu entdecken“, erzählt die heute 22-Jährige. Nach den ersten Stationen Singapur und Bali blieb sie über ein Jahr lang in Neuseeland. Dort hat sie alle möglichen Jobs angenommen, um ihre Reise zu finanzieren. Sie war als Au-Pair tätig, arbeitete als Kellnerin, Putzkraft im Hostel oder auf einer Farm. Inzwischen ist Jenny Wolzenburg schließlich im Oktober in Australien gelandet. Dort, am anderen Ende der Welt, wird sie Weihnachten feiern – weit weg von ihrer Heimat.

Vergangenes Jahr feierte Jenny Wolzenburg Weihnachten in Neuseeland

Das ist keine Premiere für sie, schon im vergangenen Jahr erlebte sie Weihnachten in Neuseeland am Strand und auf einem Roadtrip, den sie damals mit ihrer besten Freundin unternommen hatte, die ihr aus Deutschland nachgereist war. Weihnachtliche Stimmung kam da nicht auf und auch in diesem Jahr wird das nicht anders sein. „Da hier Hochsommer ist, Schulferien sind und generell Hauptreisezeit ist, sind auch die Preise natürlich ziemlich hoch, vor allem in den beliebten Orten hier an der Ostküste wie Byron Bay oder Noosa“, verrät Jenny Wolzenburg.
Die Feiertage wird sie wohl in Brisbane verbringen „und mal schauen, was ich mache an Weihnachten – wahrscheinlich aber nichts Besonderes. So wirklich in Weihnachtsstimmung kommt man hier auch gar nicht – erstmal wegen der Jahreszeit, weil wir verbinden Weihnachten mit der dunklen Jahreszeit und Schnee, und hier ist Hochsommer.“ Es gebe zwar auch Lebkuchen sowie andere weihnachtliche Leckereien zu kaufen – „aber generell ist die Weihnachtsstimmung einfach nicht da. Vor allem verbindet man Weihnachten ja auch mit der Familie und der Zeit, die man zusammen verbringt. Wenn man dann alleine irgendwo ist, ohne Familie und im Sommer, da ist Weihnachten dann einfach nicht Weihnachten“.

Staunen über die durchgeknallte Weihnachtsbeleuchtung

Ansonsten ist Jenny Wolzenburg indes in Australien aufgefallen, dass es sehr bunte und durchgeknallte Weihnachtsbeleuchtung gibt – alles blinkt in allen möglichen Farben. „Was ich jetzt in der Weihnachtszeit vermisse, ist einfach diese kalte, dunkle Jahreszeit mit Schnee, in der man sich einfach auf die Couch kuscheln kann und gemütlich Filme schaut oder Plätzchen backt und über den Weihnachtsmarkt bummelt“, bemerkt sie. Aber Letzteres wäre in Corona-Zeiten ja ohnehin nicht möglich. Den Beginn der weltweiten Pandemie erlebte Jenny Wolzenburg, als sie noch in Neuseeland war.
Nach Wochen eines harten Lockdowns hatte das Land die Krise allerdings in den Griff bekommen. „Es ging ziemlich schnell wieder zurück zur Normalität, man konnte reisen, feiern und auch alles andere“, erzählt die 22-Jährige. „Neuseeland hat das alles echt sehr gut geregelt.“
In Australien sei die Corona-Pandemie ein größeres Problem, da innerhalb des Landes größtenteils alle Grenzen zu waren, als sie ankam. „Jetzt hat sich die Situation sehr entspannt und die Grenzen sind größtenteils alle wieder auf. Hier gibt es in den einzelnen Staaten und Territorien allerdings auch ganz unterschiedliche Regeln.“ In Queensland sei es etwa bis Mitte Dezember zum Beispiel verboten gewesen, in Clubs zu tanzen. Inzwischen sei das allerdings auch wieder erlaubt. „Natürlich soll trotzdem noch Abstand gehalten werden und man soll aufpassen – aber Fälle gibt es hier kaum noch und die, die es gibt, kommen von außerhalb und die Personen sind dann sowieso in Quarantäne.“

Ende der Weltreise ist noch offen

Was Jenny Wolzenburg allerdings aufgefallen ist: Für Backpacker wie sie gestaltet es sich viel schwieriger, andere Leute kennenzulernen, weil auch wegen Corona nicht mehr viele Rucksacktouristen unterwegs seien. Eigentlich hatte die 22-Jährige geplant, im Juni zurück nach Deutschland zu kommen. Aber hier machte Corona ihr einen Strich durch die Rechnung. So zog es sie weiter und jetzt sei das Ende ihrer kleinen Weltreise noch offen. Ende kommenden Jahres will die Rückershäuserin indes ein Studium beginnen, so viel ist sicher.
Was sie bis dahin auf ihrer abenteuerlichen Reise noch alles erlebt, erzählt Jenny Wolzenburg übrigens in einem eigenen Blog unter www.jennycheen.com.

SZ-Serie: Ausgewanderte Wittgensteiner Wie feiern Wittgensteiner, die seit einiger Zeit im Ausland leben oder teilweise vor Jahrzehnten ausgewandert sind, eigentlich das Weihnachtsfest? Und wie erleben Wittgensteiner in aller Welt die Corona-Pandemie? Unsere Zeitung hat mit einigen von ihnen gesprochen und startet eine kleine Serie. Wer noch Auswanderer aus Wittgenstein kennt, die von ihren Erlebnissen und Problemen in der Corona-Krise berichten möchten, kann sich gerne per E-Mail an uns wenden unter b.weyand@siegener-zeitung.de.
Trotz Weihnachtsmütze kommt bei Jenny Wolzenburg in diesem Jahr keine Weihnachtsstimmung auf. Das liegt aber nicht an Corona, sondern eher am Hochsommer in Australien. Die Rückershäuserin ist seit anderthalb Jahren auf Abenteuerreise.
Aus Wittgenstein raus in die weite Welt: Die SZ stellt Menschen vor, die ausgewandert sind und Weihnachten sowie die Corona-Pandemie aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten.
Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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