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Ausgewanderte Wittgensteiner (SZ-Serie)
In der Schweiz ist Skifahren erlaubt

Die Rüppershäuserin Claudia Dörr hat es mit ihrem Mann und den beiden Töchtern nach Zürich verschlagen. Aus der Schweiz wollen sie auch nicht mehr fort.
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  • Die Rüppershäuserin Claudia Dörr hat es mit ihrem Mann und den beiden Töchtern nach Zürich verschlagen. Aus der Schweiz wollen sie auch nicht mehr fort.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

bw Zürich/Rüppershausen. Trotz Corona haben sich die Schweizer ihre Freiheit und Selbstbestimmung bewahrt. „Das ist das, was die Schweiz für uns auch ausmacht“, verrät Claudia Dörr. Die Rüppershäuserin lebt seit vier Jahren mit ihrer Familie in Zürich. Ihr Mann bekam 2016 das Angebot, als Steuerberater in die Schweiz zu gehen. Die Gymnasiallehrerin und die beiden Töchter kamen selbstredend mit und für die Familie steht heute längst fest: „Wir möchten gerne dauerhaft bleiben, in den vergangenen Monaten haben wir unser Leben in der Schweiz noch mehr zu schätzen gelernt. Wir haben uns immer sicher und beschützt gefühlt.“
Skifahren in der Schweiz erlaubtDenn gerade die Corona-Zeit hat ja gezeigt, dass die Schweiz einen eigenen Weg gegangen ist.

bw Zürich/Rüppershausen. Trotz Corona haben sich die Schweizer ihre Freiheit und Selbstbestimmung bewahrt. „Das ist das, was die Schweiz für uns auch ausmacht“, verrät Claudia Dörr. Die Rüppershäuserin lebt seit vier Jahren mit ihrer Familie in Zürich. Ihr Mann bekam 2016 das Angebot, als Steuerberater in die Schweiz zu gehen. Die Gymnasiallehrerin und die beiden Töchter kamen selbstredend mit und für die Familie steht heute längst fest: „Wir möchten gerne dauerhaft bleiben, in den vergangenen Monaten haben wir unser Leben in der Schweiz noch mehr zu schätzen gelernt. Wir haben uns immer sicher und beschützt gefühlt.“

Skifahren in der Schweiz erlaubt

Denn gerade die Corona-Zeit hat ja gezeigt, dass die Schweiz einen eigenen Weg gegangen ist. Zwar habe es im Frühjahr einen Lockdown gegeben, aber Schulen und Kindergärten konnten dort schneller wieder geöffnet werden. Trotz mancher Einschränkungen sind die Eidgenossen stets darauf bedacht, Freiheiten weiter zuzulassen. Bestes Beispiel: Das Skifahren ist bisher erlaubt. Ein zweiter Lockdown sei gar kein Thema, eine erneute Schließung von Schulen und Kindergärten stand ebenfalls nicht zur Debatte, berichtet Claudia Dörr. „Jedoch werden die Maßnahmen zunehmend verschärft und wir blicken von Woche zu Woche gespannt nach Bern, welche Entscheidungen verkündet werden.“

Weihnachten ohne die Großeltern

Ihre Familie ist am meisten von Reisebeschränkungen betroffen. Einerseits touristisch, da sie gerne und viel reisen, andererseits ist der Kontakt zu Freunden und zur Familie in Deutschland nicht möglich. „Wir konnten sie in diesem Jahr zu selten oder zum Teil gar nicht sehen“, erzählt die 37-Jährige. Für ihre Töchter (die beiden sind inzwischen 8 und 5) wird es auch das erste Weihnachtsfest sein, an dem sie ihre Großeltern gar nicht sehen werden: „Bisher haben wir immer entweder Besuch bekommen oder wir sind nach Wittgenstein zur Familie gefahren.“

Traditionen aus der Kindheit - plus Skifahren

Stattdessen fährt Claudia Dörr mit ihrer Familie am zweiten Weihnachtsfeiertag in die Berge zum Skifahren nach Graubünden. „Mit dem Leben in der Schweiz sind wir alle zu begeisterten Skifahrern geworden und fahren immer über Silvester in die Schweizer Berge.“ Zuvor aber steht natürlich Weihnachten auf dem Plan. „Wir feiern nicht viel anders als in der Heimat und führen die Traditionen, die wir als Kinder erlebt haben, fort“, verrät Claudia Dörr.
Am Nachmittag gehen alle zum Gottesdienst in die Kirche, von dort bringen sie das Friedenslicht aus Bethlehem mit nach Hause und dann warten die Kinder auf das Christkind. Die Bescherung und ein festliches Menü dürfen natürlich nicht fehlen.

Die Rüppershäuserin Claudia Dörr hat es mit ihrem Mann und den beiden Töchtern nach Zürich verschlagen. Aus der Schweiz wollen sie auch nicht mehr fort.
Aus Wittgenstein raus in die weite Welt: Die SZ stellt Menschen vor, die ausgewandert sind und Weihnachten sowie die Corona-Pandemie aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten.
Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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