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Bikepark in Bad Laasphe
Initiative entwirft Konzept für Radreisewege-Netz

Ausgeklügelt und durchdacht: Im Mind-Mapping-Verfahren hat sich die „Mountainbike Initiative Bad Laasphe“ ihr Konzept für ein Radreisewege-Netz erarbeitet.
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  • Ausgeklügelt und durchdacht: Im Mind-Mapping-Verfahren hat sich die „Mountainbike Initiative Bad Laasphe“ ihr Konzept für ein Radreisewege-Netz erarbeitet.
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ll Bad Laasphe. Die Diskussionen um den Bikepark in Bad Laasphe nehmen weiter Fahrt auf. Während sich die Facebook-Gruppe um Björn Schäfer stetig wachsender Beliebtheit erfreut, werden im Hintergrund noch viel weitreichendere Ideen konkretisiert.
So hat es sich die „Mountainbike Initiative Bad Laasphe“ zur Aufgabe gemacht, am noch größeren Rad zu drehen und ein ausgeklügeltes Konzept über ein interkommunales Radreisewege-Netz inklusive Bike-Arena mit Bike-/Trail-Park und attraktiven Mountainbikestrecken für die Region entworfen.

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ll Bad Laasphe. Die Diskussionen um den Bikepark in Bad Laasphe nehmen weiter Fahrt auf. Während sich die Facebook-Gruppe um Björn Schäfer stetig wachsender Beliebtheit erfreut, werden im Hintergrund noch viel weitreichendere Ideen konkretisiert.
So hat es sich die „Mountainbike Initiative Bad Laasphe“ zur Aufgabe gemacht, am noch größeren Rad zu drehen und ein ausgeklügeltes Konzept über ein interkommunales Radreisewege-Netz inklusive Bike-Arena mit Bike-/Trail-Park und attraktiven Mountainbikestrecken für die Region entworfen.

Als „Baustein eines Masterplans für Bad Laasphe“ bezeichnete Uwe Franz als Sprecher der sechsköpfigen Initiative, die sich aus der Mountainbike-Gruppe des TV Laasphe herausgebildet hat, das ambitionierte Projekt, welches am Montag in einem ersten Aufschlag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. „Wir haben bewusst eine andere Flughöhe eingenommen, um die Thematik für ganz Wittgenstein mit dem Schwerpunkt Bad Laasphe zu entwickeln“, erklärte der 56-Jährige.

Mountainbiker aus Banfe will sich mit Aus nicht abfinden

Die Initialzündung sei dabei das jüngst final entworfene „Radverkehrsnetzkonzept“ für Siegen-Wittgenstein gewesen. In Zuge dessen werden nicht nur enorme Summen für den Radverkehr bereitgestellt, sondern es hat im Sommer dieses Jahres auch eine Planungsradtour in Bad Laasphe stattgefunden.

Bikepark in Bad Laasphe: Problem rund um den Lahntal-Radweg

Dabei habe sich laut Uwe Franz unter anderem herauskristallisiert, dass die seit Jahren vorherrschende Kernproblematik rund um den Lahntal-Radweg nicht gelöst worden sei. Demnach hätte die beliebte Premium-Strecke auch weiterhin durch die Innenstadt und somit über die viel befahrene B62 geführt. Jeden Tag könne man an diesem Nadelöhr aufgrund der dortigen Lücke im Radwegenetz und unklarer Beschilderung umherirrende Radfahrer beobachten, die sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringen würden, mahnt der Bad Laaspher. „Da haben wir gesagt: Es reicht. Das könnt ihr so nicht machen.“

Uwe Franz, Sprecher der „Mountainbike Initiative Bad Laasphe“.
  • Uwe Franz, Sprecher der „Mountainbike Initiative Bad Laasphe“.
  • Foto: privat
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Also hat er sich seine Expertise als zertifizierter MTB-Guide und MTB-Fahrsicherheitstrainer zunutze gemacht, und gemeinsam mit fünf weiteren Mitstreitern in kompletter Eigenregie ein Konzept auf die Beine gestellt, welches nicht nur das Radwegenetz in Bad Laasphe umfasst, sondern auch die benachbarten Kommunen Bad Berleburg und Erndtebrück mit einschließt. Ebenso sind eine Bike-Arena mit dem derzeit viel diskutierten Bike-/Trail-Park und attraktive Mountainbikestrecken in dem Entwurf enthalten, der in schriftlicher Form auf 14 Seiten vorliegt.

Bikepark in Bad Laasphe: Viele deckungsgleiche Ansätze

Neben den Kernthemen „Infrastruktur“ und „Tourismus/Fremdenverkehr“ hat sich die „Mountainbike Initiative Bad Laasphe“ auch mit der Frage nach den Nutzergruppen beschäftigt. Infolgedessen wurde auch Kontakt mit Björn Schäfer von der Bikepark-Gruppe hergestellt, sodass beide Konzepte gemeinsam ergänzt wurden. „Unabhängig voneinander hatten wir sehr viele deckungsgleiche Ansätze“, zeigte sich Uwe Franz erfreut.

Stadt begrüßt Engagement und signalisiert Gesprächsbereitschaft

Durch die Kooperation seien nun die Interessenslagen nahezu aller Generationen von den abenteuerlustigen Pumptrack- und Dirtbike-Freunden bis hin zu den gemäßigten Radreisenden im fortgeschrittenen Alter berücksichtigt. Zudem spiele der Aspekt „Nachhaltigkeit und Klima“ im Konzept eine tragende Rolle. So seien Ladestationen für E-Bikes ebenso berücksichtigt wie Wegepatenschaften und Umweltschutz. Nur durch die Zentralisierung auf ein bestimmtes Gebiet sei es möglich, auch Jäger, Förster oder Waldbauern konstruktiv mit ins Boot zu holen und eine Genehmigungsfähigkeit zu erwirken.

Gesprächsbereitschaft reicht uns nicht, wir fordern Handlungsbereitschaft.
Uwe Franz
Sprecher der „Mountainbike Initiative Bad Laasphe“

Konkrete Inhalte möchte Uwe Franz aus dem Konzept noch nicht preisgeben. Er habe zwar bereits eine klare Trassenführung oder den Standort für den Bikepark im Kopf, eine ernsthafte Umsetzung möchte der Initiativensprecher aber möglichst gemeinsam mit Politik und Verwaltung angehen, denen das Konzept in den kommenden zwei Wochen übergeben werden soll. „Wir erhoffen uns davon eine Signalwirkung, damit die Stadt Bad Laasphe aus dem ständigen Dornröschenschlaf erwacht“, so Franz. Dafür müsse mindestens ein Runder Tisch her. „Gesprächsbereitschaft reicht uns nicht, wir fordern Handlungsbereitschaft.“
Abschließend erklärte er: „Wir haben die gleichen Rahmenbedingungen wie Winterberg und Willingen, nur fehlen bei uns die Strukturen – und auch der Wille, um diese zu nutzen.“

Ausgeklügelt und durchdacht: Im Mind-Mapping-Verfahren hat sich die „Mountainbike Initiative Bad Laasphe“ ihr Konzept für ein Radreisewege-Netz erarbeitet.
Uwe Franz, Sprecher der „Mountainbike Initiative Bad Laasphe“.
Autor:

Lars Lenneper

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