Internationaler Spitzenjazz

Die international bekannte Jazzformation Echoes of Swing begeisterte an Pfingsten mit Stücken aus den 20er, 30er und 40er Jahren ihr Publikum im Bad Laaspher Haus des Gastes.  Foto: tk
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tk Bad Laasphe. Jazz der Spitzenklasse präsentierte an Pfingsten die Formation Echoes of Swing im Bad Laaspher Haus des Gastes. Das international bekannte Quartett gastierte mit seinem Programm „Four Jokers In The Pack – And More“ in der Lahnstadt, und das nicht zum ersten Mal. Das heimische Publikum wusste bereits durch vergangene Auftritte in der Region die Qualität der Gruppe einzuschätzen. Die vier Musiker präsentierten auf Einladung des Bad Laaspher Kulturrings und der Tourismus, Kur und Stadtentwicklung GmbH Stücke aus dem unerschöpflichen Fundus der 20er, 30er und 40er Jahre.

Das Besondere daran ist zunächst die instrumentale Zusammensetzung der Formation: Das Quartett verzichtet auf einen Kontrabass, wodurch eigenwillige und sehr flexible harmonische Klangwelten ermöglicht werden. Da für guten Jazz gute Bassläufe jedoch nicht unerheblich sind, kommt dem Können von Pianist Bernd Lhotzky eine besondere Bedeutung zu. Dem Münchner gelingt es mühelos, grandiose Bassläufe mit der linken Hand zu zaubern, während er mit der rechten fulminante Improvisationen liefert. Lhotzky gilt als einer der weltbesten Vertreter des „Harlem Stride Piano“ und wurde dafür bereits mit etlichen Preisen ausgezeichnet.

Auch das Bad Laaspher Publikum zeigte sich beeindruckt von derart atemberaubender Tastenbeherrschung. Bei Fats Wallers „The More I know You“ und vor allem dem als Solo am Flügel vorgetragenen „Harlem Strut“ von James P. Johnson kreierte Lhotzky einzigartigen Jazzgenuss.

Die übrigen drei Musiker standen dem in nichts nach. Chris Hopkins ließ sein Altsaxophon traumhaft schön „singen“ und verstand es zudem, das Publikum humorvoll durch den Abend zu führen. So spielte er den Klingelton eines Handys im Publikum umgehend mit einem Augenzwinkern nach und gab Anekdoten aus dem Bandleben zum Besten. Sowohl durch Solo-Einlagen als auch im harmonischen Zusammenspiel mit Trompeter Colin Dawson begeisterte er das Laaspher Publikum vor allem durch großes Improvisationsgeschick.

Beispielhaft lässt sich die Interpretation des dritten Satzes aus Duke Ellingtons „Parfume Suite“ nennen, auch bekannt als „Dancers in Love“. Dawson überzeugte zudem auch als Sänger, indem er unter anderem das durch die Louis Armstrong All Stars bekannte „That’s My Desire“ präsentierte.Vierter Mann im Bunde ist der Kölner Schlagzeuger Oliver Mewes. Er demonstrierte an seinem Instrument rhythmisches Feingefühl und technisches Können. Echoes of Swing verabschiedeten sich nach mehr als Stunden Jazzkunst mit zwei Zugaben von ihrem Publikum. Es dürfte nicht der letzte Besuch in Siegen-Wittgenstein gewesen sein.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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