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Portarion GmbH will Service-Wohnungen bauen
Investor für das Fritz-Heinrich-Zentrum

Für das leer stehende Fritz-Heinrich-Seniorenzentrum in Bad Laasphe hat sich offenbar ein Investor gefunden. Die Portarion GmbH aus Herford will hier auf dem Areal ab 2022 Service-Wohnungen mit Tagespflege sowie Sozialwohnungen errichten.
  • Für das leer stehende Fritz-Heinrich-Seniorenzentrum in Bad Laasphe hat sich offenbar ein Investor gefunden. Die Portarion GmbH aus Herford will hier auf dem Areal ab 2022 Service-Wohnungen mit Tagespflege sowie Sozialwohnungen errichten.
  • Foto: Holger Weber
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howe Bad Laasphe. Das kommt ja einer Sensation sehr nahe: Dem seit 2017 leer stehenden Fritz-Heinrich-Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt (AWo) soll im kommenden Jahr neues Leben eingehaucht werden. Am Montagabend stellten sich Thomas Henke und Till Kaiser vom Investor Portarion GmbH aus Herford vor – begleitet von Benedikt Bauer, dem Fachbereichleiter für strategische Geschäftsfeldentwicklung beim AWo-Bezirksverband Westliches Westfalen.
Wohnungen und Café für Menschen über 60Neu gebaut werden sollen ab 2022 auf der Pfingstweide zwei große...

howe Bad Laasphe. Das kommt ja einer Sensation sehr nahe: Dem seit 2017 leer stehenden Fritz-Heinrich-Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt (AWo) soll im kommenden Jahr neues Leben eingehaucht werden. Am Montagabend stellten sich Thomas Henke und Till Kaiser vom Investor Portarion GmbH aus Herford vor – begleitet von Benedikt Bauer, dem Fachbereichleiter für strategische Geschäftsfeldentwicklung beim AWo-Bezirksverband Westliches Westfalen.

Wohnungen und Café für Menschen über 60

Neu gebaut werden sollen ab 2022 auf der Pfingstweide zwei große Gebäudekomplexe, einmal mit Service-Wohnungen und einem Café für Menschen über 60 Jahre mit Service-Bedarf im westlichen Teil und zum anderen in einem weiteren Gebäudeteil 13 bis 17 geförderte Sozialwohnungen, die in Abstimmung mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein am Standort Bad Laasphe entstehen. „Wir haben hier einen sehr innovativen, zuträglichen Standort“, fand Thomas Henke, der böte sich geradezu für „das ältere Segment über 60 Jahre“ an. Man halte den Standort für eine weiterführende Nutzung im Bereich Service-Wohnen für sehr geeignet.

Der Standort sei spannend

Thomas Henke nannte die Vorzüge der Stadt: eine gefestigte Wohnstruktur, landschaftlich interessant. „Und da haben wir einfach mal Planungen angestellt und mit dem Kreis abgestimmt.“ Der Standort sei insofern spannend, weil vor Ort eine mehrgeschossige Bebauung vorhanden sei. „Die würden wir wieder aufnehmen.“ Die Service-Wohnungen verfügen über Größen von 62 bis 90 Quadratmeter, zudem gibt es Stellplätze. „Hinzu kommt eine gärtnerische Gestaltung mit Terrassenflächen“, wie Architekt Till Kaiser betonte. Im Service-Wohnbereich ist auch eine Tagespflege vorgesehen, überdies sollen Gemeinschaftsräume, vielleicht ein Frisör, Drogerie oder Restaurant vorgehalten werden. Benedikt Bauer fand es „schön und toll, dass wir hier sein dürfen“, die Historie von 2017 habe er als recht neuer Mitarbeiter nicht miterlebt. „Wir haben uns aber bei der AWo zusammengesetzt und überlegt, wie es mit dem Standort weitergehen kann.“

Warum entzieht sich die AWo der Seniorenarbeit?

Der AWo sei daran gelegen gewesen, dem Standort eine Perspektive zu geben. „Wir haben damals in den konstruktiven Gesprächen mit Herrn Schmalz und Herrn Kohlberger skizziert, dass wir keine Ambitionen als AWo mehr haben.“ Aber man habe dazu beitragen wollen, der Sache eine neue Richtung zu geben. „Es ist wichtig für uns, dass dieser Standort eine Zukunftsperspektive hat.“ Ob Benedikt Bauer mit seinen Worten vor dem Sozialausschuss zumindest die Scherben aufkehren konnte, die 2017 mit der Aufgabe des Standortes zerbrochen wurden? Grünen-Chefin Anne Bade jedenfalls entließ den AWo-Mann nicht, ohne ihm das ein oder andere Wort der Enttäuschung mit auf den Rückweg nach Dortmund zu geben. „2017 wurde das Seniorenzentrum geschlossen, um den Standort Erndtebrück zu fördern. Warum entzieht sich die AWo der Seniorenarbeit?“

Benedikt Bauer antworte umschreibend: Die Situation mit Blick auf die Historie sei so entbrannt, „dass auf ländliche Areale Herausforderungen kommen, die nicht getragen werden können.“ Aber mit einem solchen Konzept, wie jetzt vorgestellt, habe die Stadt eine adäquate Perspektive. Und dann deutlich: „Hier werden Schwerpunkte wie Service-Wohnen gesetzt, das ist nicht die Stärke der AWo.“ Anne Bade ergänzte, sie habe hautnah mitbekommen, welches Leid damals über die Bewohner des Zentrums gekommen sei. Es tue ihr leid, dass sich die AWo aus dem Seniorenbereich herausnehme.

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