Jammern über verlorene Zeit

Rat billigt finanzielles Angebot an die Arge LBI/Bau Wied

JG Bad Laasphe. Nachdem sich die Laaspher Rastmitglieder Mitte November in einer taktischen Meisterleistung in eine Sackgasse manövriert hatten (SZ berichtete), fasste das Gremium am Donnerstagabend nicht-öffentlich einen Beschluss in Sachen »Baugebiet Galgenberg/Bachweg«. In der von CDU und FDP beantragten Sondersitzung stand allein das Thema auf der Tagesordnung. Die Beschlussvorlage der Verwaltung wollte die Erschließungskosten aufteilen: 40 Prozent zahlt die Arge LBI/Bau Wied, 60 Prozent die Stadt Bad Laasphe. Etwa im gleichen Verhältnis sind die Baugrundstücke in diesem Gebiet verteilt. Die Stadt wird das etwa 0,9 Mill. e kosten, gezahlt wird nach Baufortschritt an die erschließende Arge.

SPD: keine Teilnahme an Abstimmung

Die Beschlussvorlage wurde diesmal nach einer guten halben Stunde angenommen, wobei die SPD schon im Vorfeld per Pressemitteilung erklärt hatte: »An einer Abstimmung über die Verwaltungsvorlage mit mittlerweile vier Ergänzungen wird sich die SPD-Fraktion nicht beteiligen.« Arno Vomhof schätzte den dort aufgezeigten Weg auch nach der Entscheidung als »grundsätzlich falschen« ein. Die zeitliche Perspektive des Unterfangens schien dem Fraktionsvorsitzenden gestern weiter unsicher. Die Genossen hätten so schnell wie möglich eine Lösung haben wollen, der von der SPD vorgeschlagene Gutachter hätte noch in diesem Jahr zu einem Ergebnis kommen können.

CDU: Ende finanzieller Zugeständnisse

Dem CDU-Chef Jürgen Borchert ging es ebenfalls vor allem um Schnelligkeit, doch er empfand die Entscheidung vom Donnerstag als eine »äußerst glückliche«. Mit dem Beschluss habe man die Stadt wieder handlungsfähig gemacht. Wobei er die Nichtteilnahme der zwölf SPDler an der Abstimmung als »Flucht vor der Verantwortung« bezeichnete. Mit der Entscheidung sei ein erstes Hindernis genommen, doch es folge noch ein ganzer Hürdenparcours. Und er konnte sich nach der Entscheidung nicht vorstellen, zusätzlichen, weiterreichenden finanziellen Zugeständnissen an die Arge zuzustimmen.

Grüne: viel früher, viel billiger

Karl-Ludwig Bade zeigte sich hingegen kaum glücklich mit dem Ergebnis: »Ich finde es nicht besonders gut.« Das habe man eigentlich »viel früher, viel billiger« haben können. Und der Grüne wunderte sich, dass die Stadt erst jahrelang gar nichts zahlen wollte und nun plötzlich so ein »großzügiges Angebot« mache.

FDP: für kleineres Übel entschieden

Einiges von den Argumenten der Grünen habe ihm eingeleuchtet, so Klaus Preis, doch am Ende habe sich die FDP eindeutig für das kleinere Übel entschieden. Der pragmatische Grund: »Wir wollten in erster Linie, dass es weitergeht.«

LBI: vorsichtiger Optimismus

Und weil anscheinend in dem kleinen beschaulichen und überschaubaren Bad Laasphe noch immer nicht der direkte Kontakt gesucht, sondern über Anwälte korrespondiert wird, hatte Friedrich-Wilhelm Becker von der LBI gestern Mittag noch nichts Konkretes auf dem Tisch liegen. Die vorher bekannten, im Raum stehenden Zahlen stimmten ihn jedoch vorsichtig optimistisch. Und er träumte gestern schon einmal, dass es möglichst bald eine gemeinsame Pressekonferenz von Verwaltung und Arge gebe, in der mitgeteilt werden könne, dass es endlich weiter gehe am Galgenberg/Bachweg.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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