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Dirk Terlinden stellt sich vor
„Jede Stadt hat ihre Baustellen“

Dirk Terlinden (2. v. r.) ist der gemeinsame Bürgermeisterkandidat von drei Parteien: Am Freitasgabend stellte er sich mit (v. l.) Günter Wagner (CDU), Anne Bade (Grüne) und Klaus Preis (FDP) den Fragen der Presse.
  • Dirk Terlinden (2. v. r.) ist der gemeinsame Bürgermeisterkandidat von drei Parteien: Am Freitasgabend stellte er sich mit (v. l.) Günter Wagner (CDU), Anne Bade (Grüne) und Klaus Preis (FDP) den Fragen der Presse.
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vö Feudingen. Der erste Bewerber um das Amt des Bad Laaspher Bürgermeisters hat seinen Hut in den Ring geworfen – und dies mit breiter Rückendeckung. Der 51-jährige Dirk Terlinden stellt sich bei der Kommunalwahl am Sonntag, 13. September, 2020, dem Votum der Bad Laaspher Bürgerschaft und ist der gemeinsame Kandidat von FDP, CDU und Grünen. „Ich habe mich nicht überreden lassen. Das ist eine Entscheidung aus der Überzeugung heraus“, betonte der Diplom-Verwaltungswirt beim Pressetermin. Am Dienstag hatte Dirk Terlinden die Mitglieder des CDU-Stadtverbandes von seinen Zielen überzeugen können (die Siegener Zeitung berichtete), am Freitag saß er im Feudinger Heimatmuseum mit den Mitgliedern von FDP und Grünen an einem Tisch.

Feudingen. Der erste Bewerber um das Amt des Bad Laaspher Bürgermeisters hat seinen Hut in den Ring geworfen – und dies mit breiter Rückendeckung. Der 51-jährige Dirk Terlinden stellt sich bei der Kommunalwahl am Sonntag, 13. September, 2020, dem Votum der Bad Laaspher Bürgerschaft und ist der gemeinsame Kandidat von FDP, CDU und Grünen. „Ich habe mich nicht überreden lassen. Das ist eine Entscheidung aus der Überzeugung heraus“, betonte der Diplom-Verwaltungswirt beim Pressetermin. Am Dienstag hatte Dirk Terlinden die Mitglieder des CDU-Stadtverbandes von seinen Zielen überzeugen können (die Siegener Zeitung berichtete), am Freitag saß er im Feudinger Heimatmuseum mit den Mitgliedern von FDP und Grünen an einem Tisch.

Die ersten Kontakte zu dem 51-Jährigen, der seit 2010 in Feudingen ein Haus besitzt, knüpfte FDP-Fraktionsvorsitzender Klaus Preis, der den Tipp nach eigener Aussage von einem Freund bei einem Glas Bier auf dem Fußballplatz erhalten habe. Denn: „Nicht nur wir Politiker sind mit der aktuellen Situation in Bad Laasphe unzufrieden, das gilt ja auch für die Bürger“, fand Klaus Preis deutliche Worte. Dirk Terlinden ließ beim Pressegespräch durchblicken, dass er sich in Bad Laasphe wohl fühle und dass es diese Stadt ganz sicher wert sei, sich dafür zu engagieren. Deutlich machte der Leiter des Oberbürgermeister-Büros der Stadt Leverkusen auch eines: „Meine Gründe, mich um das Bürgermeister-Amt zu bewerben, sind nicht wirtschaftlicher Natur. Das wäre komplett der falsche Ansatz.“ Er wolle gemeinsam mit den Menschen etwas bewegen und habe bereits viel Zuspruch aus der Bevölkerung bekommen. Dass in Bad Laasphe viel Arbeit vor ihm liege, sei ihm bewusst: „Jede Stadt hat ihre Baustellen.“

Die kennt er auch in Leverkusen – da aber in einer anderen Größenordnung. In der Stadt im Rheinland arbeitete er als Referent eines Beigeordneten, verantwortete den Umweltbereich und gilt heute als rechte Hand des Oberbürgermeisters. Dirk Terlinden legte Wert auf die Feststellung, dass er alle beruflichen Wege parteilos gegangen sei: „Ganz ohne Parteibuch – das ist sicherlich ungewöhnlich.“ Vor diesem Hintergrund kam es auch nicht ganz überraschend, dass der 51-jährige Fußball-Fan seine Tür auch in Richtung Bad Laaspher SPD öffnete: „Natürlich würde ich mich über die Unterstützung freuen, aber das liegt nicht in meiner Hand.“

Eine Bürgermeister-Wahl sei selbstverständlich eine Personenwahl, „genau darum wird es gehen, ich möchte mich in den nächsten Monaten bei den Menschen in Bad Laasphe vorstellen“. Er stehe für eine Kommunikation aller Akteure, für Transparenz und Offenheit. Und: Er wolle alle Mitarbeiter der Verwaltung mitnehmen: „Es kann nicht sein, dass ein Image von der Verwaltung entsteht, das ihr nicht gerecht wird.“ Kommunikastion – das sei genau das, was in Bad Laasphe momentan fehle, machte Klaus Preis deutlich: „Es gibt ganz viele Probleme, aber wir treten auf der Stelle. Das Miteinander fehlt.“ Mit dem gemeinsamen Kandidaten wolle man einen neuen Anfang hinbekommen. „Wir lassen uns auf jemanden ein, den wir sehr gut vertreten können“, betonte Grünen-Fraktions-Chefin Anne Bade. Ihr fehle derzeit im Bad Laaspher Rathaus jegliches Fingerspitzengefühl, was die Mitarbeiterführung angehe.

Bei den Gesprächen mit FDP und CDU sei man sich schnell einig gewesen: „Wir lassen uns auf einen Kandidaten ein, bei dem wir das Gefühl haben, das wir die Entscheidung sehr gut vertreten zu können.“ Aktuell dümpele man leider mit den eigenen Problemen vor sich hin – das sei enttäuschend. „Wir wollen endlich wieder eine gemeinsame Stadt werden.“ CDU-Fraktions-Chef Günter Wagner verriet, dass die Christdemokraten nach dem Bekanntwerden der Kandidatur Dirk Terlindens viel Zuspruch bekommen hätten, dass dies der richtige Weg sei. Es sei dringend an der Zeit, dass die Stadt und die Dörfer wieder enger zusammen rückten. Denn: „So wie zuletzt macht Politik in Bad Laasphe definitiv keinen Spaß mehr, sie findet schlichtweg nicht statt. Das darf nicht sein.“

Vor Dirk Terlinden liegen zehn Monate Wahlkampf, dessen ist sich der Bewerber durchaus bewusst. Ein sehr konkretes Ziel formulierte er am Freitagabend beim Pressetermin: „Es darf keine weiteren Steuererhöhungen geben, die Spirale darf sich nicht weiter drehen. Diese Aufgabe wird schwer genug.“ Und: Auf der Ausgabenseite der Kommune „müssen wir endlich wieder zur Talfahrt ansetzen.“

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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