Truppe aus Feudingen
"Jeder hilft jedem“ nimmt im zweiten Lockdown Arbeit wieder auf

Holger Weber, Alina Pitz und Eric Schneider (v. l.) sind bei der Feudinger Einkaufsgruppe „Jeder hilft jedem“ die ersten Ansprechpartner am Telefon. Insgesamt stehen 30 Helfer bereit, Not-Einkäufe für ältere Mitbürger zu tätigen.
  • Holger Weber, Alina Pitz und Eric Schneider (v. l.) sind bei der Feudinger Einkaufsgruppe „Jeder hilft jedem“ die ersten Ansprechpartner am Telefon. Insgesamt stehen 30 Helfer bereit, Not-Einkäufe für ältere Mitbürger zu tätigen.
  • Foto: Dorfgemeinschaft
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sz Feudingen. Beim Lockdown im März gründeten Dorfgemeinschaft und SV Feudingen die Whatsapp-Gruppe „Jeder hilft jedem“, um für ältere Menschen und Bedürftige in Feudingen und im oberen Lahntal die wichtigsten Einkäufe zu erledigen. Die Gruppe entschied sich dann jedoch, im Anschluss an die größte Corona-Krise die Aktivitäten nicht gänzlich einzustellen, sondern die gut 30-köpfige Helfertruppe sozusagen im „Stand-By“ zu lassen.
Wohlweislich: Denn am Montag starten die verschärften Kontaktregelungen sowie Schließungen von gastronomischen und anderen Betrieben. Das öffentliche Leben wird heruntergefahren, während die Zahl derer, die sich mit dem Virus infiziert haben, weiter steigt. Das bietet jetzt den Initiatoren der Hilfsaktion „Jeder hilft jedem“ die Gelegenheit, den Einkaufsservice im oberen Lahntal wieder zu aktivieren und das Angebot zu erneuern.
Kurzum: Ab sofort können sich ältere Menschen, Alleinstehende und Bedürftige bei den drei Helfern Eric Schneider unter Tel. (0 27 54) 12 09, Alina Pitz unter Tel. (0 27 54) 37 91 63 sowie Holger Weber unter Tel. (0 27 52) 50 76 12 mit ihrem Einkaufsauftrag melden. Sie notieren dann die Wünsche als erste Ansprechpartner und geben den Einkauf in die Whatsapp-Gruppe weiter. Einer der 30 Helfer wird den Einkauf dann im Laufe des Tages erledigen. Allerdings bitten die Verantwortlichen die Bürger aus Feudingen und dem oberen Lahntal, während der Beschränkungen der Corona-Zeit immer ein Auge auf den jeweiligen Nachbarn zu haben.
Zuerst sollten Angehörige, Freunde und Nachbarn als Ansprechpartner und Helfer zur Verfügung stehen. Das gilt auch für diejenigen Menschen, die sich gezwungenermaßen in Quarantäne begeben müssen. Erst wenn tatsächlich niemand spontan helfen und den wichtigen Einkauf von Lebensmitteln und Hygieneartikeln erledigen kann, steht die Gruppe „Jeder hilft jedem“ sofort zur Verfügung.
Im persönlichen Gespräch am Telefon lassen sich die Dinge klären. In der Not kann für kranke oder alte Leute auch mal ein Rezept beim Arzt oder ein Medikament besorgt werden. Von März bis Mai gingen bei „Jeder hilft jedem“ 25 Aufträge ein. „Das zeigt, dass die meisten Menschen in Feudingen und dem oberen Lahntal über Verwandte oder Freunde rundum versorgt sind“, betont Mitinitiator Eric Schneider. Die Einkaufsaufträge am Telefon unterliegen natürlich der Verschwiegenheit: „Es dringt nichts nach außen, kein Name. Diskretion ist bei sowas wichtig.“ Es wird darauf hingewiesen, dass die Rufnummern nicht rund um die Uhr sofort zu erreichen sind. Die drei Helfer rufen jedoch zurück.
Der Einkaufsservice „Jeder hilft jedem“ wird übrigens auch fortgesetzt, weil die Erfahrungen des Lockdowns Anfang des Jahres durchweg positiv waren. „Die Bürger waren hochzufrieden“, verrät Mitinitiator Holger Weber. Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Leute am besten früh am Tag anrufen, damit sich die Hilfsgruppe darauf vorbereiten und den Einkauf intern organisieren kann. Wichtig ist auch, die Einkäufe so einfach wie möglich zu formulieren und nicht Angebotswünsche für mehrere Supermärkte zu äußern.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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