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Kehrtwende im Laaspher Rat
Jetzt doch ein Samstagsmarkt einmal im Monat

Einmal im Monat soll nun samstags in Bad Laasphe der Wochenmarkt sozusagen zusätzlich zum Mittwochsmarkt stattfinden – erst einmal nur versuchsweise von Juli bis Oktober.
  • Einmal im Monat soll nun samstags in Bad Laasphe der Wochenmarkt sozusagen zusätzlich zum Mittwochsmarkt stattfinden – erst einmal nur versuchsweise von Juli bis Oktober.
  • Foto: howe/Archiv
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

howe Bad Laasphe. Die Verwaltung könne einen zusätzlichen Markttag am Samstag nicht empfehlen – so deutlich formulierte Bad Laasphes Bürgermeister Dirk Terlinden das Ergebnis des Prüfauftrags, den der Rat im März auf Antrag der SPD gegeben hatte. Lediglich elf Händler könnten jeden Samstag an einem zusätzlichen Markttag teilnehmen. Vier weitere wären lediglich alle 14 Tage an einem Samstagsmarkt dabei. Zwei weitere nur einmal im Monat.

Fünf der Teilnehmer, die derzeit am Mittwochsmarkt stünden, könnten in keinem Fall an einem Samstagsmarkt teilnehmen, da sie bereits anderweitig verpflichtet seien, lautete das Fazit von Dirk Terlinden.

howe Bad Laasphe. Die Verwaltung könne einen zusätzlichen Markttag am Samstag nicht empfehlen – so deutlich formulierte Bad Laasphes Bürgermeister Dirk Terlinden das Ergebnis des Prüfauftrags, den der Rat im März auf Antrag der SPD gegeben hatte. Lediglich elf Händler könnten jeden Samstag an einem zusätzlichen Markttag teilnehmen. Vier weitere wären lediglich alle 14 Tage an einem Samstagsmarkt dabei. Zwei weitere nur einmal im Monat.

Fünf der Teilnehmer, die derzeit am Mittwochsmarkt stünden, könnten in keinem Fall an einem Samstagsmarkt teilnehmen, da sie bereits anderweitig verpflichtet seien, lautete das Fazit von Dirk Terlinden. SPD-Fraktionschef Samir Schneider überraschte den Rat am Donnerstagabend mit seinen Recherchen und lobte zunächst die Verwaltung, dass die den Prüfauftrag umgesetzt habe. Allerdings: „Es gibt 17 Händler, die bereit sind, am Samstagsmarkt teilzunehmen.“

"Positive Signale"

Aktuell sei die Lage so, dass der Mittwochmarkt mit 15 Ständen „sehr gut besucht“ sei. „Das ist ein positives Signal.“ Zuletzt habe er sich mit Händlern, der Politik und Verwaltung sowie mit Bürgern unterhalten. Außerdem habe er sich im Rathaus die Stellungnahmen der Händler durchgelesen. „Wer hat die Stellungnahmen der Händler bekommen?“, fragte Samir Schneider in die Runde des Rates. „Ich war in der Verwaltung und habe mir das angeschaut. Es gab nur eine negative Stellungnahme.“

Die anderen positiven Aspekte seien nicht geäußert worden. Es habe sogar seitens der Händlerschaft gute Vorschläge gegeben – etwa, den Markt an Samstagen nur einmal im Monat durchzuführen oder den Markt nicht bereits um 8, sondern um 10 Uhr zu beginnen und dann gegen 14 Uhr zu beenden. „Die positiven Aspekte haben wir nicht gelesen“, wandte sich Samir Schneider an die Ratskollegen. „Ich fühle mich ein bisschen hintergangen, weil mir die Infos nicht früher zugegangen sind.“

Testphase von Juli bis Oktober

Der SPD-Fraktionsvorsitzende formulierte einen Änderungsantrag: Der Rat nehme das Prüfergebnis der Verwaltung zur Kenntnis. Zusätzlich solle ein Markttag an Samstagen, einmal im Monat probeweise von Juli bis Oktober durchgeführt werden. Im Anschluss sollten die Ergebnisse ausgewertet und im März 2022 eine Empfehlung im Wirtschaftsförderungsausschuss ausgesprochen werden, ob denn in Zukunft ein Markttag am Samstag sinnvoll sei oder nicht.

Die Händlerschaft sei vielfältig, führte Samir Schneider weiter aus. „Viele vom Mittwochmarkt, nämlich zehn an der Zahl, würden sich auch samstags auf den Wilhelmsplatz stellen. „Fünf Händler gehören zum sogenannten grünen Markt“, wusste Samir Schneider. „Das Ergebnis ist super.“ Anhand dieser Fakten sollte man den Versuch starten. Unterstützung erhielt Samir Schneider von der FDP. Eberhard Wied stellte fest, dass auf dem neuen Samstagmarkt ja nicht nur Gürtelhändler seien. „Wenn man nichts probiert, bekommt man nichts zu wissen.“

Standortfrage noch kein Thema

Der Feudinger schlug seinerseits vor, den Samstagsmarkt eben nicht beim Haus des Gastes durchzuführen, sondern in der Königstraße. Da der Rat aber über den Antrag der SPD abstimmen sollte, wurde die Standortfrage nicht thematisiert. FDP-Chef Klaus Preis fand, man vergebe sich nichts, wenn man den Versuch unternehme. CDU-Fraktionsvorsitzender Günter Wagner stimmte zwar zu, mahnte aber an, man möge sich im Vorfeld mal untereinander abstimmen, dann erspare man sich unnötige Diskussionen. Wie dem auch sei: Der Rat stimmte mehrheitlich für die Probe-Samstage einmal im Monat. 18 Mitglieder votierten für den SPD-Antrag, sieben enthielten sich.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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