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Ortsheimatverein Puderbach
Jetzt ist Heimatbuch Nummer drei in Arbeit

Dorf im Versteck? Nein, verstecken muss sich Puderbach mit Sicherheit nicht. Der Ortsheimatverein arbeitet unter Federführung des Vorsitzenden Jürgen Pospichal aktuell am dritten Heimatbuch.
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  • Dorf im Versteck? Nein, verstecken muss sich Puderbach mit Sicherheit nicht. Der Ortsheimatverein arbeitet unter Federführung des Vorsitzenden Jürgen Pospichal aktuell am dritten Heimatbuch.
  • Foto: Holger Weber
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

howe Puderbach. Zwei Heimatbücher existieren bereits von Puderbach, das sich selbst „das Dorf im Versteck“ nennt. Doch verstecken müssen sich die Puderbacher beileibe nicht. Jürgen Pospichal, Vorsitzender des Ortsheimatvereins, arbeitet aktuell an Heimatbuch Nummer drei, das bereits mit Spannung erwartet wird. „Vor anderthalb Jahren entstand die Idee“, berichtet Jürgen Pospichal. „Das war eine echte Corona-Arbeit.“ Wichtig sei ihm gewesen, die Chronik-Daten aus dem zweiten Heimatbuch zu übernehmen und die Häuser-Chronik fortzuführen. Und zwar mit denjenigen Menschen, die heute in Puderbach leben. Die neuen Gebäude und deren Bewohner inklusive.

howe Puderbach. Zwei Heimatbücher existieren bereits von Puderbach, das sich selbst „das Dorf im Versteck“ nennt. Doch verstecken müssen sich die Puderbacher beileibe nicht. Jürgen Pospichal, Vorsitzender des Ortsheimatvereins, arbeitet aktuell an Heimatbuch Nummer drei, das bereits mit Spannung erwartet wird. „Vor anderthalb Jahren entstand die Idee“, berichtet Jürgen Pospichal. „Das war eine echte Corona-Arbeit.“ Wichtig sei ihm gewesen, die Chronik-Daten aus dem zweiten Heimatbuch zu übernehmen und die Häuser-Chronik fortzuführen. Und zwar mit denjenigen Menschen, die heute in Puderbach leben. Die neuen Gebäude und deren Bewohner inklusive.

Jürgen Pospichal führt Häuser-Chronik von Puderbach fort

Dafür hat Jürgen Pospichal sämtliche Dorfbewohner Puderbachs kontaktiert, hat die weiter zu führende Chronik samt Einverständniserklärung in die Briefkästen geworfen und auf Rückmeldung gewartet. „Das habe ich getan, um nicht in Teufels Küche zu kommen. So hat das jetzt alles Hand und Fuß, weil mir die Puderbacher ihr Einverständnis geben müssen, bevor etwas abgedruckt wird.“ Manche stehen noch aus, besonders die ein oder anderen Daten von den Kindern fehlen noch. Aber da will Jürgen Pospichal dann nochmal auf die Leute zugehen.

Mit der Fortführung der Häuser-Chronik ins Hier und Jetzt – pro Seite ein Haus, also bei 146 Häusern genauso viele Seiten – kam dem 69-jährigen Rentner auch der Gedanke, ein Heimatbuch der Neuzeit zu schreiben. „Adolf Schäfer hat über viele Jahre jede Menge gesammelt.“ Unter anderem führt der Ortsheimatverein tagtäglich einen riesigen Zeitungsordner. Da werden alle Tageszeitungen gewälzt und alle Artikel über Puderbach ausgeschnitten und sorgfältig einsortiert. Daraus entstanden ist ein großer Fundus von Begebenheiten, die sich in der Neuzeit bis zur Gegenwart zugetragen haben. „Über das Alte ist ja bereits in den Vorgänger-Büchern alles gesagt“, stellt Jürgen Pospichal fest. Weil das letzte Heimatbuch mit der 750-Jahr-Feier aufhört, soll das neue genau damit wieder anfangen.

Heimatbuch Puderbach setzt im Jahr 2003 an

Das neue Buch bietet die ganze breite Palette dessen, was von 2003 bis heute in und um Puderbach geschehen ist. Zu nennen wären da die drei Naturschutzgebiete Dreibachtal, Silbergsrücken und Puderbachtal. Die werden beschrieben und mit bunten Fotos angereichert.
Apropos Bilder: Darum hatte sich der leider viel zu früh verstorbene Michael Thönelt gekümmert. Er war auch schon am zweiten Heimatbuch intensiv beteiligt. „Michael war mir eine wichtige Stütze“, weiß Jürgen Pospichal, dass er tatkräftig unterstützt wurde. Breiten Raum nimmt die Natur, Umwelt, Tier- und Pflanzenwelt Puderbachs ein. Nicht zuletzt sind auch die Obstbäume ein Thema. Fehlen dürfen natürlich nicht die Wettbewerbs-Teilnahmen an „Unser Dorf hat Zukunft“. Hier hatte Puderbach unter anderem in 2008 Silber auf Kreisebene, dann 2011 Gold und 2012 sogar Landes-Silber geholt.

Heimatbuch zeigt die Schönheit von Puderbach

Wer über das neuere Puderbach berichtet, der kommt an den Sangesbrüdern und Gerhard Hesse nicht vorbei, die das Rothaarsteiglied präsentiert hatten. Etliche Seiten widmet Jürgen Pospichal der reinen Schönheit Puderbachs. Hier werden unter anderem Drohnen-Aufnahmen vom Dorf veröffentlicht – eine schöner als die andere. Der Versuch der Stollenöffnung in 2008 soll nochmal thematisiert werden, auch vom Werden des Jugendraums von 2008 bis 2010 wird im Heimatbuch die Rede sein. Auch die Kirche hat immer noch viel zu erzählen.

2016 traten Schäden am Mauerwerk auf. Über die Sanierungsarbeiten muss unbedingt berichtet werden. „Es gibt so viele Dinge, die ich abdrucken könnte“, so Jürgen Pospichal. Ein echtes Hobby ist draus geworden, wie er sagt. „Und die Arbeit am PC kenne ich ja noch vom Rathaus her.“ Bis zur Fertigstellung im Herbst 2022 des dann hoffentlich 350-Seiten-Buchs hat der Ortsheimatverein noch viel Arbeit.

Jetzt bitten Jürgen Pospichal noch um die ein oder andere fehlende Einverständniserklärung zur Datennutzung. Außerdem fehlen ihm noch Informationen zu Kindern. Und wer noch was Spannendes auftut, der kann sich auch melden: bei Jürgen Pospichal unter Tel. (0 27 52) 17 55 oder unter juergen.pospichal@web.de oder bei Harald Wagner unter Tel. (0 27 52) 50 87 85 oder unter haraldxwagner@googlemail.com.

Dorf im Versteck? Nein, verstecken muss sich Puderbach mit Sicherheit nicht. Der Ortsheimatverein arbeitet unter Federführung des Vorsitzenden Jürgen Pospichal aktuell am dritten Heimatbuch.
Jürgen Pospichal in Aktion. Der 69-jährige Puderbacher befasst sich seit anderthalb Jahren mit dem neuen Dorfbuch für Puderbach.
Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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