SZ

Bad Laasphe hat Vereinbarung getroffen
Juwi zahlt "Schweigegeld" für seine Windräder

Sieben Windkraftanlagen will der Windkraftprojektierer Juwi aus Wörrstadt rund um Fischelbach bauen. Die Kommunen Dietzhölztal, Netphen und Bad Laasphe sollen davon finan-ziell profitieren.
  • Sieben Windkraftanlagen will der Windkraftprojektierer Juwi aus Wörrstadt rund um Fischelbach bauen. Die Kommunen Dietzhölztal, Netphen und Bad Laasphe sollen davon finan-ziell profitieren.
  • Foto: howe
  • hochgeladen von Marc Thomas

howe Fischelbach. Sieben Windkraftanlagen will der Projektierer Juwi aus Wörrstadt zwischen Fischelbach und der Siedlung Sohl bauen. Den Genehmigungsantrag für die Anlagen hat das Unternehmen kürzlich beim Kreis Siegen-Wittgenstein eingereicht, wie die Siegener Zeitung aus der Kommunikationszentrale des Windkraftinvestors erfuhr.

Konkret handelt es sich um vier Anlagen vom Typ Vestas V150 mit jeweils einer Leistung von 5,6 Megawatt und einem Rotordurchmesser von 150 Meter. Zwei Anlagen davon haben eine Nabenhöhe von 169 Meter, die anderen beiden von 166 Meter. Drei Anlagen sollen vom Typ Vestas V136 mit einer Leistung von 4,2 Megawatt und einem Rotordurchmesser von 136 Meter installiert werden. Zwei davon haben eine Nabenhöhe von 149 Meter und eine von 166 Meter.

howe Fischelbach. Sieben Windkraftanlagen will der Projektierer Juwi aus Wörrstadt zwischen Fischelbach und der Siedlung Sohl bauen. Den Genehmigungsantrag für die Anlagen hat das Unternehmen kürzlich beim Kreis Siegen-Wittgenstein eingereicht, wie die Siegener Zeitung aus der Kommunikationszentrale des Windkraftinvestors erfuhr.

Konkret handelt es sich um vier Anlagen vom Typ Vestas V150 mit jeweils einer Leistung von 5,6 Megawatt und einem Rotordurchmesser von 150 Meter. Zwei Anlagen davon haben eine Nabenhöhe von 169 Meter, die anderen beiden von 166 Meter. Drei Anlagen sollen vom Typ Vestas V136 mit einer Leistung von 4,2 Megawatt und einem Rotordurchmesser von 136 Meter installiert werden. Zwei davon haben eine Nabenhöhe von 149 Meter und eine von 166 Meter.

"Juwi beabsichtigt, die Gemeinde finanziell nach §36k EEG zu beteiligen.
Je mehr Anlagen, desto mehr Ertrag …"

Christian Hinsch
Leiter Kommunikation Juwi

„Einen Zeitpunkt für die Umsetzung können wir derzeit noch nicht nennen, da dieser unter anderem auch von der Dauer des Genehmigungsverfahrens sowie den sich anschließenden Ausschreibungsrunden der Bundesnetzagentur zur Erlangung einer Einspeisevergütung abhängt“, erläutert Christian Hinsch, Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation bei Juwi. Derweil erfuhr die SZ von freiwilligen Zahlungen, die Juwi denjenigen Kommunen zahlen würde, die von den sieben Anlagen betroffen wären. Hintergrund ist der Paragraf 36 des aktuellen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).

Städte und Gemeinden profitieren von Juwi-Anlagen

Das besagt: Betreiber von Windenergieanlagen an Land, die einen Zuschlag für ihre Anlage erhalten, dürfen den Gemeinden, die von der Errichtung der Windenergieanlage betroffen sind, Beträge durch einseitige Zuwendung ohne Gegenleistung von insgesamt 0,2 Cent pro Kilowattstunde anbieten. Das deckt sich mit dem, was die Medien aus der hessischen Nachbarschaft berichten. Denn von den Juwi-Anlagen würde auch die Gemeinde Dietzhölztal profitieren – nämlich mit rund 34 000 Euro. Für Bad Laasphe steht auch ein Betrag im Raum: rund 215 000 Euro jährlich – Geld, das der finanziell nicht auf Rosen gebetteten Stadt gut tun würde.

Wobei die Stadt Bad Laasphe gegenüber der SZ den Betrag richtigstellt: 215 000 Euro seien wohl insgesamt im Auszahlungstopf, zieht man Dietzhöltzal und Netphen (angeblich rund 44 260 Euro) ab, blieben für Bad Laasphe rund 137 740 Euro jährlich.

Für die einen ist das ein erfreulicher Geldregen, in der Fischelbacher Nachbargemeinde Dietzhölztal sprach ein Kommunalpolitiker unlängst sogar von „Schweigegeld“. Schließlich erhoffen sich die Windkraftbetreiber von der finanziellen Beteiligung der Betroffenen, dass Widerstände gegen die Anlagen ausbleiben.

Juwi bestätigt Zahlungen

Juwi bestätigt übrigens die Zahlungen auf SZ-Anfrage: „Juwi beabsichtigt, die Gemeinde finanziell nach §36k EEG zu beteiligen.“ Die absolute Höhe hänge natürlich vom Ausgang des Genehmigungsverfahrens ab. „Je mehr Anlagen, desto mehr Ertrag und folglich auch eine höhere finanzielle Abgabe an die Gemeinde“, so Christian Hinsch.

Aus dem Bad Laaspher Rathaus heißt es: „Juwi hat der Stadt dieses Angebot unterbreitet und die Stadt hat mit Juwi nach Vorlage dieses Angebotes eine Vereinbarung geschlossen.“ Diese habe aber natürlich erst Auswirkungen, wenn die Anlagen errichtet und ans Netz angeschlossen seien.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

5 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen