Kein Fortkommen in Sachen Freibad

Gestern in Laasphe: Sanierung krankt an Finanzen / Außerdem Thema: Drogenproblem

Bad Laasphe. Ein Zwischenbericht des Arbeitskreises Freibäder und eine Bestandsanalyse der Anlagen in Bad Laasphe und Feudingen wurde auf der Tagesordnung für die gestrige Sitzung des Bad Laaspher Jugend-, Sport- und Sozialausschusses angekündigt. Was allerdings dabei heraus kam, war – zumindest aus der Sicht der Medienvertreter – relativ dünn. Die Verwaltung ließ zwar an die Ausschussmitglieder eine Druckvorlage verteilen, die Beratung darüber wurde jedoch in den nicht-öffentlichen Teil verlegt.

Wolfgang Schuppener, Ausschussvorsitzender, ließ sich zumindest entlocken, dass die notwendigen Sanierungs- und Umbauarbeiten am Freibad in der Kernstadt »rund zwei Mill. e kosten dürften«. Ein entsprechendes Angebot eines Unternehmens liege der Stadt Bad Laasphe vor. Wie berichtet, hatte ein Gutachter dem Freibad einen sehr schlechten Zustand attestiert, die Anlage sei sehr renovierungsbedürftig. Außerdem stand eine Reduzierung der Wasserfläche zur Diskusion. Dezernent Rainer Schmalz betonte gestern Abend, »dass die Verwaltung mit Hochdruck an einem Konzept arbeitet, wir aber größte Probleme bei der Finanzierung sehen«.

Deshalb sollen es Fördergelder aus Arnsberg richten. Damit ein Förderantrag bis Anfang Oktober gestellt werden kann, verständigte sich der Ausschuss gestern Abend darauf, eventuell in der Sommerpause zu einer Sondersitzung zusammen zu kommen, um einen Dringlichkeitsbeschluss auf den Weg zu bringen.

Zweiter Tagesordnungspunkt in der gestrigen Sitzung: die Drogensituation in Bad Laasphe. Dazu hörte das Gremium Hans-Peter Bernshausen von der Drogenberatungsstelle des Diakonischen Werkes Wittgenstein. Wer sich jedoch klare Fakten und konkrete Zahlen erhofft hatte, der wurde ein wenig enttäuscht. Hans-Peter Bernshausen erklärte, dass das Zahlenmaterial sehr begrenzt und auch die Situation in der Lahnstadt schwer darstellbar sei, »weil wir nur die Menschen erfassen können, die auch zu uns kommen und um Hilfe bitten«. Für Bad Laasphe gehe die Diakonie von etwa 400 bis 450 Menschen mit einem schweren Alkoholproblem aus, etwa 20 bis 25 Bürger seien von Heroin abhängig. Hinzu kämen Personen, die Medikamente missbrauchten.

Auffallend nach Ansicht von Hans-Peter Bernshausen: »Die Zahl der jungen Menschen, die mit illegalen Drogen in Kontakt kommen, wird auch bei uns immer größer.« Von einem Stadt-Land-Gefälle könne ohnehin keine Rede mehr sein, so der Diakonie-Fachmann, »bei den Betroffenen setzen höchstens bestimmte Wanderbewegungen ein, nämlich genau dorthin, wo ich am besten meinen Stoff bekomme«. Die Diakonie sei in das so genannte Drei-Säulen-Programm eingebunden, nämlich Prävention, Beratung und Repression. Die Menschen, die die Hilfe der Drogenberatungsstelle beanspruchten kämen zum einen freiwillig, zum anderen seien sie aber durch ein Gerichtsurteil dazu aufgefordert worden.

Die Dunkelziffer von Drogenabhängigen ist nach Auffassung von Hans-Peter Bernshausen auch im Raum Wittgenstein noch wesentlich höher: »Wir erreichen mit unserer Arbeit jährlich zwölf Prozent des Klientels.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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