Keine Präsente zum Geburtstag

Renate Drewke kündigte gestern in Laasphe Kürzungen bei der Förderung der Naturparks an

Bad Laasphe. Renate Drewke sparte gestern Nachmittag nicht mit Lob: Das Rothaargebirge nehme in Sachen Erholung in Nordrhein-Westfalen eine »bevorzugte Stellung« ein und sei eine der reizvollsten Landschaften Deutschlands überhaupt. Die Regierungspräsidentin nutzte die Feierstunde zum 40-jährigen Bestehen des Zweckverbandes Naturpark Rothaargebirge (die Siegener Zeitung berichtete) im Bad Laaspher Haus des Gastes, um den Verantwortlichen dafür zu danken, »dass der Schutz der Landschaft hier mit der notwendigen Verantwortung gesichert wurde«. Das erhoffte Präsent aus Arnsberg in Form von finanziellen Zusagen zum runden Geburtstag blieb jedoch aus. Ganz im Gegenteil: Die SPD-Politikerin bereitete ihrer Zuhörer darauf vor, dass es für die Naturparks zwar weitere Unterstützung durch das Land geben werde, dennoch werde auch der Bereich des Umweltschutzes nicht um Einsparungen herum kommen. Die zu erwartende reduzierte Förderung der Naturparks sei aber mit mehr Kreativität und neuen Ideen auszugleichen. Renate Drewke ermunterte die anwesenden Verwaltungsspitzen, »die erfolgreiche Arbeit für die Region zwischen Siegen und Brilon dennoch fortzuführen«.

In ihrem Festvortrag hatte die Regierungspräsidentin zuvor die vier Jahrzehnte Zweckverband Naturpark Rothaargebirge skizziert und dabei wesentliche Eckpunkte benannt. Beispielsweise sei das Rothaargebirge der 25. Naturpark Deutschlands gewesen, die Fläche sei von anfangs 1000 Quadratkilometern auf über 1300 Quadratkilometer angewachsen. Für vielfältige Ausbau-, Unterhaltungs- und Landschaftspflegemaßnahmen seien bis Ende vergangenen Jahres insgesamt 7,5 Mill. e aus Düsseldorf geflossen.

Im Naturpark Rothaargebirge fänden Wanderer, so Renate Drewke, ein 2100 Kilometer langes Wegenetz vor, 200 Rast- und Parkplätze seien eingerichtet worden, 123 Schutzhütten, 3000 Ruhebänke und 700 -tische. »Kritiker sprechen von einer übertriebenen Möblierung der Landschaft, ich finde, die Maßnahmen waren damals zeitgemäß und sind insgesamt gelungen«, betonte die Regierungspräsidentin. In den 80er Jahren habe ein Umdenken stattgefunden, es sei seinerzeit lediglich um den Erhalt und die Pflege des vorhandenen Materials gegangen. Die Region liefere insgesamt ein gutes Beispiel für nachhaltigen Tourismus, allen voran natürlich der Rothaarsteig.

Beim Blick auf die Geschichte des Zweckverbandes sei zudem die Diskussion um die Autobahn 4 zwischen Olpe und Bad Hersfeld und die FFH-Gebiete im Rothaargebirge zu berücksichtigen. Für das Kommen der Regierungspräsidentin bedankte sich der Hilchenbacher Wolfgang Ruth, Vorsitzender der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Naturpark Rothaargebirge, mit einem Blumenstrauß. Klaus-Peter Kappest präsentierte zum Ausklang der Feierstunde einige Impressionen aus dem Rothaargebirge.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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