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Unbekannter wirft Schrankteile in Container am Kindergarten
Kita „darf“ Sperrmüll entsorgen

Der Container vor der AWo-Kindertagesstätte in Oberndorf sollte eigentlich mit Laub und Geäst befüllt werden. Irgendjemand nutzte am Wochenende allerdings die Gelegenheit und entledigte sich dort eines Kleiderschranks.
  • Der Container vor der AWo-Kindertagesstätte in Oberndorf sollte eigentlich mit Laub und Geäst befüllt werden. Irgendjemand nutzte am Wochenende allerdings die Gelegenheit und entledigte sich dort eines Kleiderschranks.
  • Foto: Björn Weyand
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

bw Bad Laasphe-Oberndorf. Richtig sauer ist Andrea Nölling seit Samstag. „Es ist zwar nur eine Kleinigkeit“, berichtet die Einrichtungsleiterin der AWo-Kindertagesstätte in Oberndorf, „der Ärger ist dafür aber umso größer.“ Was ist geschehen? Andrea Nölling hatte zur Entsorgung von Laub und Ästen vom Außengelände der Kita einen Container bestellt. Der sollte mit allerlei Grünabfällen gefüllt werden, die im Herbst momentan auf dem großen Areal der Einrichtung anfallen.
Am Samstag jedoch, als das Ganze über die Bühne gehen sollte, lag in dem Container urplötzlich Sperrmüll. Genauer gesagt: die Türen und Rückwände eines Kleiderschranks.

bw Bad Laasphe-Oberndorf. Richtig sauer ist Andrea Nölling seit Samstag. „Es ist zwar nur eine Kleinigkeit“, berichtet die Einrichtungsleiterin der AWo-Kindertagesstätte in Oberndorf, „der Ärger ist dafür aber umso größer.“ Was ist geschehen? Andrea Nölling hatte zur Entsorgung von Laub und Ästen vom Außengelände der Kita einen Container bestellt. Der sollte mit allerlei Grünabfällen gefüllt werden, die im Herbst momentan auf dem großen Areal der Einrichtung anfallen.
Am Samstag jedoch, als das Ganze über die Bühne gehen sollte, lag in dem Container urplötzlich Sperrmüll. Genauer gesagt: die Türen und Rückwände eines Kleiderschranks. Andrea Nölling fragte beim Entsorgungsbetrieb nach, ob eventuell versehentlich ein Container geliefert wurde, in dem noch Reste eines vorherigen Auftrags lagen. Aber das Wittgensteiner Unternehmen versicherte: Der Container war definitiv leer, als der Mitarbeiter ihn tags zuvor vor dem Zaun des Oberndorfer Kindergartens abgestellt hatte.

An Dreistigkeit kaum zu überbieten

So dürfte sich folgendes Szenario abgespielt haben: Eine bisher unbekannte Person dürfte mit dem Auto, vielleicht mit einem Anhänger, am Freitagabend oder am Samstagmorgen vor die Kita gefahren sein und hat dort in dem Container die Teile eines Kleiderschranks entsorgt. An Dreistigkeit kaum zu überbieten und noch dazu eigentlich unnötig, denn die Entsorgung von Sperrmüll ist ja über die Restabfallgebühren gedeckt: Man muss die Abholung also nur beantragen und das Abfuhrunternehmen teilt den Termin mit.

Entsorgung in Container ordnungswidrig

Das geht eigentlich ganz einfach über die Anforderungskarten, die es im Rathaus und bei den Ortsvorstehern gibt, oder online über die städtische Homepage. Zu beachten ist: Bis der Sperrmüll abgefahren wird, können bis zu sechs Wochen vergehen. Die Sperrmüllabfuhr ist pro Haushalt auf zweimal jährlich begrenzt und die maximale Menge beträgt 2,5 Kubikmeter – alles, was darüber hinaus geht, muss der Eigentümer kostenpflichtig entsorgen. „Die Entsorgung wie in diesem Falle in den Container an der Kita in Oberndorf ist ordnungswidrig“, sagt Ann Kathrin Müsse als Sprecherin der Laaspher Stadtverwaltung. „Leider stellen wir immer wieder fest, dass gerade Sperrmüll und Elektroschrott nicht ordnungsgemäß entsorgt werden.“ Denn auch die Abfuhr von Großgeräten des Elektroschrotts kann – wie beim Sperrmüll – bei der Stadt beantragt werden. Das Prozedere ist identisch mit der Sperrmüllabfuhr und ebenfalls für die Bürger kostenfrei. Darüber hinaus nimmt die Firma Dirks Entsorgungsbetriebe in Schameder aber auch Elektroschrott kostenlos an.

Kita bleibt wohl auf Kosten sitzen

Kosten entstehen nun allerdings für die AWo-Kita Oberndorf, denn ihr wird wohl die Entsorgung dieses Sperrmülls in Rechnung gestellt, wie Andrea Nölling befürchtet. Dabei hat eine Kindertagesstätte doch eh kein allzu großes Budget für solche Sachen, große Sprünge sind nicht drin. Allein die Entsorgung der Grünabfälle verursacht alljährlich schon sehr hohe Kosten für die Kita, wie Andrea Nölling erläutert. „Leider bleibt die Kita jetzt auf diesen Kosten auch noch sitzen, was mehr als ärgerlich ist.“ Es ist keine große Summe, aber bei dem kleinen Budget einer Kita eben so überflüssig wie ein Kropf. „Für andere Menschen den Sperrmüll zu entsorgen, das muss ja nun wirklich nicht sein“, sagt die Einrichtungsleiterin, die vor Jahren schon mal ein Erlebnis ganz ähnlicher Art hatte: Seinerzeit wollte jemand sein Altpapier in der Tonne des Kindergartens entsorgen. Das war damals aber eher jugendlicher Übermut. Davon kann diesmal keine Rede sein.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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