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Kahlschläge nehmen Wanderweg nicht seinen Charme
"Kleiner Rothaar" mit neuen Reizen

Trockenheit und Borkenkäfer haben auch vor dem Wald rund um den Wanderweg „Kleiner Rothaar“ nicht Halt gemacht. Doch dies kann auch neue Reize bieten, findet Signe Friedreich: Baumstümpfe werden als Spielgerät oder Thron genutzt.
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  • Trockenheit und Borkenkäfer haben auch vor dem Wald rund um den Wanderweg „Kleiner Rothaar“ nicht Halt gemacht. Doch dies kann auch neue Reize bieten, findet Signe Friedreich: Baumstümpfe werden als Spielgerät oder Thron genutzt.
  • Foto: Michael Bahr
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

bw Heiligenborn. Der „Kleine Rothaar“ an der Ilsequelle bei Heiligenborn gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen für Familien. Mit großer Begeisterung begeben sich zahlreiche Eltern mit ihren Kindern auf diesem märchenhaften Wanderweg auf die Suche nach dem kleinen Kobold mit dem grünen Rangerhut, Er streift durch die Wälder des Rothaargebirges. „Seine Freunde sind die Bäume, die Pflanzen und die Tiere dieser Wälder. Und weil er ihre Sprache versteht, hört er ihnen gern zu, was sie Neues zu berichten haben“, heißt es am Startplatz des beliebten Rundweges.
Trockenheit macht vor dem "Kleinen Rothaar" nicht HaltDer führte bisher zumeist auf verwunschenen Pfaden durch den Wald.

bw Heiligenborn. Der „Kleine Rothaar“ an der Ilsequelle bei Heiligenborn gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen für Familien. Mit großer Begeisterung begeben sich zahlreiche Eltern mit ihren Kindern auf diesem märchenhaften Wanderweg auf die Suche nach dem kleinen Kobold mit dem grünen Rangerhut, Er streift durch die Wälder des Rothaargebirges. „Seine Freunde sind die Bäume, die Pflanzen und die Tiere dieser Wälder. Und weil er ihre Sprache versteht, hört er ihnen gern zu, was sie Neues zu berichten haben“, heißt es am Startplatz des beliebten Rundweges.

Trockenheit macht vor dem "Kleinen Rothaar" nicht Halt

Der führte bisher zumeist auf verwunschenen Pfaden durch den Wald. Freilich haben die Trockenheit in den vergangenen drei Jahren und der Borkenkäfer vor dem Wald des „Kleinen Rothaars“ nicht Halt gemacht – ganz im Gegenteil: Zwangsläufig hat sich das Gelände verändert, und ein Kahlschlag war unvermeidlich. Manch einer sagt, das nehme dem Wanderweg leider etwas seinen Charme. Das sieht jedoch Signe Friedreich, Geschäftsführerin der Tourismus, Kur und Stadtentwicklung GmbH (TKS) in Bad Laasphe, nicht so. Ganz im Gegenteil: Sie sieht das Ganze sogar als einen neuen Reiz wegen der einsetzenden Naturverjüngung auf diesen Flächen: „Die umliegende Vegetation wird im Frühjahr ja noch mehr in Erscheinung treten und somit dem Weg nicht weh tun.“ Und es sei auch gut zu beobachten, dass viele Kinder stehen gebliebene Baumstümpfe gerne als Sitzgelegenheiten oder spielerisch als Thron nutzten.

Fehlender Wald fällt vor allem Erwachsenen auf

Der Kahlschlag sei vor allem am Startpunkt und auf dem Rückweg von der Ilsequelle erfolgt. „Der Wald, der fehlt, befand sich glücklicherweise doch eher neben der Strecke“, meint Signe Friedreich. „Den Erwachsenen wird es mehr auffallen als den Kindern.“ Ginster, Holundersträucher und vieles mehr – das bestimme sicher ab dem Frühjahr das Bild auf den Flächen. Durchaus gibt es aber Ideen, die Veränderungen im Wald auch den Kindern spielerisch zu erläutern. Dafür will Signe Friedreich aber ein bisschen Zeit verstreichen lassen. Das müsse schließlich auch mit dem Waldbesitzer und den Ideengebern des Themenwanderweges besprochen werden. Gerade die Rentkammern haben aber in der aktuellen Situation andere Dinge zu tun.

Viel in Wanderweg investiert

Noch etwas anderes spricht gegen eine schnelle Umsetzung der Ideen: Der Wanderweg ist ja erst in den vergangenen anderthalb Jahren peu à peu überarbeitet und erneuert worden. Dafür sei auch ein ordentliches Budget aufgewendet worden, erzählt Signe Friedreich. Allen voran wurde die Strecke stellenweise verlegt, um den Pfadcharakter zu erhöhen. Der Steg sei neu gebaut worden, sehe aber so aus wie der vorherige. „Manche Verbesserungen sind also nicht auf den ersten Blick zu erkennen“, betont die TKS-Geschäftsführerin. Außerdem seien auch die Holzbücher neu illustriert und neue Sitzbänke aufgestellt worden, berichtet Signe Friedreich. Eine weitere Attraktion ist der Schnitzbaum, ein acht Meter langer Stamm, in den Kinder ihre Namen einritzen können. Und auch die Eingangskarte wurde anders gestaltet. Um diese nicht gleich schon wieder ersetzen zu müssen, bittet Signe Friedreich um Geduld, bevor die Veränderungen des Waldes irgendwie Einzug in die Geschichten rund um den „Kleinen Rothaar“ halten. „Mit den hohen Investitionen und neuem Inventar und den neuen Spielmöglichkeiten wollen wir das Augenmerk lieber darauf setzen“, stellt die Bad Laaspher Tourismuschefin fest.

Wald wird sich erholen - irgenwann

Auf der Übersichtstafel heißt es durchaus treffend: „Hier, im Land der 1000 Berge, gab es vor Urzeiten viele rothaarige Kobolde – deshalb heißt es auch Rothaargebirge, meint der kleine Rothaar. Man sagt, ein geheimnisvoller alter Kobold, dessen knallroter langer Bart fast bis zum Boden reichte, habe damals mit einer Wünschelrute den Wald und seine Bewohner aus großer Gefahr gerettet.“ Letztlich wird sich der Wald auch vom Borkenkäfer wieder erholen. Es dauert nur.

Trockenheit und Borkenkäfer haben auch vor dem Wald rund um den Wanderweg „Kleiner Rothaar“ nicht Halt gemacht. Doch dies kann auch neue Reize bieten, findet Signe Friedreich: Baumstümpfe werden als Spielgerät oder Thron genutzt.
An manchen Stellen entlang der Strecke des Märchenwanderwegs „Kleiner Rothaar“ ist ein Kahlschlag erfolgt.
Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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