Künftig keine Milchkuh mehr sein

Viele Ehrungen gehörten beim FC Laasphe zu der Jahreshauptversammlung - im Fokus stand dennoch eher die Zukunft des Vereins beim Altstadtfest.  Foto: db
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db Bad Laasphe. Es war nur zum Teil das sportliche Geschehen, das im Mittelpunkt stand, als der FC Laasphe auf das vergangene Jahr zurückblickte. Zum roten Tuch für die Fußballer hat sich das Altstadtfest entwickelt, an dem sich der Verein stets mit großem Zelt und Live-Musik beteiligt hatte. Mit einem Gewinn unter der 500-Euro-Grenze und einer Tendenz, die für dieses Jahr sogar einen Verlust voraussagen würde, kann und will der FC nicht mehr leben. Der Aufwand, den man Jahr für Jahr hinein stecke, stehe einfach in keinem Verhältnis mehr zum Gewinn, so der Vorsitzende Rainer Briel.

Ebenfalls in die Kritik geriet die Pflichtabgabe an das Altstadtfest-Komitee. Mit diesem will der Vorstand demnächst das Gespräch suchen und hofft auf offene Ohren. Denn, so das Meinungsbild der Versammlung, der FC Laasphe „wird nicht mehr in dieser Form am Altstadtfest teilnehmen“. Lieber veranstalte man zwei Jugendturniere, als beim Altstadtfest, das ohnehin mittlerweile mehr einer Kirmes gleiche, mitzumachen. Das Ganze, unterstrich Briel metaphorisch, „ist, als ob eine Milchkuh noch Miete für die Wiese bezahlen müsste“.

Nicht nur positive Dinge sah der Vorsitzende auch im sportlichen und da vor allem im Jugendbereich. Mit einer fehlenden A- und C-Jugend und nach einem nicht zufriedenstellenden Abschneiden der B- und D-Jugend müsse hier sicherlich etwas passieren. In Zukunft gehe wohl kein Weg an einer Spielgemeinschaft vorbei, daher gelte es auch, die Verbindung zu angrenzenden Vereinen zu halten. Dabei, betonte Briel, sei man aber nicht nur in Richtung Niederlaasphe fixiert. Vielleicht schon in der nächsten Saison laufe die FC-Jugend in einer Spielgemeinschaft auf. Für Rainer Briel war es „das schwierigste Jahr beim FC überhaupt“. Seit 14 Jahren ist er Vorsitzender und ließ sich von der Versammlung nochmal für ein Jahr bestätigen. Auch im Amt bleiben Kassierer Jörg Moses, Spielausschussvorsitzender Willi Breuer und zweiter Jugendleiter Jan Portmann. Neu sind Geschäftsführerin Birgit Ulbrich und Kassenprüfer Chris Gebert.

Geehrt wurde auch und zwar Hans Wick für 25 Jahre als Schiedsrichter und Thorsten Schlapbach für 250 FC-Spiele. Die Nadel für 25-jährige Mitgliedschaft bekamen Elke Baltes, Willi Breuer, Patrick Fischbach und Sebastian Marx angesteckt. Für 40 Jahre im Verein wurde Hans-Walter Wehn ausgezeichnet, zehn Jahre länger dabei sind Werner Bipp und Heinz Duchardt. Zum Ehrenmitglied für 55-jährige Treue wurden Gerhard Dreisbach, Heinz Jürgen Gampper, Herrmann Hahn, Adolf Heinzerling und Wolfgang Wilke ernannt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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