Laasphe hat eine Baufibel

jg Bad Laasphe. Kurz vorm Ruhestand besuchte Dieter Schwarzhans vom Amt für Landschafts- und Baukultur im Landschaftsverband Westfalen-Lippe gestern erneut den Laaspher Denkmalausschuss - und er hatte sogar Abschieds-Geschenke dabei: die nagelneue Baufibel für die Kernstadt. Eine Ausgabe für den Beigeordneten Dieter Kasper - damit für die Stadt - sowie eine zweite für den Ausschuss-Vorsitzenden Volker Gautsch, der keinen Computer zuhause hat. Wer einen Computer besitzt, der bekommt die Laaspher Baufibel ganz einfach zuhause am Schreibtisch unter http://www.lwl-landschafts-und-baukultur.de. Unterm schönen Bild von einem strahlend blauen Himmel über der Königstraße findet sich der Link zur PDF-Datei der Fibel mit ihren immerhin gut 180 Seiten.

Entstanden sei diese Fleißarbeit mit vielen Bildern, so der Mann aus Münster, über Jahre hinweg in vielen persönlichen Kontakten in die Lahnstadt. Beispielhaft nannte er den Laaspher Heimathistoriker Eberhard Bauer, aber auch Walter Davidis, stellvertretend für die gute Verbindung zum Stadt- und Bauarchiv bei der Laaspher Verwaltung. Das detailreiche Werk trägt den Titel „Bad Laasphe - Erhalten und gestalten im historischen Stadtkern“, was gleichermaßen Programm ist und sich insgesamt nicht nur auf die Altstadt, sondern auch auf Lahn- und Bahnhofstraße sowie das Schloss bezieht

Die einzelnen Kapitel tragen die Überschriften „Struktur der Stadtanlage“, „Dächer“, „Außenwände“ und „Werbeanlagen“. Es wäre ein sinnloses Unterfangen, hier einen Überblick über die unendlich vielen klugen Analysen in der Fibel zu geben. Als Qualitätsmerkmal sei nur genannt, wie versiert Dieter Schwarzhans auf jedem Foto seiner gestrigen Präsentaion auch die kleinste Laaspher Straße mit Namen kannte. Und wie er den Laasphern erzählte, dass ihre Häuser wie ihr Mundart hessisch seien, auch wenn man das vielleicht nicht hören wolle.

Zwei deutliche Ermunterungen hatte der Experte zudem: „Achtet mehr auf das bauliche Detail“, etwa bei Dächern. Und zu den denen sagte er: Natürlich sei er für Schiefer auf den Laaspher Dächern, aber bitte nicht aus China. Es könne nicht sein, dass tradierte Materialien um die halbe Welt geschifft werden müssten, um das historische Bild zu erhalten. Besser sei Fredeburger oder Schmallenberger Schiefer.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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