Laasphe: SPD-Krisensitzung endete noch ohne Ergebnis

Willi Brase mit am Tisch / Aber Stillschweigen vereinbart

Bad Laasphe. Gut zehn Monate vor der Kommunalwahl befindet sich die Bad Laaspher SPD in einer schweren Krise. Nachdem der Ortsverein Banfetal – wie berichtet – öffentlich den Rücktritt des SPD-Fraktionsvorsitzenden Arno Vomhof gefordert hatte, konnte auch eine Krisensitzung am Samstag die Risse zwischen den drei Ortsvereinen offenbar nicht kitten. Die Banfetaler hatten bei ihrem zumindest für Außenstehende überraschenden Vorstoß indirekt Rückendeckung des Ortsvereins Oberes Lahntal erhalten, der Kernstadt-Ortsverein stärkte hingegen Arno Vomhof demonstrativ den Rücken.

Mit am Tisch saß am Samstag erstmals auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Willi Brase, der gleichzeitig Vorsitzender des Unterbezirkes ist. Der Sozialdemokrat könnte nach SZ-Informationen als neutraler Moderator in die Gespräche einbezogen worden sein, dem es möglicherweise gelingt, die verhärteten Fronten zumindest teilweise etwas aufzuweichen.

Wenn die Tatsache, dass sich die drei Ortsvereine nun noch einmal intern beraten und danach wieder an einen Tisch kommen wollen, als Ergebnis zu bewerten ist, dann hatte die Krisensitzung in der Lahnstadt zumindest dieses Resultat. Stadtverbandsvorsitzender Siegfried Fey bestätigte gestern im Gespräch mit der SZ lediglich, »dass wir die Positionen ausgetauscht haben und die Sache noch einmal überdenken werden«. Ansonsten hätten sich die Genossen aber auf Stillschweigen verständigt und würden erst dann wieder an die Öffentlichkeit gehen, wenn es Definitives zu berichten gebe.

Ähnlich schweigsam gab sich der umstrittene Fraktionsvorsitzende. Arno Vomhof deutete aber auf Anfrage an, er habe zumindest den Eindruck gewonnen, dass beide Seiten wieder aufeinander zugegangen seien. Diese Einschätzung wollte Wolfgang Schuppener, Vorsitzender des Ortsvereins Banfetal, nicht kommentieren, weder in die eine, noch in die andere Richtung. Sein Ortsverein werde kommenden Mittwoch über die Thematik beraten, so der Banfer. Unabhängig vom Ausgang der Gespräche machte Wolfgang Schuppener aber deutlich, »dass wir die Sache möglichst noch im November abschließen und uns danach auf die Sachfragen konzentrieren müssen«.

Damit stimmte er mit Achim Wickel, dem Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Oberes Lahntal, überein. Der Feudinger wollte gestern gegenüber der SZ von einer »Krisensitzung« nichts wissen. »Fakt ist, das es unterschiedliche Positionen gab, die öffentlich geworden sind.« Bei der Zusammenkunft am Samstag sei aber ein deutlicher Schritt nach vorn unternommen worden, so Achim Wickel, der sich im Vorfeld als Moderator angeboten und diese Rolle nach eigener Aussage auch eingenommen hatte. Der neue Mann an der Spitze des Ortsvereins war sich sicher: »Wir werden gestärkt aus der Sache hervorgehen.«

Achim Wickel selbst sah sich »nicht als Verfechter irgendeines Lagers, ich moderiere in der Mitte«. Es sei nun jedoch an der Zeit, sich mit Blick auf die Wahl wieder den Sachthemen zuzuwenden und die Stärken der SPD herauszustreichen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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