Laasphe will Müllgebühren deutlich nach unten drücken

Kommune sucht für 2004 neues Entsorgungsunternehmen

Bad Laasphe. Die Bürger werden es gerne hören: Die Stadt Bad Laasphe will die Kosten für die Müllentsorgung nach unten drücken. Möglich werden soll dies mit einem neuen Entsorgungsunternehmen, dass ab 1. Januar 2004 die braunen, gelben, blauen und alle anderen farbigen Tonnen in der Lahnstadt entleert. Soll heißen, die Kommune hat die Verträge mit einem Dillenburger Unternehmen zum Ende des Jahres fristgerecht gekündigt.

Gestern Abend sprach sich der Umwelt- und Denkmalausschuss einstimmig dafür aus, an dem bisherigen Sammelsystem und den gewohnten Abfuhrrythmen festzuhalten. Einzige Änderung: Der so genannte Elektroschrott soll künftig über eine Anforderungskarte von dem neuen Anbieter entsorgt wertden, um auf diese Art und Weise den Bauhof zu entlasten. Eine zusätzliche Kostenreduzierung für die Bürger versprach sich Volker Gautsch (CDU) durch eine Abschaffung der blauen Tonne und eine Reaktivierung der Sammelcontainer für Altpapier.

Verwaltungsmann Werner Dieckhoff erläuterte, warum dies für Bad Laasphe nur schwer zu realisieren sei. Die Vergangenheit mit Wertstoffcontainern habe nämlich gezeigt, dass ein wahrer Mülltourismus aus dem benachbarten Hessen eingesetzt habe, weil dort die Entsorgung des Papiers sehr teuer sei und die hessischen Mitbürger Zeitungen, Prospekte und Kartons kostengünstiger in Wittgenstein entsorgt hätten. Dieckhoff fasste es folgendermaßen zusammen: »Nach der Leerung hier im Stadtgebiet waren die Container innerhalb eines Tages wieder voll. Wilde Müllkippen waren die nächste Begleiterscheinung.«

Karl-Ludwig Bade (Grüne) sprach sich ebenfalls für die Beibehaltung der blauen Tonnen aus, schließend mangele es – so wie in Feudingen – an geeigneten Standorten für die Container. Stichwort Container: Willi Dreisbach (SPD) kritisierte, dass es im idyllischen Großenbach nicht einmal mehr einen Glascontainer gebe »und es eigentlich unzumutbar ist, dass die Leute ihre leeren Flaschen Kilometer weit durch die Gegen fahren«. Sozialdemokrat Siegfried Fey versprach sich eine Reduzierung der Abfallgebühren durch eine gemeinsame Ausschreibung mit Bad Laasphe und Erndtebrück, »auf der Ebene des Zweckverbandes«. Der Haken an der Sache: die beiden Wittgensteiner Nachbarkommunen haben erst unlängst neue Verträge mit Entsorgern abgeschlossen.

CDU-Mann Jürgen Borchert brachte den Gedanken über einen langfristigen Vertrag mit dem neuen Unternehmen ins Spiel, »um so möglicherweise einen günstigeren Preis zu erzielen«. Das Ergebnis vieler fruchtbarer Anregungen in einer harmonischen Sitzung: Die Stadt Bad Laasphe wird die Müllentsorgung laut Beigeordnetem Dieter Kasper »möglichst weit ausschreiben« und einen langfristigen Kontrakt ebenso prüfen wie den gängigen Vertrag über fünf Jahre.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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