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Auftakt zum Kommunalwahlkampf?
Laaspher Koalition übt Kritik am Bürgermeister

Sie gingen am Montag noch einmal auf die von Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann angeordnete Sperrung der Wanderstationen im Wald ein: Günter Wagner, Dirk Terlinden, Klaus Preis und Anne Bade (v. l.). Foto: Holger Weber
  • Sie gingen am Montag noch einmal auf die von Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann angeordnete Sperrung der Wanderstationen im Wald ein: Günter Wagner, Dirk Terlinden, Klaus Preis und Anne Bade (v. l.). Foto: Holger Weber
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howe Bad Laasphe. Während der amtierende Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann aktuell die Fäden in der Hand hält und mit der Corona-Krise – sagen wir mal – die Fürsorge gegenüber der Bevölkerung pflegen kann, hängt Herausforderer Dirk Terlinden, was seine Wirkung in der Öffentlichkeit anbetrifft, etwas in der Luft. „Wobei ich nicht weiß, wie sich so ein Amtsinhaber-Bonus bemerkbar macht“, stellte Dirk Terlinden am Montag beim Pressegespräch in Feudingen fest. Günter Wagner, Fraktionsvorsitzender der CDU, machte deutlich, dass er – und somit die Dreier-Koalition aus CDU, FDP und Grüne – den amtierenden Mann im Rathaus nicht fürchten müssen: „Wir haben Mai und er hat sich noch nicht erklärt. Das spricht für sich.

howe Bad Laasphe. Während der amtierende Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann aktuell die Fäden in der Hand hält und mit der Corona-Krise – sagen wir mal – die Fürsorge gegenüber der Bevölkerung pflegen kann, hängt Herausforderer Dirk Terlinden, was seine Wirkung in der Öffentlichkeit anbetrifft, etwas in der Luft. „Wobei ich nicht weiß, wie sich so ein Amtsinhaber-Bonus bemerkbar macht“, stellte Dirk Terlinden am Montag beim Pressegespräch in Feudingen fest. Günter Wagner, Fraktionsvorsitzender der CDU, machte deutlich, dass er – und somit die Dreier-Koalition aus CDU, FDP und Grüne – den amtierenden Mann im Rathaus nicht fürchten müssen: „Wir haben Mai und er hat sich noch nicht erklärt. Das spricht für sich.“

Auch die SPD, die Spillmann stütze, habe sich „bis zum heutigen Datum“ nicht erklärt, dass sie ihren Bürgermeister unterstützen würde. „Große Teile der SPD möchten das wohl nicht,“ so Günter Wagner, der daran erinnerte, dass bei der letzten Ratssitzung gerade einmal sieben von 13 SPD-Ratsmitgliedern anwesend gewesen seien. „Alle anderen Fraktionen waren vollständig vertreten.“ Wobei FDP-Chef Klaus Preis klarstellt: „Unser Ziel ist nicht Anti-Spillmann.“ Man sei soviel Sportler, dass nicht bewusst gegen einen gearbeitet werde. Aber er wisse aus zahlreichen Gesprächen im Rathaus auch, „dass die Mitarbeiter der Verwaltung eine Veränderung erwarten.“ Günter Wagner legte nach, dass CDU, FDP und Grüne sehr zeitig das Angebot unterbreitet hätten, die SPD wenigstens mit Gesprächen ins Boot zu holen. „Jetzt ist der Zug lange abgefahren und auf einen fahrenden kann keiner mehr aufspringen.“

Klaus Preis berichtete, seine Fraktion habe sich einstimmig auf Dirk Terlinden als Bürgermeisterkandidaten verständigt. „Wir haben die Hoffnung, dass es mit ihm besser wird.“ Besser? Als jüngstes Beispiel führte Klaus Preis die Diskussion um die Absperrung im Wald an. „Ein freundlicher Hinweis in der Presse hätte ausgereicht. Es kann doch nicht sein, dass sich ein Wanderer nicht mal auf der Bank ausruhen darf. Da ist man arg eingeschränkt.“

Grünen-Fraktionsvorsitzende Anne Bade pflichtete Klaus Preis bei und brachte das „Grundproblem Spillmann“ auf den Punkt. „Die Kommunikation halten wir für sehr wichtig. und da glauben wir, dass hierfür Dirk Terlinden der richtige Mann ist.“ Themen wie Stadt- und Dorfentwicklung, Nahversorgung, Klima und Natur müsse man „im guten Dialog zusammen lösen.“ Günter Wagner kritisierte, dass die gesperrten Wanderstationen, etwa am Großgemeindestein, Anlaufpunkte seien, „wo man als Familie mal Platz nehmen kann.“ Dafür brauche er die Belehrung des Bürgermeisters aber nicht.

„Er hätte die Bürger und die Parteien mal in dem Entscheidungsprozess mitnehmen können.“ Der CDU-Chef weiter: „Wir haben den Bürgermeister angeschrieben. Er hat nicht einmal Kontakt zu uns aufgenommen. Nicht einmal gab es einen Vorschlag von seiner Seite.“ In Bad Berleburg werde wöchentlich mit den Ortsvorstehern kommuniziert. „In Bad Laasphe dagegen fand erst letzte Woche das erste Gespräch statt.“ Und Anne Bade ergänzte: „Es hat ganz lange gedauert, bis die Politik hier mal eingebunden wurde. Wir müssen darauf achten, dass die Exekutive nicht die Überhand bekommt.“ Günter Wagner betonte, die Kandidaten-Findung der drei Fraktionen sei richtungsweisend. „Das ist ein Indiz dafür, dass wir erkannt haben, dass das, was seit elf Jahren läuft, so nicht mehr tragbar ist.“ Es müsse definitiv ein Wechsel stattfinden. Schon allein, damit wieder eine „gemeinsame Kommunikation“ erfolge, wie Anne Bade erläuterte.

Dirk Terlinden selbst freute sich über die breite Geschlossenheit in den drei Parteien. „Das zeigt, dass ich in das Portfolio passe. Ich bin heimatverbunden und verwaltungserfahren.“ Dass er zum 1. November in das Amt einziehe, „an den Gedanken gewöhne ich mich.“ Dabei werde es den klassischen Wahlkampf sicher nicht geben. „Trotzdem haben wir uns darauf verständigt, wie wir uns positionieren.“ Schwierig sei die Art und Weise des Wahlkampfes. „Da geht das Format der sozialen Netzwerke sicher an bestimmten Zielgruppen vorbei. Die Zeitungen spielen eine große Rolle“, so der Herausforderer. Günter Wagner verriet, seine Partei werde auf jeden Fall mit dem klassischen Flyer arbeiten, der verteilt werden solle.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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