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Vereine bestellen Musik wieder ab
Laaspher sagen Schützenfeste ab

Die Vereinsvorsitzenden verkündeten am Sonntag die Generalabsage für alle Schützenfeste auf Bad Laaspher Stadtgebiet: (v. l.) Kevin Roth, Ralf Mengel, Jörg Weber, Michael Wamich, Wolfgang Dickel und Harald Schmidt.
  • Die Vereinsvorsitzenden verkündeten am Sonntag die Generalabsage für alle Schützenfeste auf Bad Laaspher Stadtgebiet: (v. l.) Kevin Roth, Ralf Mengel, Jörg Weber, Michael Wamich, Wolfgang Dickel und Harald Schmidt.
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vö Bad Laasphe. Diese Nachricht schmerzt – und das gilt sowohl für die Verantwortlichen in den Vereinen, als auch für die Besucher: Im Bad Laaspher Stadtgebiet wird nach dem Totalausfall im vergangenen Jahr auch im Jahr 2021 kein Schützenfest gefeiert. Die Entscheidung, die nicht ganz unerwartet kommt und auf einer Linie mit den Nachbarn aus Erndtebrück (die Siegener Zeitung berichtete) liegt, verkündeten die Vorsitzenden am Sonntagmorgen bei einem Pressetermin unter freiem Himmel auf dem Feudinger Schützengelände im Kalterbach.

Jörg Weber...

Bad Laasphe. Diese Nachricht schmerzt – und das gilt sowohl für die Verantwortlichen in den Vereinen, als auch für die Besucher: Im Bad Laaspher Stadtgebiet wird nach dem Totalausfall im vergangenen Jahr auch im Jahr 2021 kein Schützenfest gefeiert. Die Entscheidung, die nicht ganz unerwartet kommt und auf einer Linie mit den Nachbarn aus Erndtebrück (die Siegener Zeitung berichtete) liegt, verkündeten die Vorsitzenden am Sonntagmorgen bei einem Pressetermin unter freiem Himmel auf dem Feudinger Schützengelände im Kalterbach.

Jörg Weber (Schützenverein Saßmannshausen, Holzhausen, Bermershausen), Kevin Roth (Schützenverein Glashütte), Jörg Wick (Schützenverein Fischelbach), Michael Wamich (Laaspher Schützenverein), Harald Schmidt (Schützenverein Herbertshausen), Ralf Mengel (Schieß- und Schützenverein Oberndorf) und Wolfgang Dickel (Schieß- und Schützenverein Feudingen) bedauerten die Absage, allerdings sei aufgrund der derzeitigen Situation keine seriöse Planung möglich. Und das Thema Gesundheitsschutz müsse eindeutig Priorität genießen. Dieses Verantwortungsbewusstsein werde auch von den Vorständen der Vereine getragen.

Einigkeit ist starkes Zeichen

Michael Wamich freute sich, „dass wir als Laaspher Vereine ein starkes Zeichen setzen, dass wir uns einig sind“. Das ändere natürlich nichts daran, dass den Vereinen mehr als ein komplettes Jahr an Jugend- und Vereinsarbeit verloren gehe. Deshalb setze man nun alle Hoffnung auf das Jahr 2022.
Jörg Weber machte deutlich, dass sich bereits sehr früh im Jahr abgezeichnet habe, dass keine Feste gefeiert werden könnten. Zumindest habe man die Hoffnung auf die zweite Jahreshälfte noch nicht ganz aufgegeben – mit Blick auf das Kartoffelbraten, Preisschießen oder eine Jahreshauptversammlung, die noch nachzuholen sei. Und: Er sei sehr dankbar dafür, dass alle Mitglieder weiterhin zur Stange hielten und sogar die ein oder andere Spende zu verbuchen sei.

Keine Einnahmen - keine großen Investitionen

Harald Schmidt erinnerte an den wirtschaftlichen Faktor: Wenn ein Schützenverein dauerhaft ohne Einnahme auskommen müsse, seien zumindest keine großen Investitionen möglich. Ralf Mengel machte deutlich, dass man nach der Absage 2020 natürlich damit gerechnet habe, in diesem Jahr wieder zünftig feiern zu dürfen – leider eine Fehleinschätzung: „Also haben wir die Musik wieder abbestellt, die wir unter Dach und Fach hatten. Das Programm stand.“ Wolfgang Dickel gab zu bedenken, dass das Thema Musik künftig ohnehin zum Problem werden könne – schließlich dürften auch Kapellen und Spielmannszüge seit Monaten nicht üben. Und die so wichtige Jugendarbeit falle völlig weg. Er habe, so der Feudinger Vorsitzende, zumindest die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Jahreshauptversammlung irgendwann nachgeholt werden könne. Denn normalerweise fänden ja die zahlreichen Ehrungen im Rahmen des Schützenfestes statt.

Kevin Roth brachte immerhin die positive Botschaft mit, dass alle Majestäten aus den Vereinen selbstverständlich im Amt blieben. Die Vorfreude auf 2022 sei ungebrochen groß.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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