Laaspher Wochenmarkt nur mit dem harten Kern

Von Wolle übers Geflügel bis zum Wild reichte gestern das Angebot auf dem Laaspher Wochenmarkt. Von der Witterung wäre es ein perfekter Einkaufstag gewesen. Foto: jg
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jg Bad Laasphe. Strahlend blauer Himmel, lachender Sonnenschein über allen Bergen, die Temperaturen keinesfalls zu kalt und die Straßen nach Bad Laasphe aus allen Himmelsrichtungen gut zu befahren - eigentlich hätte es gestern ein prima Tag für den Laaspher Wochenmarkt sein müssen. Leider fehlte dafür das Allerwichtigste: die große Auswahl an Händlern.

Da, wo an normalen Mittwochmorgen die Stände und Fahrzeuge der Marktbeschicker auf dem Wilhelmsplatz dicht an dicht stehen, gab es gestern morgen gerade einmal drei Möglichkeiten einzukaufen: Jürgen Böttcher aus dem hessischen Holzhausen hatte seine Wolle und seine handgestrickten, mollig warmen Schals und Strümpfe gestapelt, Sylvia Kirchhoff aus der Großgemeinde Ebsdorfergrund ebenfalls all ihre Wild- und Geflügel-Angebote schön in die Auslage drapiert und beim Herdorfer Frank Heil rotierten die leckeren Hähnchen auf dem Grill.

Der Mann, der seit 23 Jahren in die Lahnstadt kommt und nach eigenen Angaben „noch keinen Tag gefehlt“ hat wusste gestern auch sofort, weshalb die Kollegen nicht da waren: Schuld sei eindeutig die Hysterie in den Medien. Da würde soviel Unruhe verbreitet, dass am Ende alle verunsichert seien. Dabei sei er aus Herdorf problemlos nach Laasphe gekommen. Und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, da könnten doch sogar Blumen und auch Gemüse verkauft werden.

Auch für Sylvia Kirchhoff war es von vornherein eine klare Sache, dass sie ihren Stand in Bad Laasphe trotz aller Widrigkeiten aufmachen würde. Auch wenn sie gestern zwei Stunden aus dem Ebsdorfergrund nach Bad laasphe gebraucht habe. Da konnte man manchmal halt nur 30 fahren, aber in der Ruhe liege die Kraft - auch gestern Morgen habe sie ein paar Autos im Graben gesehen. In der Woche zuvor, da sei es bei minus 17 Grad schon verflixt kalt gewesen, dennoch waren fünf Händler vor Ort. Aber gestern fand die Hessin das Wetter eigentlich in Ordnung. Und wenn viele Kollegen dennoch nicht ihren Stand aufgebaut hätten, dann hätte das wohl weniger mit den Gegebenheiten zu tun, vielmehr sei das wohl eine Kopfsache oder auch ein Organisations-Problem.

Völlig ohne Probleme war gestern Jürgen Böttcher nach Bad Laasphe gekommen, er wollte nicht den Stab brechen über den Kollegen, die sich gestern einen freien Tag gönnten. „Das muss jeder selbst wissen.“ Aber ihm sei es schon wichtig, nach Bad Laasphe zu kommen. Schließlich gebe es hier stets gut Kundschaft, auch von der Organisation sei hier alles in Ordnung, der Hinterländer lobte besonders die gute Zusammenarbeit mit der Stadttverwaltung.Und auch wenn es nur drei Marktbeschicker waren, so freuten sich die Laaspher über das Trio umso mehr. Eine Besucherin begrüßte sie voller Freude: „Das ist der harte Kern.“ Und auch der Niederlaaspher Jürgen Knebel wollte sich durch solche Kleinigkeiten das übliche Vergnügen nicht verderben lassen. Für ihn gehöre der Marktbesuch jede Woche dazu. Hier finde man immer etwas - außerdem treffe man stets nette Menschen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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