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„Tourismus-Förderung sieht anders aus!“
Landhotel Doerr übt Kritik an der Buswende

Das grüne Gelände am Feudinger Bahnhof, vis à vis zum renommierten Landhotel Doerr, soll als Buswende gestaltet werden. Dagegen wehren sich nun auch Besitzer und Pächter des über 130 Jahre alten gastronomischen Betriebs. Foto: Holger Weber
  • Das grüne Gelände am Feudinger Bahnhof, vis à vis zum renommierten Landhotel Doerr, soll als Buswende gestaltet werden. Dagegen wehren sich nun auch Besitzer und Pächter des über 130 Jahre alten gastronomischen Betriebs. Foto: Holger Weber
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howe Feudingen. Die jüngsten Berichte über das Bahnhofsumfeld in Feudingen hatten für reichlich Aufmerksamkeit gesorgt. Da war zunächst die erschütternde Nachricht von der Schieflage des renommierten Landhotels Doerr, das sehr stark unter der Corona-Krise litt. Inzwischen konnten die Familien Doerr, Rübsamen und Eisenacher nur mit größten Anstrengungen das Schlimmste verhindern und den Betrieb des Landhotels aufrecht erhalten.

Parallel dazu gesellt sich seit geraumer Zeit die Diskussion um eine Buswende vis à vis zum Landhotel Doerr. Eines der letzten Grünstücke der Stadt soll hier zugunsten eines zu 90 Prozent geförderten Buswende-Projekts von der Bildfläche verschwinden. Von Einigkeit innerhalb der Kommunalpolitik kann jedoch keine Rede sein.

howe Feudingen. Die jüngsten Berichte über das Bahnhofsumfeld in Feudingen hatten für reichlich Aufmerksamkeit gesorgt. Da war zunächst die erschütternde Nachricht von der Schieflage des renommierten Landhotels Doerr, das sehr stark unter der Corona-Krise litt. Inzwischen konnten die Familien Doerr, Rübsamen und Eisenacher nur mit größten Anstrengungen das Schlimmste verhindern und den Betrieb des Landhotels aufrecht erhalten.

Parallel dazu gesellt sich seit geraumer Zeit die Diskussion um eine Buswende vis à vis zum Landhotel Doerr. Eines der letzten Grünstücke der Stadt soll hier zugunsten eines zu 90 Prozent geförderten Buswende-Projekts von der Bildfläche verschwinden. Von Einigkeit innerhalb der Kommunalpolitik kann jedoch keine Rede sein. Immer wieder scheiden sich die Geister an der Tauglichkeit der Wende, an der mangelnden Sicherheit für die Schulkinder oder an der Frage der Schönheit des parkähnlichen Areals. Zuletzt hatte FDP-Fraktionsvorsitzender Klaus Preis in der jüngsten Sitzung des Bau-, Umwelt- und Denkmalausschusses davor gewarnt, den Betreibern des Landhotels Doerr nach deren wirtschaftlichen Schwierigkeiten während dieser unsäglichen Corona-Zeit auch noch eine längere Baustelle vor die Tür zu setzen. „Das ist das Letzte, was die gebrauchen können“, formulierte Klaus Preis.

Jetzt melden sich Besitzer und Betreiber des Feudinger Landhotels Doerr gegenüber der Siegener Zeitung zu Wort: „Unser Haus besteht nun schon seit über 130 Jahren und wurde über mehrere Generationen von der Bahnhofswirtschaft zu einem beliebten Wellnesshotel weiterentwickelt. Nicht nur in unserem Haus selbst, sondern auch in der Gestaltung der Parkplätze und des Umfeldes haben wir für unsere Gäste ein Ambiente geschaffen, in dem sie sich wohlfühlen und immer wieder gerne Feudingen als Urlaubsort auswählen“, schreiben die Besitzerfamilie Doerr sowie die Geschäftsführerfamilie Rübsamen und Mit-Geschäftsführer Karsten Eisenacher.

„Wir können daher nicht verstehen, dass ohne Not in diesem Bereich eine Buswende eingerichtet werden soll.“ Es verwundere auch, dass man als betroffene Nachbarn nicht frühzeitig in diese Planung eingebunden worden sei. Hier hätte man erwartet, dass der Bürgermeister der Stadt Bad Laasphe mit den Geschäftseigentümern und -pächtern über die Vor- und Nachteile dieser Planung wenigstens gesprochen hätte. „Wie wir erfahren haben, gibt es auch noch die Lösung einer Bushaltestelle, die sogar den fließenden Verkehr verlangsamen würde.“

Mit dem Bau einer großflächigen Buswende allerdings, werde die Lage des Hotels unattraktiver. „Es wird unweigerlich zu erheblichem Lärm, Müll und erhöhtem Verkehr kommen. Wer möchte schon Urlaub am Busbahnhof buchen? Eine Förderung des Tourismus sieht anders aus!“ Des weiteren würden Bürger und Firmen aufgefordert, wenn möglich vorhandene Flächen zu entsiegeln und dem Insektensterben mit der Anlage von Blumenwiesen entgegen zu treten. Hier solle nun eine große, gepflegte und naturnahe Fläche versiegelt werden – eine der letzten großen Grünflächen im Ort. Auch die kleine Kirche, bei den Gästen ein beliebtes Fotoobjekt, solle verschwinden.

Die Familien Doerr, Rübsamen und Eisenacher deutlich: „Wenn die Stadt Bad Laasphe den Tourismusstandort im Oberen Lahntal erhalten und fördern möchte, dann sollten solch einschneidende Maßnahmen in die Umwelt nicht erfolgen. Begrünte Ruheinseln sind für Bürger und Touristen gleichermaßen wertvoll.“

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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