Kreisverwaltung untersagte Nutzung
Malteser mussten ihre drei Flaggen wieder abhängen

Die drei Fahnenmasten des Malteser-Hilfsdienstes am Bad Laaspher Bachweg müssen laut Kreis Siegen-Wittgenstein nackt bleiben. Foto: Holger Weber
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howe Bad Laasphe. Die Malteser aus Bad Laasphe hatten sich das so schön gedacht: Nach dem Umzug im Mai 2016 aus der Buchwiesenstraße in den Bachweg machten sie es sich in ihrem neuen Domizil gemütlich. Damals installierte man auch drei Masten oberhalb der Böschung und stattete diese mit drei großen Fahnen aus – mit dem Malteser-Kreuz, versteht sich. Schließlich sollte der Ortsverband für alle sichtbar sein, auch von der Bundesstraße 62 aus. Dass jetzt erst, drei Jahre später, der Kreis Siegen-Wittgenstein als Bauaufsicht mit einer Verfügung daherkommt, die Fahnen sofort abzuhängen, ärgert den Malteser-Stadtbeauftragten Michael Hermann nicht nur wegen der behördlichen Strafandrohung und der Art und Weise des Ganzen.

Vielmehr fühlt er sich ungerecht behandelt. Denn während andere ihre Flaggen an der Straße fröhlich wedeln lassen dürften, müsse er die abhängen. Der Kreis habe ihm deutlich signalisiert, dass er auf die Organisation der Malteser keine Rücksicht nehme. Die Fahnen sollten verschwinden. Warum, das erläuterte Kreis-Pressesprecher Torsten Manges auf SZ-Anfrage: Es sei richtig, dass im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens der Malteser deutlich geworden sei, dass Fahnen außerhalb von geschlossenen Ortschaften erst in einer Entfernung von 25 Metern von einer Straße entfernt angebracht werden dürften. „Deshalb konnte für das Hissen von Fahnen an dieser Stelle keine Genehmigung erteilt werden.“

Angesprochen auf die Tatsache, dass es in Wittgenstein auch Betriebe oder ähnliches gebe, deren Fahnen in unmittelbarer Straßennähe fröhlich im Wind flatterten, hier aber keine Reglementierungen zu erwarten seien, hieß es: „Sollten an anderen Stellen im Kreisgebiet ebensolche Verstöße vorkommen und wir davon erfahren, werden wir dem natürlich nachgehen, jeden Sachverhalt einzeln prüfen und Maßnahmen einleiten.“ Die Einzelfallprüfung sei erforderlich, weil nicht alle Fälle, die auf den ersten Blick gleich aussähen, auch wirklich identisch seien. So könnten zum Beispiel in Gewerbegebieten außerhalb von geschlossenen Ortschaften andere Regeln gelten als an anderen Stellen im Außenbereich. Vor diesem Hintergrund seien pauschale Aussagen nicht möglich.

Michael Hermann wartet jetzt noch auf einen Lösungsvorschlag des Kreises. Im Gespräch hatte er nämlich mitgeteilt, dass er die Malteser-Fahnen wieder aufhängen möchte, solange ein Betrieb – zum Beispiel im Erndtebrücker Raum – seine noch hängen habe. „Ich finde es eine Frechheit, dass einer es darf und wir es nicht dürfen.“

Autor:

Holger Weber aus Wittgenstein

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