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Kosten von 330 000 Euro
Marode Brücke in Banfe muss neu gebaut werden

Die Brücke „am Sand“ in Banfe musste abgerissen werden, weil der Beton völlig marode war. Der Neubau kostet rund 330 000 Euro. Die Arbeiten laufen aktuell und sollen am Freitag, 27. August, abgeschlossen sein.
  • Die Brücke „am Sand“ in Banfe musste abgerissen werden, weil der Beton völlig marode war. Der Neubau kostet rund 330 000 Euro. Die Arbeiten laufen aktuell und sollen am Freitag, 27. August, abgeschlossen sein.
  • Foto: Holger Weber
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

howe Bad Laasphe. „Die war doch noch gut. Musste das sein?“ Letztlich müsste die Frage eines Banfer Bürgers mit versicherungsrechtlichen Argumenten beantwortet werden. Denn ob so ein Zustand einer Brücke noch in Ordnung ist oder nicht, kann nicht mit dem bloßen Auge bewertet werden. „Tatsächlich sah die Brücke äußerlich noch gut aus“, betont Bad Laasphes Pressesprecherin Ann-Kathrin Müsse. Doch bei einer Bauwerksprüfung, bei der die Kategorien Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit berücksichtigt werden, stellte das beauftragte Ingenieurbüro erhebliche Mängel fest. Für die Brücke, die von der Banfetalstraße in Banfe zum Sand führt, gab es die Zustandsnote 3,2. „Befriedigend“ würde ein Lehrer bewerten, ein „nicht ausreichender Zustand“ sagt der Ingenieur.

howe Bad Laasphe. „Die war doch noch gut. Musste das sein?“ Letztlich müsste die Frage eines Banfer Bürgers mit versicherungsrechtlichen Argumenten beantwortet werden. Denn ob so ein Zustand einer Brücke noch in Ordnung ist oder nicht, kann nicht mit dem bloßen Auge bewertet werden. „Tatsächlich sah die Brücke äußerlich noch gut aus“, betont Bad Laasphes Pressesprecherin Ann-Kathrin Müsse. Doch bei einer Bauwerksprüfung, bei der die Kategorien Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit berücksichtigt werden, stellte das beauftragte Ingenieurbüro erhebliche Mängel fest. Für die Brücke, die von der Banfetalstraße in Banfe zum Sand führt, gab es die Zustandsnote 3,2. „Befriedigend“ würde ein Lehrer bewerten, ein „nicht ausreichender Zustand“ sagt der Ingenieur.

Die schlechteste Zustandsnote, die vergeben werden kann, ist eine 4,0. Ab 3,0 – so gemeinhin die nicht festgeschriebene Regelung – sollte dringend gehandelt werden. „An der Bauwerksoberfläche und an der Unterseite gab es fehlende, schadhafte, freiliegende oder bewachsene Fugen, Betonausbrüche mit freiliegender Oberflächenbewehrung, eine fehlende Abdichtung der Kappe, großflächige Durchfeuchtungen im Bereich der Randbalken, Betonabplatzungen an mehreren Stellen in verschiedenen Größenordnungen und starke Auswinterungen und Verfärbungen mit teilweiser Schädigung des Betons an der Oberfläche der Randbalken und im Bereich der Widerlager“, zählt Ann Kathrin Müsse auf SZ-Anfrage auf.

Einschnitt bringt Schlechtes zutage

Auf Vorschlag des Ingenieurbüros sei daraufhin noch eine sogenannte Bauteilöffnung vorgenommen worden. Heißt: Die obere Asphaltdecke wurde eingeschnitten und geöffnet, um einen Blick auf die darunter liegenden Schichten zu bekommen.

Der Beton unterhalb der Asphaltdecke war so stark geschädigt und die Bewehrung bereits durchgängig korrodiert, dass nun ein Neubau erforderlich ist. Übrigens für 330 000 Euro. Da gibt es bald ganze Wohnstraßen für, könnte man meinen. Ob der Brückenneubau da am Sand unbedingt sein muss, wo man doch ein paar hundert Meter weiter Richtung Dorf rechts zum Alertsberg bei „Bregges“ ebenfalls zur Straße „Am Sand“ kommt? „Im Zuge der Beratungen und Abstimmungen mit der Brückenkommission hat die Verwaltung ein Anhörungsverfahren bei verschiedenen Fachbehörden (Katastrophenschutz, Feuerwehr, DRK-Rettungsdienst, Waldbesitzervereinigung und Rentkammer) durchgeführt und die Nutzung und Notwendigkeit der Brücke hinterfragt“, erzählt Ann Kathrin Müsse.
Eindeutiges Ergebnis: Die Brücke muss erhalten und befahrbar bleiben.

Fertigstellung bis Ende April

Nach SZ-Informationen hat besonders die Feuerwehr den kürzeren Anfahrtsweg im Brandfall eingefordert. Fertiggestellt werden soll der Ersatzneubau noch in diesem Sommer. „Die bisherigen Planungen gehen von einer Fertigstellung bis Ende August 2021 aus“, so Ann Kathrin Müsse. 410 000 Euro sind im aktuellen Haushaltsplan für 2021 eingestellt, 330 000 Euro entfallen dabei auf die Brücke in Banfe.

50 000 Euro sind für die in der Vergangenheit heiß diskutierte Brücke im Laasphetal vorgemerkt. Die restlichen 30 000 Euro reserviert die Stadt für vorbereitende Planungsleistungen für die Erneuerung der Brücke in der Brückenstraße, die nach derzeitigem Stand im Jahr 2022 stattfinden soll.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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