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Wasserverband Siegen-Wittgenstein
Mess- und Steuerschacht mit wesentlicher Bedeutung

Der Wasserverband Siegen-Wittgenstein lässt derzeit einen Mess- und Steuerschacht im Wald zwischen Oberndorf und Ludwigseck von der Firma Altbrod aus Eslohe errichten. Die Technik im Schacht soll künftig wichtige Betriebsdaten liefern. Foto: Björn Weyand
  • Der Wasserverband Siegen-Wittgenstein lässt derzeit einen Mess- und Steuerschacht im Wald zwischen Oberndorf und Ludwigseck von der Firma Altbrod aus Eslohe errichten. Die Technik im Schacht soll künftig wichtige Betriebsdaten liefern. Foto: Björn Weyand
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bw Ludwigseck/Oberndorf. Wer in diesen Tagen im Waldgebiet zwischen Oberndorf und Erndtebrück eine Wanderung macht, was ja in Corona-Zeiten und bei dem Wetter ein guter Zeitvertreib ist, der könnte auf eine unerwartete Baustelle mitten im Wald stoßen. Hier baut der Wasserverband Siegen-Wittgenstein einen Mess- und Steuerschacht – „ein Bauwerk mit wesentlicher Bedeutung“, berichtet Dirk Müller auf Anfrage der Siegener Zeitung. 360.000 Euro werden hier investiert. „Netto“, wie der Geschäftsführer und Technische Leiter des Wasserverbandes anmerkt.

Bedeutend ist das Bauwerk indes weniger wegen seines Preises und mehr wegen seiner Funktion für den Betrieb der Wasserversorgung in Wittgenstein und inzwischen ja auch darüber hinaus.

bw Ludwigseck/Oberndorf. Wer in diesen Tagen im Waldgebiet zwischen Oberndorf und Erndtebrück eine Wanderung macht, was ja in Corona-Zeiten und bei dem Wetter ein guter Zeitvertreib ist, der könnte auf eine unerwartete Baustelle mitten im Wald stoßen. Hier baut der Wasserverband Siegen-Wittgenstein einen Mess- und Steuerschacht – „ein Bauwerk mit wesentlicher Bedeutung“, berichtet Dirk Müller auf Anfrage der Siegener Zeitung. 360.000 Euro werden hier investiert. „Netto“, wie der Geschäftsführer und Technische Leiter des Wasserverbandes anmerkt.

Bedeutend ist das Bauwerk indes weniger wegen seines Preises und mehr wegen seiner Funktion für den Betrieb der Wasserversorgung in Wittgenstein und inzwischen ja auch darüber hinaus. Denn nicht nur Erndtebrück, Bad Berleburg und Bad Laasphe gehören dem Wasserverband an. Dieser versorgt inzwischen aus der Obernautalsperre auch die benachbarten hessischen Kommunen Hatzfeld, Breidenbach und Biedenkopf. Dass ausgerechnet hier – im Wald oberhalb von Oberndorf und Ludwigseck dieser Prüfschacht errichtet wird, hat einen guten Grund: Hier zweigen nämlich die beiden Hauptleitungen ab, die eine verläuft über 17 Kilometer in Richtung Bad Laasphe, die andere auf einer Länge von 15 Kilometern über Erndtebrück bis Bad Berleburg. Das Wasser hat bis dahin einen langen Weg hinter sich: von der Obernautalsperre über die Aufbereitungsanlage in Dreis-Tiefenbach hinauf zum Hochbehälter an der Eisenstraße und von dort weiter in die Hochbehälter der angeschlossenen Kommunen. Die Transportleitung verläuft dabei ab dem Hochbehälter an der Eisenstraße über die Höhen und durch die Täler, wie Bauleiter Ulf Mühlig verrät. Dafür sorgt eine Druckleitung, für die eines gilt: Kein Punkt darf höher liegen als der Hochbehälter an der Eisenstraße.

Zurück zur aktuellen Baustelle: Bislang verbirgt sich unter der Erde in der Gemarkung Ludwigseck nur ein Abzweig mit einem Schieberkreuz. Die Technik im Prüfschacht soll künftig Betriebsdaten liefern, wie Dirk Müller erläutert. Bislang etwa war es nicht möglich, einen Rohrbruch auf den Strecken genauer zu verorten. In Zukunft werden Daten für erhöhte Durchflussmengen zumindest den Hinweis geben, ob ein Rohrbruch auf der einen oder der anderen Transportleitung geschehen ist. „Wir können das über den Mess- und Steuerschacht besser abschätzen“, betont Ulf Mühlig im SZ-Gespräch, „man kann es dadurch letztlich besser eingrenzen.“

Bis es soweit ist, wird es allerdings noch eine Weile dauern. In dieser Woche wurden die Bodenplatte gegossen und Wände errichtet. Die Leitungsrohre mit 40 Zentimetern Durchmesser liegen auch bereits. Bis durch sie das Trinkwasser fließt, dürfte es Hochsommer werden. Dann steht laut Ulf Mühlig der spannendste Tag aus Sicht des Wasserverbandes an: „Wir müssen die alten Leitungen kappen und dann an den Prüfschacht anschließen. Das wird im Juli wohl stattfinden.“ Spannend zwar, aber am Ende sei es Routine. Und um die Wasserversorgung müssen sich die Wittgensteiner dann auch keine Sorgen machen: Die Hochbehälter sind dann randvoll. Letztlich ist die Fertigstellung des Schachtbauwerks aber abhängig von der Lieferung der Technik und hochwertiger Armaturen. Durch die Corona-Krise könne es hier wie überall zu Verzögerungen kommen, wie Dirk Müller zu bedenken gibt.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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