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Schmuckes Atelier an der Marburger Straße
Mit der Piratenfrau in der Künstlerwelt

Die lebensgroße Piratenfrau mit der braunen Haut, dem rostroten Kopftuch und dem zerfetzten Goldumhang ist gleich der erste Blickfang am Eingang des neuen Ateliers an der Marburger Straße 13 in Niederlaasphe.
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  • Die lebensgroße Piratenfrau mit der braunen Haut, dem rostroten Kopftuch und dem zerfetzten Goldumhang ist gleich der erste Blickfang am Eingang des neuen Ateliers an der Marburger Straße 13 in Niederlaasphe.
  • Foto: howe
  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

howe Niederlaasphe. „Wir haben es in den Genen.“ Mit diesem Satz beantwortet Peggy Habiger die gar nicht so einfache Frage, woher sie so gut malen kann. Die Niederlaaspherin hat das Talent für die Kunst von ihrem Vater geerbt. Kurt Schäfer hat schon in seiner Jugend in Öl gemalt und hatte in seinem Geschäft viele Jahre alles für den Kunstmalerbedarf im Angebot. Und jedesmal, wenn Papa Kurt sagte, „Peggy fertige doch bitte mal ein paar Muster an“, musste die Tochter ran. Bereits im Kindergarten staunten die Erzieherinnen nicht schlecht, wenn klein Peggy ihre Bildchen zeigte. Sie machte ihre Sache perfekt.
Über die Jahre probierte sie immer wieder neue Sachen aus. Inzwischen hat sie sich ein breites Wissen und reichlich Know-How angeeignet.

howe Niederlaasphe. „Wir haben es in den Genen.“ Mit diesem Satz beantwortet Peggy Habiger die gar nicht so einfache Frage, woher sie so gut malen kann. Die Niederlaaspherin hat das Talent für die Kunst von ihrem Vater geerbt. Kurt Schäfer hat schon in seiner Jugend in Öl gemalt und hatte in seinem Geschäft viele Jahre alles für den Kunstmalerbedarf im Angebot. Und jedesmal, wenn Papa Kurt sagte, „Peggy fertige doch bitte mal ein paar Muster an“, musste die Tochter ran. Bereits im Kindergarten staunten die Erzieherinnen nicht schlecht, wenn klein Peggy ihre Bildchen zeigte. Sie machte ihre Sache perfekt.
Über die Jahre probierte sie immer wieder neue Sachen aus. Inzwischen hat sie sich ein breites Wissen und reichlich Know-How angeeignet. Window-Color und Servietten-Technik beherrscht sie, eigenen Schmuck fertigt Peggy Habiger an, bastelt mit Papier, modelliert mit Gips und Knetmasse, kreiert alle möglichen Deko-Teile, arbeitet sogar mit Beton und stellt aus einfachen Schaufensterpuppen lebensechte, braun-gebrannte Piratinnen im goldenen Rost-Look an. Peggy Habiger ist so vielseitig, dass sie irgendwann gar nicht mehr wusste, wohin mit den ganzen Ergebnissen ihrer Schaffenskraft. „Bilder, Skulpturen, das war alles bei mir oben im Wohnzimmer“, erzählt sie. „Das war mein Atelier.“ Und mal ehrlich: „Wo sollte ich die Puppe hinstellen? Es war kein Platz mehr da.“ Also wuchs der Gedanke heran, den einst betriebenen, väterlichen Laden wieder zu neuem Leben erwecken. „Das war gar nicht so einfach. Die Wand stand voller Regale. Als wir alles abgebaut hatten, stellten wir fest, die Wand ist nass.“ Aufwendig musste die Außenwand abgedichtet und alles saniert werden. Neue Fenster wurden eingesetzt, der Boden wurde gefliest.

Atelier lässt keine Wünsche offen

Peggy Habiger schuf ein taghelles Atelier, das keine Wünsche mehr offen lässt. Sogar das Inventar möbelte sie wieder auf. Aus der Ladentheke schuf sie eine gläserne Schatztruhe in Rost-Optik. Hier können künstlerisch interessierte Kunden nach Kleinigkeiten suchen. Die gibt es bei Peggy Habiger im Atelier nämlich zuhauf. „Ich male nicht nur“, sagt sie, „ich mache alles.“ Die Bilder an der Wand sehen aus wie echt. Manche haben Struktur, weil sie die Künstlerin mit Marmormehl beschichtet hat. Dadurch wiederum entstehen gewollte Risse, die das Kunstwerk noch spannender werden lassen. Inzwischen ist das Atelier eine echte Talentschmiede geworden. Peggys 22-jährige Nichte malt in Pastell, ihre 26-jährige Tochter Tamara hat sich jetzt ans Nähen gegeben. Eine Maschine steht bereit. Kleine, praktische Taschen, Kiss’chen und Geschenkartikel sind entstanden – als ob die Schäfers und Habigers noch nie etwas anderes gemacht hätten.

Piratenfrau begrüßt Gäste direkt am Eingang

Einer der Höhepunkte ist zweifelsohne die Piratenfrau. Sie begrüßt die Gäste direkt am Eingang. Lebensgroß steht sie da mit dem Vogel auf der Schulter und dem rostroten Kopftuch. Die braunen Klamotten sind zerfetzt, Reste eines goldenen Umhangs zeugen von einem abenteuerlichen Leben. Peggy Habiger hat das alles selbst geschaffen. Gerne hätte die Niederlaaspherin übrigens einen Eröffnungstag des neuen Ateliers durchgeführt. Corona kam leider dazwischen. Jetzt will sie aber ihr Atelier im Ladengeschäft an der Marburger Straße eröffnen. Das darf sie. Und von der Quadratmeterzahl her können auf jeden Fall fünf, sechs Besucher das Atelier gleichzeitig in Augenschein nehmen. Hygienevorschriften, Mund- und Nasenschutz sowie Abstandsregelung inklusive, versteht sich. Ab kommende Woche öffnet Peggy Habiger die Pforten von 15 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung. Ein Besuch in der Marburger Straße 13 in Niederlaasphe lohnt sich schon allein wegen der Vielfalt der Kunstwerke und derjenigen Dinge, die da geschaffen wurden. „Wer mal eine Kleinigkeit haben möchte, der findet bestimmt etwas“, hofft die Künstlerin.

Die lebensgroße Piratenfrau mit der braunen Haut, dem rostroten Kopftuch und dem zerfetzten Goldumhang ist gleich der erste Blickfang am Eingang des neuen Ateliers an der Marburger Straße 13 in Niederlaasphe.
Peggy Habiger ist eine überaus vielseitige Künstlerin, die ihre Sachen jetzt endlich vom eigenen Wohnzimmer ins Atelier gestellt hat.
Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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