Morgens fährt jetzt ein Bus

Auch wenn die Schüler geordnet am Wallauer Bahnhof stehen, so entsteht ein Problem, wenn 270 Leute gleichzeitig in einen Zug einsteigen wollen. Und wenn es dann bei unserem Wetter – das ist im Hinterland ungefähr wie in Wittgenstein – weit und breit keine Unterstellmöglichkeit gibt, dann ist das einfach nicht schön für die Schüler. Foto: Schule
  • Auch wenn die Schüler geordnet am Wallauer Bahnhof stehen, so entsteht ein Problem, wenn 270 Leute gleichzeitig in einen Zug einsteigen wollen. Und wenn es dann bei unserem Wetter – das ist im Hinterland ungefähr wie in Wittgenstein – weit und breit keine Unterstellmöglichkeit gibt, dann ist das einfach nicht schön für die Schüler. Foto: Schule
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jg Bad Laasphe. Kaum wartet man 16 Jahr und schon tut sich was. So in etwa dürfte vorgestern Abend die Gefühlslage bei Winfried Damm, dem Schulleiter des Städtischen Gymnasium Bad Laasphe gewesen sein. Bereits 1994 hatte die Schulkonferenz des Gymnasiums ein Beförderungsproblem für die Schüler aus dem Perftal erkannt, Winfried Damm hatte deshalb damals beantragt, man möge einen direkten Busverkehr zwischen dem Perftal und dem - auch in Hessen - sehr beliebten Schulstandort Bad Laasphe einrichten.

Und weil es zwischenzeitlich so aussah, als würden die Mühlen nicht nur langsam sondern komplett ergebnislos mahlen, wurde in Bad Laasphe für Mittwochabend eine Podiumsdiskussion anberaumt. Auf dem Podium in der Aula des Städtischen Gymnasiums saßen Dr. Karsten McGovern, der Erste Beigeordnete des Landkreises Marburg-Biedenkopf, Holger Theiß von der Kurhessenbahn und Günter Padt, Geschäftsführer des Zweckverbands „Personennahverkehr Westfalen-Süd“. Die Diskussion wurde geleitet von Winfried Damm, aber auch die Schulleitungen von Realschule und Gymnasium am Schloss waren bei der Veranstaltung und unterstützten die Forderung nach einem nahtlosen Busverkehr vom hessischen Perftal - in dem Steffenberger und Breidenbacher Ortsteile liegen - nach Bad Laasphe.

Derzeit sieht es für die betroffenen Schüler so aus, dass sie mit dem Bus nach Wallau fahren, dort aussteigen müssen und am Bahnhof in den Zug nach Bad Laasphe einsteigen. Am Laaspher Bahnhof steigen sie wieder aus: Die städtischen Gymnasiasten laufen nun das letzte Stück zur Schule, die Schloss-Schüler hingegen steigen wieder in einen Bus ein, der sie den Berg hinauf zu ihrer Schule fährt. Allein wenn man diese Beschreibung hört, kann man sich vorstellen, dass das Ganze doch einfacher zu organisieren sein müsste.

Tatsächlich konnte den Eltern am Mittwochabend die frohe Nachricht gebracht werden, dass sich etwas ändert. Zum Schulanfang soll nach den Sommerferien morgens ein Bus aus dem Perftal direkt und in einem durch nach Bad Laasphe fahren. Ausschlaggebend für die Entscheidung war auch die Erkenntnis, dass der Wallauer Bahnhof einfach nicht für solch große Schülerzahlen ausgerichtet sei. Rund 270 Schüler seien es, die hier morgens einstiegen, so Winfried Damm, die bei schlechtem Wetter nicht einmal eine Möglichkeit zum Unterstellen hätten.

So hätte fast alles schön sein können, aber eine Dauer von zweieinhalb Stunden machte deutlich, dass den zahlreichen erschienenen Eltern von Schloss- und von städtischen Schülern doch noch mehr Kritikpunkte hatten. Immer wieder wurden Kapazitäts-Probleme in der Schüler-Beförderung thematisiert. Die Eltern hätten zudem gern gehabt, dass die Rückfahrt von der Schule nach Hause ins Perftal ebenfalls mit dem Bus organisiert würde. Dazu sahen sich die Verantwortlichen auf dem Podium nicht in der Lage, wobei es durch die unterschiedlichen Unterrichtsenden nach der Schule auch nicht zu den Schüleraufläufen komme, wie morgens vor der ersten Stunde. Winfried Damm war jedenfalls zufrieden mit dem Ergebnis.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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