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Bikepark in Bad Laasphe
Mountainbiker aus Banfe will sich mit Aus nicht abfinden

Hoch hinaus wollen die Mountainbiker rund um Björn Schäfer aus Banfe auch weiterhin. Deshalb geben sie ihren Traum von einem Bikepark in Bad Laasphe nicht auf und werden nun selbst aktiv.
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ll Bad Laasphe. Aus der Not eine Tugend machen – das ist das Ziel von Björn Schäfer aus Banfe. Als der 45-Jährige wie so viele andere sportbegeisterte Wittgensteiner auch davon Kenntnis nehmen musste, dass der lang ersehnte Bikepark in Bad Laasphe nun zumindest vorerst doch nicht umgesetzt wird, ging der leidenschaftliche Mountainbiker in die Offensive. Kurzerhand gründete er Anfang der Woche die Facebook-Gruppe „Interessengemeinschaft Bikepark Laasphe“, um alternative Konzepte und Standorte zu erarbeiten. Wenn natur- und artenschutzrechtliche Gründe, die die Stadt auf Grundlage eines nun vorliegenden Gutachtens an der ursprünglich geplanten Stelle ins Feld geführt hatte, gegen eine Umsetzung sprechen, müsse man das akzeptieren, so Schäfer.

ll Bad Laasphe. Aus der Not eine Tugend machen – das ist das Ziel von Björn Schäfer aus Banfe. Als der 45-Jährige wie so viele andere sportbegeisterte Wittgensteiner auch davon Kenntnis nehmen musste, dass der lang ersehnte Bikepark in Bad Laasphe nun zumindest vorerst doch nicht umgesetzt wird, ging der leidenschaftliche Mountainbiker in die Offensive. Kurzerhand gründete er Anfang der Woche die Facebook-Gruppe „Interessengemeinschaft Bikepark Laasphe“, um alternative Konzepte und Standorte zu erarbeiten. Wenn natur- und artenschutzrechtliche Gründe, die die Stadt auf Grundlage eines nun vorliegenden Gutachtens an der ursprünglich geplanten Stelle ins Feld geführt hatte, gegen eine Umsetzung sprechen, müsse man das akzeptieren, so Schäfer. Sich damit abfinden oder zufrieden geben müsse man sich damit aber noch lange nicht. Dafür sieht er in dem Bikepark einen zu großen „Anziehungsmagneten“ und „Mehrwert für die Stadt“.

Die Reaktionen waren durchweg positiv.
Björn Schäfer
über seine Facebook-Gruppe

Also trommelte er im sozialen Netzwerk kurzerhand zahlreiche Mitstreiter zusammen. „Die Reaktionen waren durchweg positiv“, berichtet der Initiator im Gespräch mit der SZ. Dass die Gruppe innerhalb von nur drei Tagen nach Gründung bereits über 260 Mitglieder zählt, freut den Banfer ganz besonders. Natürlich sei das Thema nicht für jeden gleichermaßen interessant, dennoch zeige die große Resonanz, wie viele Menschen ein Interesse an der Umsetzung eines Bikeparks im Laaspher Stadtgebiet hätten.

Bikepark in Bad Laasphe: Facebook-Gruppe gegründet

Wie konstruktiv der Wittgensteiner sein Anliegen plant, unterstreicht auch die Ernsthaftigkeit, mit der er das Vorhaben angeht. So hatte er bereits bei der Gruppengründung am Montag erklärt: „Zuerst sollte ein Konzept erarbeitet werden und da wäre es schön, wenn sich noch 3 bis 4 Leute finden würden die das ganze ernsthaft mit mir angehen.“ Dieses Team steht bereits – und zwar, wie Björn Schäfer berichtet, „keine Viertelstunde nach dem Aufruf.“ Neben einem Fachmann aus der Baubranche, der sich somit auch mit den erforderlichen Maschinen auskenne, gehören demnach zwei Biker, die jedes Wochenende in ganz Deutschland unterwegs sind und sich mit den Trails bestens auskennen, sowie ein Mitglied mit bürokratischer Erfahrung der Gruppe an. „Mit Sinn und Verstand und ohne zeitlichen Druck“ wolle man das Vorhaben angehen, betont der Initiator. Faktoren wie Parkplätze und Rettungszufahrten müssten bei der Suche nach einem alternativen Standort ebenso berücksichtigt werden wie die Bedürfnisse jeweiliger Eigentümer. Für die alternative Standortsuche gibt es in der Facebook-Gruppe „Interessengemeinschaft Bikepark Laasphe“ generell einen eigenen Beitrag, im Rahmen dessen Ideen gesammelt werden können. Beteiligen kann sich im Übrigen jeder – die Gruppe ist öffentlich.

Mit diesem eigens für die Aktion entworfenen Logo wollen die Bikepark-Freunde nicht nur in den sozialen Netzwerken für ihr Anliegen werben.
  • Mit diesem eigens für die Aktion entworfenen Logo wollen die Bikepark-Freunde nicht nur in den sozialen Netzwerken für ihr Anliegen werben.
  • Foto: privat
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Von eben dieser Öffentlichkeit erhofft sich Björn Schäfer auch eine Signalwirkung auf politischer Ebene. Denn im Zuge der Projektentwicklung habe er an gewissen Stellen bisher den nötigen Enthusiasmus beziehungsweise das ernsthafte Bemühen vermisst, das Vorhaben als Prestigeobjekt voranzubringen. So hätte er sich gewünscht, dass die hiesige Bikerszene mehr mit eingebunden worden wäre. Zudem hätte es seinen Informationen zufolge bei einem erfolgten Spatenstich sogar die Möglichkeit gegeben, eine Förderung mit Leader-Mitteln zu beantragen.

Bikepark in Bad Laasphe: Stadt äußert sich im Laufe des Freitags

Aber: „Die Politik wird wacher“, so der Eindruck des Banfers. Aus persönlichen Gesprächen mit Stadtratsmitgliedern entnehme er eine gewisse positive Grundstimmung. Auch dass die CDU Bad Laasphe auf ihrem Instagram-Kanal das eigens für die Aktion entworfene Logo für die Errichtung eines alternativen Bikeparks geteilt habe, wertet Schäfer als erfreuliches Zeichen.

Grundsätzlich sitze man ja sowieso im selben Boot. „Wir möchten die ganze Sache gemeinsam mit der Stadt anpacken und hoffen sehr, dass man sich dort unserem Konzept gegenüber aufgeschlossen zeigt. Denn schließlich haben wir alle dasselbe Ziel: ein touristisches Highlight für die Region“. Beispiele wie Winterberg, Willingen oder auch kleinere Trails in der Umgebung würden zeigen, welche Magnetwirkung eine solche Freizeitanlage mit sich bringe. Für den 45-Jährigen ist deshalb jetzt die Zeit des Handelns gekommen: „Packen wir’s an“, so Björn Schäfer.

Die Stadt Bad Laasphe hat ihrerseits gegenüber der SZ auf Anfrage eine Stellungnahme und Darstellung der Situation aus Sicht der Verwaltung für Freitag angekündigt.

Hoch hinaus wollen die Mountainbiker rund um Björn Schäfer aus Banfe auch weiterhin. Deshalb geben sie ihren Traum von einem Bikepark in Bad Laasphe nicht auf und werden nun selbst aktiv.
Mit diesem eigens für die Aktion entworfenen Logo wollen die Bikepark-Freunde nicht nur in den sozialen Netzwerken für ihr Anliegen werben.
Autor:

Lars Lenneper

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