Dorfgemeinschaftsverein profitiert von Leader-Förderung
Neuer Dorfbrunnen in Oberndorf

Ortsvorsteher Dietmar Stiller (l.) und Wieland Leukel, Pressewart des Dorfgemeinschaftsvereins, sind sich beide einig: Der neue Dorfbrunnen, der auf dem Platz in der Dorfmitte steht, verschönert Oberndorf.
  • Ortsvorsteher Dietmar Stiller (l.) und Wieland Leukel, Pressewart des Dorfgemeinschaftsvereins, sind sich beide einig: Der neue Dorfbrunnen, der auf dem Platz in der Dorfmitte steht, verschönert Oberndorf.
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ako Oberndorf. Wenn Geschichte lebendig wird: In der Historie von Oberndorf tauchen immer wieder Erzählungen auf, die von einer Furt oder einem Dorfbrunnen berichten, aus dem das Wasser für die verschiedensten Zwecke entnommen werden konnte – zum Beispiel zur Kühlung von Lebensmitteln oder zum Tränken von Tieren. Der Vorstand des Dorfgemeinschaftsvereins nahm diese Überlieferungen zum Anstoß, die Dorfmitte tatsächlich mit einem neuen Dorfbrunnen auszustatten – und profitierte bei der Umsetzung des Projekts von Fördergeldern.

Neuer Brunnen erleichtert die Pflege

Im vergangenen Frühjahr hatten der Vereinsvorstand und Ortsvorsteher Dietmar Stiller, ebenfalls Vorstandsmitglied, im Rahmen der Kleinprojekte-Förderung der Leader-Region Wittgenstein einen Projektantrag gestellt und kurze Zeit später auch die Förderzusage erhalten. Die Umsetzung der Idee hatte nicht nur die Verschönerung der Ortsmitte zum Anlass, sondern allen voran einen pragmatischen Hintergrund.

Im Sommer zieren mehrere Blumenkästen die „gemütliche Sitzecke“ der Dorfmitte sowie die naheliegende Brücke über dem Oberndorfer Bach. Um die Blumen gießen zu können, musste ein Ehrenamtlicher des Vereins Wasser aus dem Bach holen – auf Dauer sei das aber sehr „umständlich“ gewesen, erklärte Dietmar Stiller. Der Verein und der Ortsvorsteher entschieden sich deshalb dazu, die Idee eines neuen Brunnens in die Tat umzusetzen.

Brunnenbecken aus serbischem Granitstein

Nach dem positiven Förder-Bescheid wurde folglich eine Arbeitsgruppe um Projektleiter Wieland Leukel, Pressewart des Dorfgemeinschaftsvereins, gebildet und in mehreren Meetings ein Konzept für den neuen Dorfbrunnen erarbeitet. „So ein kleiner Brunnen bringt mehr Aufwand mit sich, als man vielleicht meinen mag“, sagte Wieland Leukel. Denn neben der Frage nach einem geeigneten Standort musste auch ein Durchgang zum Oberndorfer Bach hergestellt werden – doch mit vereinten Kräften gingen die Vereinsmitglieder das Projekt an.

Im August lieferte eine Firma aus Bayern das Brunnenbecken aus Naturstein, genauer gesagt serbischem Granitstein. Nachdem der Verein den exakten Standort festgelegt hatte, begannen die eigentlichen Bauarbeiten. So mussten die freiwilligen Helfer unter anderem die Pflastersteine aufnehmen, die Bachposition aufbereiten und die Saugleitung verlegen. In einem zweiten Schritt wurden die Anschlüsse verlegt. Abschließend wurde die Pumpe eingesetzt und der Brunnen montiert. „Es waren genau drei Arbeitsschritte“, erklärte Wieland Leukel. Unterstützt wurde der Dorfgemeinschaftsverein bei der Installation des Dorfnbrunnens auch von der heimischen Firma Rothenpieler Sanitär.

Eine Pumpe ohne Verletzungsrisiko

Von der Genehmigung des Projekts im Mai bis zur Fertiggstellung des neuen Dorfbrunnens im September hat es laut Dietmar Stiller etwas mehr als vier Monate gedauert. Die Kosten belaufen sich auf etwa 4500 Euro, der Dorfgemeinschaftsverein trägt einen Eigenanteil von 20 Prozent. Genutzt wird der neue Dorfbrunnen in der kalten Jahreszeit aber nicht, nur im Frühjahr und Sommer. „So einen Brunnen gab es vorher noch nicht. Das ist auch keine gewöhnliche Schwengelpumpe. Das ist eine Pumpe, wo kein Verletzungsrisiko besteht“, betonte der Ortsvorsteher.

Energiesparsame Beleuchtung am Weihnachtsbaum

Bei den Oberndorfern komme der neue Dorfbrunnen dem Vereinsvorstand zufolge gut an. Ein Beleg dafür war auch das große Brunnenfest, das Anfang Oktober stattfand. „Über den Tag waren um die 150 Menschen aus dem Dorf aber auch Nachbarorten da“, freute sich Dietmar Stiller rückblickend. Gegenwärtig stellt die Stadt auf dem Platz in der Dorfmitte neben dem Brunnen den diesjährige Weihnachtsbaum auf. Die neue, „energiesparsame“ LED-Beleuchtung hat der Dorfgemeinschaftsverein finanziert, der bereits weitere Projekte in Aussicht hat: „Wir möchten den Dorfplatz natürlich noch weiter aufwerten. Ideen haben wir genug. Noch ist aber nichts spruchreif“, betonte Dietmar Stiller.

Autor:

Alexander Kollek

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