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Keine einfache Fortschreibung
Neues Konzept für Laaspher Einzelhandel

Das Einzelhandelskonzept von vor Jahren soll nicht fortgeschrieben werden. Stattdessen will die Politik ein neues Konzept mit zahlreichen zu berücksichtigenden Punkten haben. Auch die Ortschaften sollen einbezogen werden.
  • Das Einzelhandelskonzept von vor Jahren soll nicht fortgeschrieben werden. Stattdessen will die Politik ein neues Konzept mit zahlreichen zu berücksichtigenden Punkten haben. Auch die Ortschaften sollen einbezogen werden.
  • Foto: Holger Weber
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

howe Bad Laasphe. Das Bad Laaspher Einzelhandelskonzept soll nicht – wie von der Verwaltung vorgeschlagen – fortgeschrieben, sondern komplett neu definiert werden. Dafür sollen die Fraktionen den Sachverhalt zunächst intensiv beraten und das Thema erst im kommenden Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Digitales und Kultur besprechen. Am Dienstagabend vertagte das Gremium den Tagesordnungspunkt, gab aber eine klare Richtung vor. Otto Wunderlich (SPD) forderte ein „komplett neues Einzelhandelsgutachten“ – schon allein, weil viele Punkte zu berücksichtigen seien, die eine Rolle spielten. Neben den Fragen des Einzelhandels seien dies die Stadtentwicklung und ein Verkehrsentwicklungsplan.
"Ich möchte meine Kleinstadt nicht als Stadt ohne Leben sehen.

howe Bad Laasphe. Das Bad Laaspher Einzelhandelskonzept soll nicht – wie von der Verwaltung vorgeschlagen – fortgeschrieben, sondern komplett neu definiert werden. Dafür sollen die Fraktionen den Sachverhalt zunächst intensiv beraten und das Thema erst im kommenden Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Digitales und Kultur besprechen. Am Dienstagabend vertagte das Gremium den Tagesordnungspunkt, gab aber eine klare Richtung vor. Otto Wunderlich (SPD) forderte ein „komplett neues Einzelhandelsgutachten“ – schon allein, weil viele Punkte zu berücksichtigen seien, die eine Rolle spielten. Neben den Fragen des Einzelhandels seien dies die Stadtentwicklung und ein Verkehrsentwicklungsplan.

"Ich möchte meine Kleinstadt nicht als Stadt ohne Leben sehen."
Otto Wunderlich
SPD-Ausschussmitglied

„Hier gibt es sehr hohen Klärungsbedarf.“ Mit der Thematik einher gehe etwa der Neubau der Bundesstraße 62 in mehr als fünf Bauabschnitten über einen Zeitraum von 10 Jahren. Otto Wunderlich: „Ich möchte meine Kleinstadt nicht als Stadt ohne Leben sehen.“ Eine Erweiterung der Industrie- und Gewerbeflächen Richtung Niederlaasphe sei anzudenken, ebenso sei die Entwicklung der Alstadt wichtig. „Auch in der Königstraße gibt es viele Ansätze, dass man in der Altstadt was machen kann und muss.“ Markus Schmidt konstatierte für die FRAKTION, dass man „nach langen Jahren der Konzeptlosigkeit“ mit der Angelegenheit klarkommen müsse. Und da frage er sich, warum man überhaupt davon spreche, das Konzept fortschreiben zu wollen. Ob da vielleicht ein Zusammenhang zu dem geplanten Netto-Markt bestehe?

Die Frage nach der Richtung

„Kann man von Fortschreibung sprechen, nachdem das Konzept jahrelang in der Schublade gammelte“, so Markus Schmidt. Wenn man das Einzelhandelskonzept alle zwei Jahre fortschreibe, ergebe es Sinn. Werner Oder (FDP) beantragte schließlich, die Fortschreibung des Einzelhandels von der Tagesordnung zu nehmen, zurückzustellen und zunächst in die Fraktionen zu gehen. „Der Zeitpunkt ist für mich fraglich“, kritisierte der Freidemokrat. „Wir haben ja noch den Netto-Markt.“ Und da müsse erst einmal Klarheit darüber herrschen, „in welche Richtung wir wollen.“ Die beiden früheren Konzepte, wusste Werner Oder, hätten jeweils 40 000 Euro gekostet.

Dinge "komplett betrachten"

„Ich würde gerne Ziele formuliert haben zur Umgestaltung der Altstadt, zur Aufenthaltsqualität der B 62, Radwegen, Parkplätzen und so weiter.“ Eine einfache Fortschreibung halte er für sinnlos. Der Meinung schloss sich CDU-Fraktionschef Günter Wagner an, der sich ebenfalls für eine „Neuschreibung“ des Konzepts aussprach. Außerdem müssten die Dinge „komplett betrachtet werden“. Und da gebe er den Vorrednern durchaus Recht. Anne Bade von Bündnis 90/Die Grünen erinnerte an die Ortsteile, die in so ein Konzept einbezogen werden müssten.

Nachhaltigkeit gewünscht

Und die Pandemiezeit habe gezeigt, dass sich das Einkaufsverhalten der Leute geändert habe. „Wir wollen nachhaltig kaufen und einkaufen.“ Die Menschen würden mehr über ihren Konsum nachdenken. Das habe die Pandemie deutlich gezeigt und müsse in dem Einzelhandelskonzept berücksichtigt werden. Die Fraktionen gehen jetzt also erst einmal „in medias res“ und besprechen sich, welche Aspekte für ein stichhaltiges Einzelhandelskonzept alles relevant sind.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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