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Was ist draus geworden?
OGS-Erweiterung lässt auf sich warten

Auf dem Schulhof der Grundschule in Niederlaasphe soll künftig ein Container stehen. Dieser soll als Erweiterung für den OGS-Betrieb am Teilstandort der Grundschule Bad Laasphe dienen.
  • Auf dem Schulhof der Grundschule in Niederlaasphe soll künftig ein Container stehen. Dieser soll als Erweiterung für den OGS-Betrieb am Teilstandort der Grundschule Bad Laasphe dienen.
  • Foto: Timo Karl
  • hochgeladen von Alexander Kollek

tika Niederlaasphe. Im Haushalt 2018 war sie vorgesehen, im Haushalt 2019 ebenfalls – und auch in diesem Jahr ist die Erweiterung des OGS-Standortes Niederlaasphe geplant gewesen. Der Teilstandort der Grundschule Bad Laasphe benötigt dringend eine Erweiterung, der Bedarf an dem Angebot war in den vergangenen Jahren immer weiter gewachsen. Insgesamt 100 000 Euro hatte die Stadt Bad Laasphe dafür im Plan für die sogenannte investive Maßnahme vorgesehen, der Rat hatte die Maßnahme abgesegnet – ebenso wie die Übertragung der finanziellen Mittel jeweils ins folgende Jahr.
Vor einigen Wochen hatte die Stadt Bad Laasphe auf Anfrage der Siegener Zeitung erklärt, dass sich das Vorhaben in der „internen Bearbeitung“ befinde. Und was ist draus geworden?

tika Niederlaasphe. Im Haushalt 2018 war sie vorgesehen, im Haushalt 2019 ebenfalls – und auch in diesem Jahr ist die Erweiterung des OGS-Standortes Niederlaasphe geplant gewesen. Der Teilstandort der Grundschule Bad Laasphe benötigt dringend eine Erweiterung, der Bedarf an dem Angebot war in den vergangenen Jahren immer weiter gewachsen. Insgesamt 100 000 Euro hatte die Stadt Bad Laasphe dafür im Plan für die sogenannte investive Maßnahme vorgesehen, der Rat hatte die Maßnahme abgesegnet – ebenso wie die Übertragung der finanziellen Mittel jeweils ins folgende Jahr.
Vor einigen Wochen hatte die Stadt Bad Laasphe auf Anfrage der Siegener Zeitung erklärt, dass sich das Vorhaben in der „internen Bearbeitung“ befinde. Und was ist draus geworden?
Bislang warten die Schule und auch die Ortsvorsteherin vergeblich auf den Anbau. „Man wird immer wieder vertröstet“, haderte Waltraud Schäfer im SZ-Gespräch. Die Ortsvorsteherin von Niederlaasphe war einigermaßen enttäuscht von der Stagnation des Prozesses. „Ursprünglich sollte es mal ein Anbau sein, inzwischen ist nur noch eine Containerlösung möglich, weil ein Anbau zu teuer ist“, erinnerte sich die Ortsvorsteherin. Doch darauf zielte ihre Kritik nicht ab: „Sowohl die Schulleitung als auch ich sind ja damit einverstanden. Aber ich bin ungeduldig – und die Schule ist es auch. Viele haben schon den Glauben daran verloren, dass aus der Erweiterung überhaupt noch etwas wird.“ Schon mehrfach habe sie sich als Ratsmitglied dafür eingesetzt, dass eine Mittelübertragung ins nächste Jahr erfolge, „nach der Wahl im September bin ich aber nicht mehr im Rat“, erklärte Waltraud Schäfer vielsagend. Das Projekt allerdings soll damit keinesfalls passé sein.
„Ich dachte immer, dass sich die Lösung mit dem Container schnell realisieren lässt. Aber das ist offenbar nicht der Fall“, haderte die Sozialdemokratin. Dabei sei – mehr denn je durch die Corona-Pandemie – Eile geboten. „Gerade beim Mittagessen wird es eng. Und dies ist in der momentanen Situation nun wirklich nicht gewünscht“, wusste die Niederlaaspherin.
Die Stadt Bad Laasphe bekräftigte auf Anfrage der Siegener Zeitung, dass eine Umsetzung der OGS-Erweiterung weiterhin geplant ist. „Geplant ist, die Erweiterung des OGS-Standortes Niederlaasphe noch in diesem Jahr zu realisieren“, erklärte Pressesprecherin Ann Kathrin Müsse nach Rücksprache mit den entsprechenden Fachabteilungen Bauen/Planen (Gebäudemanagement) sowie Familien, Soziales und Sport. Im neuen Schuljahr 2020/2021 sind demnach 35 Kinder für den OGS-Betrieb angemeldet. „Die Erweiterung soll ein zusätzliches Raumangebot schaffen, um die Betreuungssituation räumlich zu entzerren und den Bedürfnissen der Kinder so noch besser gerecht werden zu können“, berichtete Ann Kathrin Müsse.
Dass es bislang noch nicht zu einer Umsetzung gekommen ist, sei auf mehrere Faktoren zurück zu führen. In den vergangenen Monaten sei nach einer finanzierbaren Lösung gesucht worden. „Dafür wurden mehrere möglichen Varianten einer Kosten- und Nutzenbetrachtung unterzogen. Die Entscheidung fiel letztlich auf eine Containerlösung“, erklärte die Pressesprecherin der Stadt Bad Laasphe. Dass bislang noch keine Realisierung dieser Lösung erfolgt sei, hänge vor allem mit Corona zusammen: „Wie viele andere Maßnahmen, musste auch die OGS-Erweiterung zeitweise verschoben werden, da die personellen Ressourcen zur entsprechenden Vorbereitung nicht vorhanden waren“, erklärte Ann Kathrin Müsse.
Einerseits seien die Mitarbeiter der Stadtverwaltung gezwungen gewesen, ihren Aufgabenschwerpunkt zu verlagern und etwa „die Erfüllung der neuen, umfassenden Hygieneauflagen, die sich aus den Coronaschutzverordnungen ergaben, umzusetzen. Andererseits standen gerade überregional viele Handwerker- und Dienstleistungen in den letzten Wochen und Monaten nicht zur Verfügung“, rechtfertigte die Pressesprecherin die Verzögerungen.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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