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Neue Schneekanone für Hesselbach
Ohne Beschneiung geht es in diesen Gefilden nicht

Wie die neue TF10-Schneekanone des SV Oberes Banfetal funktioniert, erklärte Günter Gerhardt (M.) am Dienstag den Gästen, zu denen auch Vertreter des Lions-Clubs Wittgenstein gehörten, die 5000 Euro zur Anschaffung beisteuerten. Foto: Björn Weyand
  • Wie die neue TF10-Schneekanone des SV Oberes Banfetal funktioniert, erklärte Günter Gerhardt (M.) am Dienstag den Gästen, zu denen auch Vertreter des Lions-Clubs Wittgenstein gehörten, die 5000 Euro zur Anschaffung beisteuerten. Foto: Björn Weyand
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bw Hesselbach. Im Januar 1987 war es, genau gesagt in der Nacht vom 7. auf den 8. Januar, als in Hesselbach der Gletscher zum ersten Mal technisch beschneit wurde. „Da wussten sie in Winterberg noch nicht, wie das Wort Schneekanone überhaupt geschrieben wird“, meinte Günter Gerhardt mit einem Augenzwinkern. Gut 30 Jahre später erreicht die Herstellung des weißen Untergrunds für den Wintersport in Hesselbach ein neues technisches Niveau: Am Dienstag stellte der SV Oberes Banfetal die neue TF10-Schneekanone vor, hergestellt vom Weltmarktführer Techno Alpin.

Als die Hesselbacher vor über drei Jahrzehnten mit der Schneeproduktion anfingen, da sei Klimawandel noch ein Fremdwort gewesen, erinnerte Günter Gerhardt.

bw Hesselbach. Im Januar 1987 war es, genau gesagt in der Nacht vom 7. auf den 8. Januar, als in Hesselbach der Gletscher zum ersten Mal technisch beschneit wurde. „Da wussten sie in Winterberg noch nicht, wie das Wort Schneekanone überhaupt geschrieben wird“, meinte Günter Gerhardt mit einem Augenzwinkern. Gut 30 Jahre später erreicht die Herstellung des weißen Untergrunds für den Wintersport in Hesselbach ein neues technisches Niveau: Am Dienstag stellte der SV Oberes Banfetal die neue TF10-Schneekanone vor, hergestellt vom Weltmarktführer Techno Alpin.

Als die Hesselbacher vor über drei Jahrzehnten mit der Schneeproduktion anfingen, da sei Klimawandel noch ein Fremdwort gewesen, erinnerte Günter Gerhardt. Der Klimawandel lasse sich freilich heute nicht mehr leugnen: „Ohne die technische Beschneiung würden viele Kinder aus dieser Gegend den Hesselbacher Gletscher möglicherweise nur aus Erzählungen ihrer Großeltern kennen“, betonte der langjährige Vorsitzende, „und ich gehe noch einen Schritt weiter: Er wäre heute wahrscheinlich wieder zugewachsen.“ Soll heißen: Die technische Beschneiung ist unabdingbar, um in den heimischen Gefilden gesichert Wintersport anbieten zu können. Technischer Schnee besteht aus Wasser und Luft, erzeugt werden kann er im Idealfall bei geringer Luftfeuchtigkeit und Minustemperaturen. Je trockener die Luft, desto besser ist es für die Schneeherstellung.

Bisher lief das in Hesselbach mit Geräten der Marke Eigenbau, für die selbst von Hersteller Techno Alpin allergrößter Respekt aufgebracht worden sei. „Sie sagen zu uns: Bei euch ist sowieso alles anders“, berichtete Günter Gerhardt. Die neue TF10Schneekanone „ist eines der modernsten und leistungsfähigsten Modelle“, erklärte Günter Gerhardt. Das hat seinen Preis, es sind rund 30.000 Euro. Möglich war diese Anschaffung nur durch starke Unterstützung von Sponsoren und Spendern. Exemplarisch genannt sei an dieser Stelle eine 5000-Euro-Spende des Lions-Clubs Wittgenstein, die aus dem Erlös des jährlichen Adventskalenders zum Kauf der Schneekanone beigesteuert wurde. Günter Gerhardt bedankte sich aber nicht nur bei den Geldgebern, sondern auch beim Kreis. Ein Dank ging auch an das Technik-Team mit Marcel Wick, Oliver Fuchs, Jörg Dietrich, Sebastian Grebe, Stefan Dietrich, Hartmut Grebe, Horst-Hermann Gessner und Nico Taubenhofer sowie viele andere. „Der Erfahrungsschatz der vergangenen Jahre hat uns schon viele Euros gespart“, freute sich Günter Gerhardt.

So kann der Winter in Hesselbach kommen, die Kanone steht bereit für die technische Beschneiung. Natürlich steht dann auch der Zauberteppich, das Förderband für das Hinauffahren auf der Skipiste, wieder zur Verfügung. Hier hatte das Leader-Programm für die Anschaffung ja Pate gestanden (die SZ berichtete). Dass der SVO hier zurecht bedacht werde, fand Gordon Kämmerling vom Lions-Club: Das Angebot der Kinderskischule sei ein Traum für die Region, denn so müssten Kinder nicht bis nach Winterberg fahren, um das Skifahren lernen zu können.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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