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Oberer Feldhain in Banfe
Option einer Minimal-Lösung nicht vom Tisch

Markus Schmidt ist neuer Fraktionschef der „Fraktion“ im Laaspher Rat. Er befürwortet eine Minimal-Lösung für den Oberen Feldhain.
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sz/howe Banfe. Als Banfer Bürger hat Markus Schmidt natürlich an „seinen“ Straßen ein besonderes Interesse. So ärgerte sich der baupolitische Sprecher der „Fraktion“ der „Partei“ im Umwelt-, Bau- und Denkmalausschuss, zugleich seit einigen Tagen sogar Fraktionsvorsitzender, über die Mitteilungsvorlage zum kommenden Bauausschuss in Sachen „Oberer Feldhain“. Gemeinsam mit dem Gutachter aus Siegen sowie Marcus Winkeler und Achim Schneider vom Bauamt der Stadt, Günter Wagner von der CDU-Fraktion, Björn Strackbein von der SPD und Klaus Preis (FDP) schaute sich Markus Schmidt am 11. Mai die Straße vor Ort an.

„Zunächst einmal verwundert mich der Umstand, dass das Gutachten nicht öffentlich zugänglich ins Ratsinformationssystem eingestellt wurde.

sz/howe Banfe. Als Banfer Bürger hat Markus Schmidt natürlich an „seinen“ Straßen ein besonderes Interesse. So ärgerte sich der baupolitische Sprecher der „Fraktion“ der „Partei“ im Umwelt-, Bau- und Denkmalausschuss, zugleich seit einigen Tagen sogar Fraktionsvorsitzender, über die Mitteilungsvorlage zum kommenden Bauausschuss in Sachen „Oberer Feldhain“. Gemeinsam mit dem Gutachter aus Siegen sowie Marcus Winkeler und Achim Schneider vom Bauamt der Stadt, Günter Wagner von der CDU-Fraktion, Björn Strackbein von der SPD und Klaus Preis (FDP) schaute sich Markus Schmidt am 11. Mai die Straße vor Ort an.

„Zunächst einmal verwundert mich der Umstand, dass das Gutachten nicht öffentlich zugänglich ins Ratsinformationssystem eingestellt wurde. Ich kann beim besten Willen inhaltlich nichts erkennen, was einer vollumfänglichen Transparenz entgegenstehen könnte“, so der Fraktionschef der „Fraktion“.

Ortsvorsteher ärgert sich über Ergebnis des Gutachtens

„Enttäuscht bin ich vom Aufbau des Gutachtens, das zu allgemein gehalten ist. Argumentationslinie und Schlussfolgerungen lassen die sehr differenzierte Betrachtung vor Ort, den unmittelbaren Vergleich zur vorher in Augenschein genommenen Straße Obere Weide in Rückershausen sowie die besonderen Aspekte für den Oberen Feldhain außer Acht, deretwegen der Termin mit gutachterlicher Begleitung überhaupt von den Fraktionen gewünscht worden war.“ Da sei zuvorderst die derzeitige Situation beim KAG, die bei Vollausbaumaßnahmen vor dem Hintergrund einer allgemeinen Teuerung aufgrund Inflation, Fachkräftemangel und vollen Auftragsbüchern der Fachunternehmen zu exorbitanten Kosten für die Anwohner führe.

Oberer Feldhain in Banfe: Wird das KAG gekippt?

Markus Schmidt gegenüber der SZ: „Das Thema wird noch heißer, weil das Moratorium in Bad Laasphe ausläuft.“ Und wenn sich im Mai die Landesregierung ändern sollte, würde das KAG sicher auch gekippt. Im Oberen Feldhain in Banfe habe man die Situation, dass die Erdverlegung von Versorgungsleitungen wie Strom oder Breitband voraussichtlich erst in einigen Jahren vorgenommen werden könne und dann die Straße erneut tief aufgerissen werden müsse.

Das Thema wird noch heißer, weil das Moratorium in Bad Laasphe ausläuft.
Markus Schmidt
Vorsitzender der „Fraktion“

„Die anwesenden Vertreter der Fraktionen waren sich darin einig, dass man den Anwohnern neben dem Vollausbau auch die Option einer Minimal-Lösung vorstellen möchte.“ Diese sähe vor, auf ein vollständiges Abfräsen der jetzigen, kaputten Deckschicht zu verzichten und stattdessen nach Herstellung eines Profilausgleichs eine neue Trag-/Deckschicht obendrauf zu setzen. Unter Inkaufnahme des Risikos, dass die Deckschicht möglicherweise keine 20 Jahre halten wird, sondern diese vielleicht schon nach zehn Jahren wieder erneuert werden muss. Und im Wissen darum, dass ein ausführendes Unternehmen wahrscheinlich keine umfangreiche Gewährleistung geben werde. „Dafür jedoch mit dem Vorteil einer kürzeren Bauphase, wesentlich geringeren Kosten und Anwohner-Beteiligungen als im Vollausbau und mit der Chance, dass das KAG zum Zeitpunkt eines späteren und irgendwann unausweichlichen Vollausbaus vielleicht zum Vorteil von Anliegern reformiert oder sogar abgeschafft ist.“ Zudem eröffne sich die Perspektive für eine Integration der Erdverlegung von Versorgungsleitungen in die „große Maßnahme“.

Oberer Feldhain in Banfe: Transparentes Verfahren gefordert

Markus Schmidt weiß: Natürlich könne ein Experte nicht uneingeschränkt zu einer – überspitzt gesagt – „technisch unvollständigen und vorläufigen“ Lösung zuraten. „Aber ich hätte schon eine differenziertere Einschätzung erwartet, ob eine solche Variante unter Inkaufnahme eines gewissen Risikos einen Versuch wert sein könnte oder vollkommen unverantwortlich wäre.“

Da die Überlegungen der beteiligten politischen Vertreter durch den Gutachter weder vor Ort noch im Gutachten in die Nähe von Hirngespinsten gerückt worden sei, spreche sich die „Fraktion“ für eine planerische Weiterverfolgung der kleinen Variante aus. Das Ganze mache jedoch nur Sinn, wenn alle Akteure – also Politik, Bauamt und Anlieger – mehrheitlich Bereitschaft signalisieren, Risiko und Chancen gemeinsam und im Rahmen eines von Beginn an transparenten Verfahrens zu tragen, so Markus Schmidt.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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