Organisatorin ist optimistisch: »Keine Einzelgeschichte«

Laaspher Gesundheitstage bald in regelmäßigen Abständen?

tk Bad Laasphe. Sebastian Kneipp – dieser Name steht für Gesundheit und Wohlbefinden. Wie es sich für eine echte Kurstadt gehört, ist auch in Bad Laasphe ein Kneipp-Verein ansässig. Gemeinsam mit der Tourismus-, Kur- und Stadtentwicklungs-GmbH, kurz TKS, richtete dieser am Wochenende Gesundheitstage im Haus des Gastes aus. Das besondere daran, die Besucher erhielten nicht nur Antworten auf alle denkbaren medizinischen Fragen, sondern konnten an fast jedem Stand etwas ausprobieren. Laaspher DRK und Malteser boten beispielsweise Blutdruckmessungen an. Die schwierige Sturzhelmabnahme nach einem Unfall konnte genau wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung an einem so genannten »Phantom« ausprobiert werden.

Gestützt auf die fünf Kneipp-Säulen

Auch die beiden Laaspher Kliniken – am Schlossberg und in der Emmaburg – waren mit Informationsständen vertreten. Die Organisatoren waren mit dem Verlauf der Gesundheitstage mehr als zufrieden. Evelyn Benner, Geschäftsführerin der TKS, sagte, das Ziel der Veranstaltung sei, die Kneippsche Lehre mit aktuellen Trends zu verbinden. Keineswegs stehe die traditionelle Therapie nur für Wassertretbecken. Dementsprechend biete man ein breites Spektrum passend zu den fünf Säulen der Kneippschen Therapie an. Diese seien: Ernährung, Bewegung, Kräuter, Wassertherapie und seelisches Gleichgewicht.

»Es geht um die Sache, nichts ums Geld«

In der Tat fand man nicht eine Ecke im Haus des Gastes, die nicht zur Information genutzt wurde. Wie der Vorsitzende des Kneippvereins, Kurt-Manfred Schäfer, noch einmal betonte, ging es bei den Laaspher Gesundheitstagen nicht ums Geld, sondern um die Sache. Es gab kostenlose Sehtests und Haut-Untersuchungen zu deren Fett- und Feuchtigkeitsgehalt. Besonders großen Zuspruch fanden etwas außergewöhnlichere Methoden der Heilung: etwa eine Jahrtausende alte Heilkunst aus Tibet, die Klangmassage. Dabei wurden Klangschalen auf den Körper gelegt und angeschlagen. Ton und Schwingungen dieser Klangschalen mobilisierten Selbstheilungskräfte und lösten Spannungen. Das Ganze eine Behandlung für Patienten, die unter Stress stehen und seelisch unausgeglichen sind.

Gottesdienst im Haus des Gastes

Viele der rund 800 Besucher waren wegen den Vorträgen verschiedener Ärzte gekommen. Je 120 Zuhörer fanden sich im großen Saal ein, um den Medizinern auch Fragen zu stellen, die ausführlich beantwortet wurden. Dr. Frank Hartung informierte über die Hydro- und Bewegungstherapie, zwei Aspekte des Kneippschen Fünf-Säulen-Programms. Weitere Vorträge hielten die Ärzte Christian Schering (Kardiologe), Matthias Theiß (Urologe) und Arno Sellmann (Chirurg und Sportmediziner). In Anbetracht der Tatsache, dass Kneipp selbst Pastor war, wurde der morgendliche Sonntags-Gottesdienst ebenfalls ins Haus des Gastes verlegt. Pfarrer Dieter Kuhli begrüßte hier mehr als 80 Zuhörer.

Fahrstunden im Rollstuhl mit Prüfung

Menschen, die ihre Beine problemlos bewegen können, haben oftmals keine Vorstellung davon, wie schwer es ist, Hindernisse mit einem Rollstuhl zu bewältigen. Wolfgang Henkel bot deshalb Interessierten die Möglichkeit, einen Parcours mit einem Rollstuhl zu durchfahren. Hauptsächlich nutzten Kinder diese Chance. Mit reichlich neuen Erfahrungen und dem Rollstuhl-Führerschein in der Hand zeigten sich diese Fahrschüler sehr erstaunt darüber, wie schwer es ist, zum Beispiel einen Bordstein auf Rädern zu überwinden. Es bleibt zu hoffen, dass dies nicht die letzten Gesundheitstage in der Lahnstadt waren. Evelyn Benner zeigte sich schon mal sehr optimistisch, dass die Veranstaltung keine »Einzelgeschichte« bleibt und in regelmäßigen Abständen wiederholt wird.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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