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Oberer Feldhain in Banfe
Ortsvorsteher ärgert sich über Ergebnis des Gutachtens

Die schmale Banfer Anwohnerstraße „Oberer Feldhain“ kann nur mit einem Fahrzeug angefahren werden. Drehen ist hier nicht möglich, Fahrzeuge müssen rückwärts ausfahren.
  • Die schmale Banfer Anwohnerstraße „Oberer Feldhain“ kann nur mit einem Fahrzeug angefahren werden. Drehen ist hier nicht möglich, Fahrzeuge müssen rückwärts ausfahren.
  • Foto: Holger Weber
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howe Banfe. Mit Verlaub: Der Obere Feldhain in Banfe ist eine Anliegerstraße, an der man heutzutage gar nicht wohnen wollte. Die Grundstücke stehen am steilen Hang, die Wiesen der Leute sind nur beschwerlich mit dem Rasenmäher oder der Sense zu bearbeiten. Ganz zu schweigen vom Erreichen der Häuser: Etliche Stufen müssen erst hinauf gekraxelt werden, um an die Haustüren zu gelangen. Die Zufahrten mit dem Pkw sind derart eng, dass die Leute geradeaus den Oberen Feldhain anfahren und rückwärts wieder hinausfahren. Drehen kann man nicht.

Die Straße endet in einer Sackgasse, weil sie in einen schmalen Feldweg mündet, der nur mit einem Traktor zu befahren ist. Einen Vorteil hat der Feldhain: Hier sagen sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“.

howe Banfe. Mit Verlaub: Der Obere Feldhain in Banfe ist eine Anliegerstraße, an der man heutzutage gar nicht wohnen wollte. Die Grundstücke stehen am steilen Hang, die Wiesen der Leute sind nur beschwerlich mit dem Rasenmäher oder der Sense zu bearbeiten. Ganz zu schweigen vom Erreichen der Häuser: Etliche Stufen müssen erst hinauf gekraxelt werden, um an die Haustüren zu gelangen. Die Zufahrten mit dem Pkw sind derart eng, dass die Leute geradeaus den Oberen Feldhain anfahren und rückwärts wieder hinausfahren. Drehen kann man nicht.

Die Straße endet in einer Sackgasse, weil sie in einen schmalen Feldweg mündet, der nur mit einem Traktor zu befahren ist. Einen Vorteil hat der Feldhain: Hier sagen sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“. Außer bei Briefträger und Müllabfuhr dreht sich so gut wie kein Rad. Und dennoch sieht der Asphalt inzwischen aus wie eine Schlaglochpiste.

Oberer Feldhain in Banfe: Moratorium mehrfach verlängert

Zweifelsohne: Das schmale Sträßchen muss neu gemacht werden. Allerdings hatten Politik und Verwaltung vor einigen Jahren – inmitten der Diskussion um die sogenannten KAG-Beiträge – die Banfer Straße auf Eis gelegt. Während der Zug am Sasselberg in Feudingen längst abgefahren und die Vergabe dort für die KAG-Maßnahme erfolgt war, trat man in Banfe wohlweislich auf die Bremse. Der Obere Feldhain wurde Bestandteil des inzwischen mehrfach verlängerten Moratoriums, das dazu genutzt werden sollte, nach Alternativen zu suchen. Die FDP-Fraktion tat dies, demonstrierte anhand der „Oberen Weide“, dass eine reine Oberflächensanierung eine Straße durchaus mehr als 10 Jahre ertüchtigen kann. Also warum einen teuren Vollausbau mit allem Schnickschnack? Vielleicht, so der Gedanke der Freien Demokraten, müssten die Anlieger auch zur Kasse gebeten werden, aber bei einer Deckensanierung nicht in dem Maße wie beim Vollausbau. Die Mühle kam in Gang: Die Politik schaute sich vor Ort den Oberen Feldhain an, ein Gutachter warf einen Blick darauf. 

Und nun: Das Ergebnis liegt offenbar vor, denn die Stadtverwaltung präsentiert dem kommenden Umwelt-, Bau- und Denkmalausschuss eine Mitteilungsvorlage. Kurz und bündig heißt es darin: „Unter Bezugnahme auf die mündliche Anfrage in der Ratssitzung am 24. Juni 2021 wird in vorbezeichneter Angelegenheit folgender Sachstand mitgeteilt: In der gutachterlichen Stellungnahme vom 26. August 2021 stellt der Sachverständige zusammenfassend fest, dass die vorliegende Planung einen Ausbau an der unteren Grenze des bautechnisch vertretbaren und damit noch regelkonformen Ausführung darstellt. Der Sachverständige rät zudem von der Ausführung der betrachteten Varianten ab.“

Da stimmt doch was nicht. Das hier ist ein Witz.
Michael Ermert
Ortsvorsteher von Banfe

Das hat sich vor Ort für Michael Ermert aber ganz anders angehört. Das FDP-Ratsmitglied,  Ortsvorsteher von Banfe, hatte dem Gutachter beim Gespräch entnommen, dass eine Tragdeckschichtsanierung durchaus in Frage kommen könne. „Jetzt wird quasi der Vollausbau empfohlen.“ Michael Ermert fasst es nicht: „Eine Tragdeckschichtsanierung wäre vollkommen ausreichend für diese Straße. Zwar würden auch hier die Anlieger zur Kasse gebeten, aber das Ganze wäre günstiger.“ Stattdessen würden die bei der Ortsbesichtigung gemachten Vorschläge abgelehnt. „Da stimmt doch was nicht. Das hier ist ein Witz“, ärgert sich Michael Ermert. „Ich bin im Moment ein  bisschen ratlos.“ Zumal die Straße nicht besonders lang und die Zahl der direkten Anlieger eher gering ist.

Aber für den Oberen Feldhain zahlen auch die Anwohner des Unteren Feldhains. Deren ebenfalls recht steilen Grundstücke grenzen im oberen Bereich direkt an den Oberen Feldhain an. Deshalb sind sie zwar an den Kosten des Ausbaus dort beteiligt, haben aber faktisch überhaupt nichts davon. Das Gutachten liegt übrigens nur nicht-öffentlich vor.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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