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Ortsvorsteher in zweiter Generation
Pfiffige Idee für eine „Backhaus-Woche“

Das kleine Großenbach verfügt über eine sehr beeindruckende Infrastruktur an Backhäusern – deshalb ist es eine Idee, mittelfristig mal eine „Backhaus-Woche“ auszurichten. Eines der Häuschen ist das in 1849 erbaute „Stracke-Haus“, das von Dieter Wagener renoviert und überholt wurde.
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  • Das kleine Großenbach verfügt über eine sehr beeindruckende Infrastruktur an Backhäusern – deshalb ist es eine Idee, mittelfristig mal eine „Backhaus-Woche“ auszurichten. Eines der Häuschen ist das in 1849 erbaute „Stracke-Haus“, das von Dieter Wagener renoviert und überholt wurde.
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lh Großenbach. „Ich gucke morgens aus dem Fenster und sehe auf der Wiese direkt Hirsche und Rehe stehen – das ist für mich Luxus pur“, freut sich Ortsvorsteher Markus Dreisbach über die idyllische Lage, die die rund 25 Bewohner des Örtchens Großenbach jeden Tag genießen können. Besonders in Zeiten von Corona, als Freizeitangebote geschlossen waren, haben sich die Leute darum gerissen, am Dorf spazieren zu gehen. „Teilweise hat man mittags sogar Leute auf den Wiesen Skifahren gesehen – ohne bequeme Lifte“, erinnert sich Markus Dreisbach an den schneereichen Winter zurück.
Wunsch nach DorfzusammenhaltTrotz oder auch gerade wegen der überschaubaren Ortsgröße, sind die Aufgaben des jungen Ortsvorstehers zahlreich und nicht immer einfach.

lh Großenbach. „Ich gucke morgens aus dem Fenster und sehe auf der Wiese direkt Hirsche und Rehe stehen – das ist für mich Luxus pur“, freut sich Ortsvorsteher Markus Dreisbach über die idyllische Lage, die die rund 25 Bewohner des Örtchens Großenbach jeden Tag genießen können. Besonders in Zeiten von Corona, als Freizeitangebote geschlossen waren, haben sich die Leute darum gerissen, am Dorf spazieren zu gehen. „Teilweise hat man mittags sogar Leute auf den Wiesen Skifahren gesehen – ohne bequeme Lifte“, erinnert sich Markus Dreisbach an den schneereichen Winter zurück.

Wunsch nach Dorfzusammenhalt

Trotz oder auch gerade wegen der überschaubaren Ortsgröße, sind die Aufgaben des jungen Ortsvorstehers zahlreich und nicht immer einfach. „Ich sehe mich vor allem als Sprachrohr und Vermittler zwischen den Dorfbewohnern und der Stadtverwaltung und gebe die Wünsche weiter“, fasst Markus Dreisbach seine Aufgaben zusammen. Besonders präsent ist in Großenbach der Wunsch nach Dorfzusammenhalt, der aufgrund der gemischten Altersstruktur oftmals schwierig ist. „Es gibt leider immer weniger junge Leute, die etwas wuppen können. Mir ist am wichtigsten, dass die Leute zu mir kommen, wenn sie etwas auf dem Herzen haben und es Probleme gibt“, fährt er fort.

Ortsvorsteher Markus Dreisbach ist seid 9 jahren im Amt.
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Markus Dreisbach ist aber nicht nur auf der sozialen Ebene tief mit Großenbach verwurzelt, sondern kümmert sich auch um die „technische Seite“: Gemeinsam mit seinem Bruder Dirk pflegt er den Friedhof, das Ehrenmal und mäht die Grünflächen. Besonders schätzt der 32-Jährige die unproblematische Kooperation mit dem Bauhof, auch wenn die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung meist eher langsam verlaufe. Auch hauptberuflich ist er viel in der Natur unterwegs und verwaltet den Berleburger Ruheforst.

Drei voll funktionstüchtige Backhäuser

Wenn der Name Großenbach fällt, denkt man sofort an den Weihnachtsbaumverkauf, der von Markus, Dirk und Friedhelm Dreisbach seit vielen Jahren in der Adventszeit geführt wird. Aber auch auf der kulinarischen Seite kann sich das Dorf sehen lassen: Mit fünf Backhäusern, davon mindestens drei mit voll funktionstüchtigen Öfen, liegt der Ort deutlich über dem Durchschnitt. Als mittelfristiges Ziel wünschen sich die Großenbacher daher, eine „Backhaus-Woche“ zu veranstalten, um die Tradition des Brotbackens wieder stärker aufleben zu lassen.

Keine Chance zur Weiterentwicklung?

Eine aktive Gaststätte ist ein Privileg

Besonders stolz ist das kleine Dorf auch auf seinen gut laufenden „Landgasthof zur Siegquelle“, der seit 1909 in Betrieb ist und heute noch von Nadja und Klaus Dieter Schneider in dritter Generation geführt wird. Biker und Wanderer kehren im Sommer sehr gerne ein, stärken sich in der Gaststube und bleiben teilweise sogar über Nacht im Hotel. „Es ist ein riesiges Privileg, noch eine aktive Gaststätte im Ort zu haben. Gerade in der aktuellen Zeit kann sich das sehen lassen“, betont Markus Dreisbach. Großenbach hat sich bewusst gegen ein Dorfgemeinschaftshaus entschieden, um den Gasthof weiter als Versammlungsort nutzen zu können. Größere Feiern im Ort werden meist in die Aukopf-Hütte ausgelagert, die seit ihrem Bau in 2001 für Feierlichkeiten durch den Gasthof gemietet werden kann.

Bessere Vernetzung der Ortschaften

Aufgrund seiner überschaubaren Größe wird Großenbach auch bei der kommenden Bundestagswahl mit Weide, Volkholz und Rückershausen gemeinsam einen Wahlkreis bilden. Zwischen den vier Ortsvorstehern herrschte von Anfang an gute Stimmung und es gab bereits erste gemeinsame Treffen. Für die bessere Kontaktpflege, soll eine WhatsApp-Gruppe untereinander gegründet werden, um die Ortschaften noch besser zu vernetzen.

„Nur so kann man wirklich voran kommen – alleine ist man als kleines Dorf verloren“, betont Markus Dreisbach und freut sich über die enge Zusammenarbeit. Für die Zukunft möchte er in Großenbach mindestens zweimal im Jahr Bürgerstunden im größeren Kreis organisieren, um noch früher und besser erkennen zu können, „wo der Schuh drückt“.

Übrigens: Seit 2012 ist Markus Dreisbach Ortsvorsteher in Großenbach. Nachdem sein Vater Willi seit 1974 dieses Amt inne hatte, wurde sein Sohn vor neun Jahren durch die Bürger gewählt und tritt seitdem in die großen Fußstapfen.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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