Pochen auf Wittgensteiner Gebälk

Holzarchitektur und Bauen mit Holz ist das Thema eines Symposiums in Bad Laasphe

awe Bad Laasphe. Warum nicht eine exzellente Idee aus Wittgenstein? fragt sich Heinrich Loske. Die Idee, die der Bad Laaspher Stadtplaner und Architekt gern fände, sollte mit dem zu tun haben, was in Wittgenstein reichlich wächst: Holz. Ausgerechnet die Region, in der überdurchschnittlich viel von hölzerner Rohstoff vorhanden ist, stellt einen weißen Fleck auf der Landkarte dar, wenn es um die Verwendung als Baumaterial geht. Um den Baustoff Holz hier wieder berühmter zu machen und um vielleicht auch Ideen anzuregen, laden der Zweckverband Wittgenstein, der Kulturring Bad Laasphe und der Bund der Architekten (BDA) Siegen-Olpe-Wittgenstein am Samstag, 20. September zu einem Symposium ein. Um Bauen mit Holz und Holzarchitektur wird es dann in verschiedenen Fachvorträgen im Haus des Gastes gehen.

Kulturring auf gutem Holzweg

Das hölzerne Themenspektrum stellten jetzt der Bad Laasher Bürgermeister Robert Gravemeier und Anja Messerschmidt als Sprecherin des Zweckverbandes gemeinsam mit Heinrich Loske vor. Das Symposium steht in Zusammenhang mit dem Holzmarkt in Bad Berleburg. Dass der Kulturring in seiner Stadt sich diesem Thema widmet, findet Robert Gravemeier herausragend. Mit Holzarchitektur ist dabei nicht in erster Linie das gemeint, was vielleicht vielen Menschen in der Region zuhause gleich als Balken vor den Kopf kommt: Fachwerk sei eigentlich nicht der Schwerpunkt, erklärt Heinrich Loske. Vielmehr gehe es um die neue Holzbaumoderne. Was damit auch gemeint ist, kann man sich derzeit schon in einer Ausstellung ansehen, die vorgestern im Haus des Gastes eröffnet wurde. Im Foyer informieren Info-Tafeln des Holzabsatzfonds allgemein über das Bauen und Wohnen mit dem natürlichen Baustoff Holz. Ein zweiter Ausstellungsteil wurde vom BDA beigesteuert und zeigt Holz-Bau-Beispiele aus der weiteren Region, etwa das Wohnhaus Hielscher in Kreutzal-Fellinghausen.

Altes und neues Fachwerk

Musterhäuser oder auch kommunale Gebäude in Holzbauweise, sind eine Anregung, die Robert Gravemeier zum Thema schon mal beisteuerte. Schließlich sei das Vorurteil, dass Holz breche, faule und brenne, weitgehend ausgeräumt, zitiert Heinrich Loske den Stuttgarter Professor Peter Cheret, einen der Referenten des Symposiums. Er und Arnim Seidel, Michael Arns, Johannes-Ulrich Blecke werden in ihren Referaten einen Blick in die Geschichte des Holzbaus werfen - wobei dann eben doch die Fachwerkbalken wieder ins Spiel kommen - und über den gegenwärtigen Stand der Holzbautechnik informieren.

Der Siegener Architekt Michael Arns ist der Vizepräsident der Architektenkammer NRW. Als Fachberater des Holzabsatzfonds ist der Architekt und Zimmermeister Johannes-Ulrich Blecke in Bonn tätig. Arnim Seidel, Architekt aus Düsseldorf, vertritt die Fachagentur Holz. Als Moderatorin ist Beate Schmies vom WDR-Studion Siegen eingeladen.

Für alle Holzbau-Interessierten

Willkommen zu dem Symposium sind alle Interessierten. Anja Messerschmidt zählt unter anderem Bauinteressierte, Architekten, Unternehmer, Politiker und Verwaltungen als Publikum auf. Holzverarbeitetende Betriebe, auch Forstfachleute, Vertreter der Siegener Universität, des Kreises Siegen-Wittgenstein und der Nachbarkreise habe man eingeladen. Eine Idee ist Heinz Loske schon zum Symposium gekommen: Es könnte ein Auftakt sein zu einer einer Reihe ähnlicher Veranstaltungen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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