Protestanten prostestierten wittgensteinweit vorm Portal

Jugend fordert vom Kirchenkreis Anteil vom Etat für Arbeit

lk Banfe. »Ein plöhdes Gäschänk zuh Wainachtän« ––so beschrieb die erfundene achtjährige Sophie die möglicherweise zum Jahresende anstehenden Kündigungen der hauptamtlichen Mitarbeiter zum Jahresende und damit die Kürzungen in der kirchlichen Jugendarbeit (die Siegener Zeitung berichtete) ihren Eltern. Ihr Protest gegen die Streichungen im Kirchenkreis war gestern Morgen auf einem Karton zu lesen, der vor der Banfer Kirche aufgebaut wurde. Neben diesem Text konnten sich die Gottesdienstbesucher auch durch andere Texte über die Situation und den Protest der Jugendlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter informieren.

Denn das war das Hauptanliegen der Aktion, die gestern Morgen außer in Banfe auch in den Kirchengemeinden Feudingen, Bad Laasphe, Bad Berleburg, Girkhausen, Raumland, Arfeld, Wingeshausen, Wenholthausen und Eslohe stattfand. »Wir wollen den Menschen die Situation bewusst machen, denn viele wissen immer noch nicht, worum es geht«, so Kathrin Wagner, Jugenddelegierte des Kirchenkreises Wittgenstein. »Wir wollen für die Jugendlichen und Kinder einen Platz in der Kirche und mit dieser Aktion ein Zeichen setzen.«

Jugendarbeit stelle schließlich die Brücke zwischen den Jugendlichen und der Kirche dar, darüber hinaus seien die Jugendlichen von heute die Kirchgänger von morgen. Damit die Kirche auch eine Zukunft hat, wird eine Grundversorgung der Jugendarbeit und eine hauptamtliche Begleitung der vielen Ehrenamtlichen gefordert, um das Angebot für die Kinder und Jugendlichen im Kirchenkreis aufrechtzuerhalten. Dafür braucht man allerdings ein Kernteam aus Hauptamtlichen.

Zusätzlich zu den Informationen vor und nach dem Gottesdienst konnte das Anliegen auch noch einmal im Gottesdienst zur Sprache gebracht werden. Kathrin Wagner fand deutliche Worte für den Erhalt der Jugendarbeit und stellte deren Bedeutung für die Jugendlichen heraus. Abschließend bat sie um zahlreiche Unterschriften gegen die geplanten Kürzungen, die dann den Entscheidungsträgern vor der Synode übergeben werden. Konkret forderten die Jugendlichen in der Unterschriftenliste, dass künftig fünf Prozent des Gesamtetats des Kirchenkreises Wittgenstein bereitgestellt werden sollten, um eine Grundversorgung an Kinder- und Jugendarbeit im evangelischen Kirchenkreis zu gewährleisten.

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