Umsatzsteigerung trotz Corona-Krise
Rekordjahr für Viessmann

Das global tätige Familienunternehmen Viessmann mit Sitz im hessischen Allendorf (Eder) hat 2020 seinen Gesamtumsatz trotz Pandemie um 6 Prozent gesteigert.
  • Das global tätige Familienunternehmen Viessmann mit Sitz im hessischen Allendorf (Eder) hat 2020 seinen Gesamtumsatz trotz Pandemie um 6 Prozent gesteigert.
  • Foto: Viessmann
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

sz Allendorf (Eder). Der Heizungs- und Klimaanlagenbauer Viessmann hat das abgelaufene Geschäftsjahr trotz Corona-Pandemie erfolgreich gemeistert. Der Gesamtumsatz des Unternehmens aus Allendorf (Eder), bei dem auch viele Wittgensteiner angestellt sind, ist um sechs Prozent auf insgesamt 2,8 Mrd. Euro gestiegen (Vorjahr: 2,65 Mrd. Euro) – und erreichte einen neuen Rekordwert. Die Belegschaft in den weltweit 20 Produktionswerken wuchs um 450 auf 12 750 Beschäftigte. Wachstumstreiber waren den Firmenangaben zufolge digitale Dienstleistungen und Klimalösungen auf Basis erneuerbarer Energien.

Viessmann habe nur wenige Corona-Fälle zu verzeichnen, obwohl die 20 Produktionsanlagen rund um den Globus nahezu ohne Unterbrechung geöffnet gewesen seien. Dank der Hygiene- und Verhaltenskonzepte sowie einer weitreichenden Teststrategie habe es „unterdurchschnittlich“ wenige Corona-Erkrankungen und nahezu keine Ansteckungen innerhalb des Unternehmens gegeben, hieß es in einer Pressemitteilung.

Corona-spezifische Produktion

Zudem habe der Klimaspezialist auch bei der Produktion auf die Pandemie reagiert. Zeitweise wurden unter anderem mobile Beatmungsgeräte und Versorgungsstationen, Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel gefertigt. Darüber hinaus haben die Viessmann-Ingenieure in Kooperation mit Medizinern und der RWTH Aachen neue Luftreinigungsgeräte entwickelt, die Klassenzimmer in Schulen dauerhaft mit Frischluft versorgen können. „Die technologisch kreativen und ausgefallenen Ideen zur Entwicklung mobiler Beatmungsgeräte oder Lüftungslösungen für Schulen stammen allesamt aus der eigenen Belegschaft“, so Dr. Markus Klausner, Technologievorstand der Viessmann Climate Solutions, in der Mitteilung.

Trotz Krise hat das Familienunternehmen aus Nordhessen weitere Investitionen getätigt. Im Jahr 2020 wurden mehr als 120 Millionen Euro in neue Technologien investiert. Auch die Zahl der Beschäftigten sei entsprechend gewachsen. Zum Jahresende zählte Viessmann insgesamt 12 750 Mitglieder – im Vorjahr waren es 12 300. „Dass wir 2020 trotz Krise weiter wachsen konnten, verdanken wir zwei Aspekten: erstens dem außerordentlichen Engagement unserer Partner und Mitarbeiter. Zweitens unserer profitablen Wachstumsstrategie, die wir bereits vor einigen Jahren auf den Weg gebracht haben. Auf dieser starken Basis bauen wir mit voller Kraft das Fundament für unsere Zukunft“, sagte Finanzvorstand Dr. Ulrich Hüllmann.

Rekordumsatz von 2,8 Mrd. Euro

Das sechsprozentige Wachstum und der Rekordumsatz in Höhe von 2,8 Mrd. Euro wurden dem Unternehmen zufolge maßgeblich durch zwei Bereiche getrieben: Klimalösungen auf Basis erneuerbarer Energien sowie digitale Produkte. Das größte Umsatzplus in der Corona-Pandemie verzeichnete der Heimatmarkt Deutschland. Weitere positive Wachstumsimpulse habe Viessmann 2020 in Polen, Österreich, Belgien, Italien, Türkei und der Schweiz verzeichnen können.

Zur Erschließung neuer Märkte hat sich Viessmann im abgelaufenen Geschäftsjahr an ThermoWise beteiligt, einem südafrikanischen Wärmepumpen-Spezialist. ThermoWise ist spezialisiert auf Großprojekte im Bereich Krankenhäuser, Einkaufszentren, Hotels und Wohnkomplexe. Die Partnerschaft lege den Grundstein für einen Eintritt von Viessmann in stark wachsende Märkte in Afrika, heißt es in der Mitteilung. Zudem habe der Heizungs- und Klimaanlagenbauer die weitere Internationalisierung auch im südostasiatischen Raum mit neuen Standorten insbesondere in Singapur vorangetrieben.

Die positive Geschäftsentwicklung 2020 setze sich laut Viessmann auch im laufenden Jahr fort. Das belegten Umsatzzuwächse im zweistelligen Prozentbereich in den ersten beiden Monaten 2021. Besonders erfreulich sei für das Unternehmen: Die stärksten Steigerungsraten resultieren aus Lösungen auf Basis dezentraler erneuerbarer Energien.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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