Richter werten, Laien streicheln

Jede Menge Meister bei Oberlahntalschau der Kaninchen

BW Feudingen. Was der Laie partout nicht sieht, erkennt der Fachmann auf den ersten Blick. Das ungeübte Auge vermag zum Beispiel keine Unterschiede zwischen Kaninchen zu deuten, mal ganz abgesehen von der Farbe der hoppelnden Vierbeiner. Nein, diese Urteile stehen nur Experten zu, wie am Wochenende bei der Bewertungsfindung der Oberlahntalschau in der Feudinger Volkshalle. Die wurde nämlich zum zwölften Male vom Kaninchenzüchterverein im Oberen Lahntal ausgerichtet. Insgesamt brachten 45 Alt- und 14 Jungzüchter ihre besten Stücke mit –– Streicheln für die Gäste der Kaninchenshow natürlich ausdrücklich erlaubt.

Und da haben wir wieder den Unterschied zwischen dem Fachmann und dem Laien. Letzterer gibt sich mit dem Anschauen zufrieden, für den Fachmann zählt die knallharte Bewertung. Es geht darum, Preise für die Kaninchen abzustauben. Offensichtlich die besten Züchter hatte der Verein aus Kleingladenbach, denn schließlich holten sie sich die Vereinsmeisterschaft vor der Konkurrenz aus Frankenberg sowie aus Erndtebrück. Vielleicht etwas enttäuschend, dass der erste Wittgensteiner Verein erst auf dem dritten Platz kam – aber er ließ immerhin sämtliche Vereine aus dem Siegerland hinter sich. Der Vergleich Siegerland und Wittgenstein bei den Einzeltieren ging hingegen unentschieden aus.

Zwar stellte hier der Hilchenbacher Thomas Münker mit seinem Blauen Wiener das beste männliche Kaninchen, und der Netphener Erwin Kölsch mit seiner Satin-Dame bei den weiblichen. Dafür waren bei der Jugend die Wittgensteiner vorn: Ina Dreisbach aus Birkefehl mit ihrem Roten Neuseeländer bei den Männchen und der Rüppershäuser Julian Schaumann mit seinem Zwergwidder bei den Weibchen. Die beste Zeichnung ging an einen Hessen, an Georg Groll aus Rosenthal mit seinem Englischen Schecken. Die Breidenbacher Zuchtgemeinschaft Schmidt siegte mit dem Deutschen Kleinwidder bei den Einzeltieren, die gleiche Note erhielten auch der Rüppershäuser Hermann Wunderlich mit seinem Kleinchinchilla und die Hilchenbacherin Ana-Lena Ewald mit dem Farbenzwerg. Ganz nebenbei verteilten die Züchter des Gastgebervereins auch noch die Oberlahntalmeisterschaften: an Johannes Schmidt (Deutsche Widder grau), Stefan Hübner (Helle Gross-Silber), Thomas Münker (Blaue Wiener), Michael Heimel (Rote Neuseeländer) und Erich Saßmannshausen (Weiße Neuseeländer). Das waren allerdings nur fünf von insgesamt 19 Titeln, also weiter im Text.

Die Meisterschaft sicherten sich auch Erwin Kölsch (Satin Elfenbein), Georg Weiher (Alaska), Anton Meiners (Zwergwidder weiß), Uwe Riechel (Farbenzwerge Loh und Loh schwarz), Julian Schaumann (Zwergwidder grau), Dirk Reumschüssel (Castor Rex), Thomas Schlabach (Schwarzgrannen), Georg Kneipp (Kleinsilber braun), die Zuchtgemeinschaft Dersch (Kleinsilber hell), Heinrich Hesse (Sachsengold), Walter Hartrampf (Deilenaar), Nadja Egger (Kleinchinchilla) sowie die Zuchtgemeinschaft Schmidt (Deutsche Kleinwidder weiß). Macht summa summarum: 19 Oberlahntalmeister.

Bei den besten Zuchtgruppen holte der Rüppershäuser Erich Saßmannshausen sich die beste Bewertung – und die dritt- und die viertbeste, allesamt mit seinen Weißen Neuseeländern. Dazwischen setzte sich nur Erwin Kölsch auf den zweiten Platz, mit den Satin Elfenbein. Und da sind wir auch schon wieder angelangt bei dem Unterschied zwischen Fachmann und Laien. Dem einen sagen die Kaninchenbezeichnungen sicherlich viel, der andere begnügt sich hingegen lieber mit Anschauen und Streicheln – ach wie schön doch das Laienleben sein kann…

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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