Rüppershäuser Aufruf: »Wer wählen darf, der sollte auch«

Victor Schaumann wird gerade noch pünktlich volljährig

JG Rüppershausen. Ob Herrn Schröder oder Herrn Stoiber gratuliert werden muss, entscheidet sich morgen. Heute kann man aber schon einmal Victor Schaumann herzlich Glück wünschen: Der Rüppershäuser feiert nämlich heute seinen 18. Geburtstag – und darf deshalb mitentscheiden, auf wen morgen Abend die Gratulationen warten. Schließlich wird er pünktlich zum Wahl- und damit Stichtag volljährig.

Schaffung von Arbeitsplätzen wichtig

Und dass er zur Urne geht, das ist für den Zwölftklässler eine Selbstverständlichkeit: »Ich finde, dass alle, die wählen dürfen, das auch tun sollen.« Denn so ist sich der Rüppershäuser sicher: »Das geht uns alle an. Vielleicht nicht wie die Familienoberhäupter. Aber wichtig ist Politik trotzdem.« Vor allem die Schaffung von Arbeitsplätzen steht bei dem jungen Mann ganz oben auf der Liste der wichtigen Themen, schließlich wolle er ja auch demnächst irgendwann einen Job haben. Und wenn es um die Zukunft geht, da räumt der Rüppershäuser Umweltpolitik ebenfalls einen hohen Stellenwert ein.

TV-Duell als Entscheidungshilfe

Sich selbst würde der Wittgensteiner als politisch interessiert bezeichnen. Weniger mit seinen Eltern, als vielmehr im Gespräch mit seinem älteren Bruder und mit seinen Freunden habe er sich seine Meinung gebildet. Und auch das erste Fernseh-Duell von Kanzler und Kandidat sei ihm bei seiner Wahlentscheidung eine Hilfe gewesen. Er habe zwar nur eine Halbzeit lang durchgehalten, doch die Sendung sei letztendlich für ihn ausschlaggebend gewesen, wenn auch die Richtung für ihn schon vorher fest gestanden habe. Beide Kontrahenten seien überzeugend in ihrer Rolle gewesen. Neugierige Journalistenfrage: »Und hast du ihnen geglaubt?« Fragende Wähler-Antwort: »Was heißt geglaubt?«

Urnengang gegen die Radikalen

Von den Wahlwerbespots im Fernsehen hält Victor allerdings nicht sonderlich viel, die seien viel zu oberflächlich. Inhalte kämen da ja nun keine rüber: »Die helfen einem nicht viel.« Und auch in der Schule, findet der Gymnasiast, könnte eigentlich ein bisschen mehr über die Wahlen gesprochen werden. Er habe sich das eine oder andere im Internet angeschaut , sich dort auch über die verschiedenen Parteien informiert. Und auch deshalb fordert Victor eindrücklich, jeder solle zur Wahl gehen. Eine möglichst hohe Wahlbeteiligung stärke die Demokratie und schwäche die radikalen Parteien, denn diese würden ihre Wähler in jedem Fall für den Urnengang mobilisieren.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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