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Kundgebung in Bad Laasphe
Rund 150 Menschen bei der Demo gegen AfD-Redner

Rund 150 Menschen machten am Donnerstag auf dem Bad Laaspher Wilhelmsplatz ihrem Unmut gegen die AfD-Veranstaltung im Haus des Gastes Luft. Nach Angaben der Organisatoren war das ein deutliches Statement.  Foto: Martin Völkel
  • Rund 150 Menschen machten am Donnerstag auf dem Bad Laaspher Wilhelmsplatz ihrem Unmut gegen die AfD-Veranstaltung im Haus des Gastes Luft. Nach Angaben der Organisatoren war das ein deutliches Statement. Foto: Martin Völkel
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vö Bad Laasphe. Der Gegenwind hatte sich bereits im Verlauf der Woche angedeutet: Rund 150 Menschen – dies war auch die offizielle Angabe der Polizei vor Ort – bezogen am Donnerstagabend in Bad Laasphe Position gegen die Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) im Haus des Gastes – und speziell offenkundig gegen den Gastredner Stephan Protschka. Mit von der Partie waren viele Laaspher, aber auch Menschen aus den Nachbarkommunen Bad Berleburg, Erndtebrück und Biedenkopf. Auf Plakaten waren Ansagen wie „AfD sucht Bauernopfer“, „Herz statt Hetze“ und „Egal wie Volk ihr seid, wir sind Völker“ zu lesen. Es gab vereinzelt Pfiffe und Buh-Rufe, aber es blieb den ganzen Abend über friedlich. Niemand wurde am Besuch der AfD-Veranstaltung gehindert.

Bad Laasphe. Der Gegenwind hatte sich bereits im Verlauf der Woche angedeutet: Rund 150 Menschen – dies war auch die offizielle Angabe der Polizei vor Ort – bezogen am Donnerstagabend in Bad Laasphe Position gegen die Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) im Haus des Gastes – und speziell offenkundig gegen den Gastredner Stephan Protschka. Mit von der Partie waren viele Laaspher, aber auch Menschen aus den Nachbarkommunen Bad Berleburg, Erndtebrück und Biedenkopf. Auf Plakaten waren Ansagen wie „AfD sucht Bauernopfer“, „Herz statt Hetze“ und „Egal wie Volk ihr seid, wir sind Völker“ zu lesen. Es gab vereinzelt Pfiffe und Buh-Rufe, aber es blieb den ganzen Abend über friedlich. Niemand wurde am Besuch der AfD-Veranstaltung gehindert. Es war ein Protest, der sich jederzeit in den Grenzen des Erlaubten bewegte – und damit einen Beweis dafür lieferte, was eine Demokratie ausmacht. „Nach Bekanntwerden der Veranstaltung haben wir uns mal um den Referenten des Abends gekümmert. Das war natürlich alles zugegeben ziemlich kurzfristig. Er ist mit Äußerungen am rechten Rand aufgefallen, die eine bestimmte Grenze überschreiten. Das ist unsere feste Überzeugung“, erklärte Kai Winterhoff, Mitinitiator der Veranstaltung.

Er hatte sich im Vorfeld der AfD-Veranstaltung gemeinsam mit Jann Burholt und Peter Achatzi in einem öffentlichen Brief geäußert, der auch in der Siegener Zeitung zu lesen war. Ein Vorstoß, der, so das Trio im Gespräch mit der SZ, auf großes Echo gestoßen sei. „Der Zulauf war riesig, unsere Mobiltelefone standen nicht mehr still. Die Menschen wollten offenbar ein Zeichen setzen – aber friedlich“, so Peter Achatzi. Das Sozialwerk St. Georg habe Würstchen auf den Wilhelmsplatz geliefert, ein ganzer Transporter mit Getränken sei gespendet worden. Speisen und Getränke wurden verkauft. Der Erlös soll wiederum an die Kleiderkammer gespendet werden, das übrig gebliebene Essen geht an die Tafel.

Kai Winterhoff kritisierte, dass sich die AfD nach den jüngsten Wahlen im Osten Deutschlands einen bürgerlichen Anstrich verpassen wolle. Nur: „Dann sollte man sich als Kreisverband Siegen-Wittgenstein etwas genauer anschauen, wen man sich als Redner ins Haus holt.“ Im Internet kursierten Reden von Stephan Protschka, die keinen Spielraum für Missverständnisse böten. Nach seiner Auffassung sei der AfD-Politiker im rechtsextremen Bereich unterwegs. Es sei kein Geheimnis, so Kai Winterhoff, dass auch in Bad Laasphe Bürger mit der AfD sympathisierten und dies auch im Wahllokal deutlich machten. Das habe nicht zuletzt das zweistellige Ergebnis bei der Europawahl gezeigt, wobei es in einigen Ortschaften sogar sehr deutliche Ausschläge nach oben gegeben habe: „Wir wissen alle, was in Volkholz passiert ist.“ Mit der angemeldeten Kundgebung habe man schlichtweg deutlich machen wollen, so Peter Achatzi, „das wir hier sind“. Und: „Wir wollen zeigen, dass wir mehr sind. Das scheint uns ganz gut gelungen zu sein.“

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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