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Verwaltung muss sich Fragen stellen
Sasselberg erneut im Brennpunkt

Für die Anwohner ist das Szenario ziemlich frustrierend: Die Oberfläche von vier Straßen am Feudinger Sasselberg ist nach SZ-Informationen nicht in Ordnung. Es muss gefräst und neu asphaltiert werden.
  • Für die Anwohner ist das Szenario ziemlich frustrierend: Die Oberfläche von vier Straßen am Feudinger Sasselberg ist nach SZ-Informationen nicht in Ordnung. Es muss gefräst und neu asphaltiert werden.
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vö Feudingen. Die Sitzung des Bad Laaspher Stadtrates am kommenden Donnerstag, 20. Mai (Beginn: 18.30 Uhr), dürfte eine alles andere als gemütliche Angelegenheit werden: Die Verwaltung wird aus aktuellem Anlass Fragen zum Feudinger Sasselberg beantworten müssen. Wie die Siegener Zeitung erfuhr, müssen vier Straßen – ausgenommen ist offenbar nur die Straße „Auf der Stehde“ – abgefräst und neu asphaltiert werden.

Eine offizielle Bestätigung der Bad Laaspher Stadtverwaltung war am Abend nicht mehr zu bekommen, allerdings sind die Anwohner bereits alarmiert.

Feudingen. Die Sitzung des Bad Laaspher Stadtrates am kommenden Donnerstag, 20. Mai (Beginn: 18.30 Uhr), dürfte eine alles andere als gemütliche Angelegenheit werden: Die Verwaltung wird aus aktuellem Anlass Fragen zum Feudinger Sasselberg beantworten müssen. Wie die Siegener Zeitung erfuhr, müssen vier Straßen – ausgenommen ist offenbar nur die Straße „Auf der Stehde“ – abgefräst und neu asphaltiert werden.

Eine offizielle Bestätigung der Bad Laaspher Stadtverwaltung war am Abend nicht mehr zu bekommen, allerdings sind die Anwohner bereits alarmiert. Susanne Linde, die sich weit über Feudingen hinaus einen Ruf als leidenschaftliche Kämpferin gegen das Kommunal-Abgaben-Gesetz (KAG) erworben hat, machte im SZ-Gespräch deutlich, dass sie ihre Anfrage, die sie jüngst im Rat gestellt habe, noch einmal wiederholen werde. Dann werde die Verwaltung nicht umhin kommen, hier klar Farbe zu bekennen. Zur Erinnerung: Die Feudingerin hatte sich nach über 40 Probebohrungen am Sasselberg erkundigt, die Anliegern der frisch ausgebauten Straßen aufgefallen waren. Die Verwaltung hatte das mit Routinearbeiten im Zuge einer solchen Maßnahme erklärt.

Gegengutachten von Unternehmen 

Danach sieht es ganz und gar nicht aus: Wie die SZ erfuhr, hatte die Kommune ein Gutachten in Auftrag gegeben, das mit den Arbeiten beauftragte Unternehmen holte ein Gegengutachten ein. Nun steht offenbar fest: Die Oberfläche ist nicht in Ordnung. Der Fahrbahndecke fehlt die notwendige Dichtigkeit, es muss gefräst und neu asphaltiert werden. Susanne Linde bezeichnete das am SZ-Telefon als „eine einzige Farce“. Was jetzt passiere, sei das reinste Chaos, die Baustelle, die ohnehin allen Beteiligten so viel abverlangt habe, werde neu aufgemacht. „Und das bei einer Straße, die wir von Anfang an nicht mit unseren KAG-Beiträgen ausgebaut haben wollten.“ Was jetzt passiere, sei, so Susanne Linde, ärgerlich und frustrierend zugleich.

"Und das bei einer Straße,
die wir von Anfang an nicht mit unseren KAG-Beiträgen
ausgebaut haben wollten."

Susanne Linde
Anwohnerin am Sasselberg

Die Feudingerin machte noch eine andere Rechnung auf: Unter diesen Voraussetzungen könne die Schlussrechnung nicht ausgestellt werden. Susanne Linde: „Es sollten ja Gelder aus dem Fördertopf beantragt werden. Wer garantiert uns denn, dass der Fördertopf nicht schon leer ist, wenn die Gelder beantragt werden?“ Sie halte es nicht für ausgeschlossen, dass dann der KAG-Anteil bei 60 statt bei 30 Prozent liege. Was das für den einen oder anderen Grundstückseigentümer bedeute, habe man in den vergangenen zwei Jahren ja hinlänglich deutlich gemacht. „Ich will es ganz offen sagen, dass hier die Nerven blank liegen.“

Sasselberg Symbol der Wittgensteiner KAG-Gegner

Der Feudinger Sasselberg wurde in den vergangenen Jahren zum Symbol der Wittgensteiner KAG-Gegner und darüber hinaus. Trotz einer Petition drückte die Stadt Bad Laasphe den Ausbau gegen den Willen vieler Anwohner durch – mitfinanziert durch die viel diskutierten Anliegerbeiträge. Danach wurden allerdings in vielen Kommunen Straßenausbau-Maßnahmen auf unbestimmte Zeit verschoben.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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