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Corona-Zwangspause genutzt
Schützenverein Feudingen investiert in Schützenhaus

Derzeit laufen im Schützenhaus in Feudingen die Abschlussarbeiten. Die Elektrik ist vollständig modernisiert – weitere Projekte allerdings sind bereits angedacht.
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  • Derzeit laufen im Schützenhaus in Feudingen die Abschlussarbeiten. Die Elektrik ist vollständig modernisiert – weitere Projekte allerdings sind bereits angedacht.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

tika Feudingen. Bauarbeiten waren ohnehin geplant. Dass sie allerdings derartige Ausmaße annehmen würden, dies war den Zeichen der Zeit geschuldet – und vom Schieß- und Schützenverein Feudingen mitnichten langfristig geplant. „Wir wollten das Jahr sinnvoll überbrücken, die Leute bei der Stange halten“, berichtete Wolfgang Dickel. Der Vorsitzende des Vereins zeigte sich im SZ-Gespräch zufrieden mit dem Verlauf während der Corona-bedingten Zwangspause – die Elektronik im Schützenhaus in Feudingen ist modernisiert und damit vom Stand der 1960er-Jahre in die Gegenwart befördert. Verantwortlich zeichnete federführend sein Stellvertreter Aaron Hoffmann, der ein Team mobilisiert hat, um mit möglichst viel Eigenleistung die überfällige Modernisierung des Schützenhauses zu forcieren.

tika Feudingen. Bauarbeiten waren ohnehin geplant. Dass sie allerdings derartige Ausmaße annehmen würden, dies war den Zeichen der Zeit geschuldet – und vom Schieß- und Schützenverein Feudingen mitnichten langfristig geplant. „Wir wollten das Jahr sinnvoll überbrücken, die Leute bei der Stange halten“, berichtete Wolfgang Dickel. Der Vorsitzende des Vereins zeigte sich im SZ-Gespräch zufrieden mit dem Verlauf während der Corona-bedingten Zwangspause – die Elektronik im Schützenhaus in Feudingen ist modernisiert und damit vom Stand der 1960er-Jahre in die Gegenwart befördert. Verantwortlich zeichnete federführend sein Stellvertreter Aaron Hoffmann, der ein Team mobilisiert hat, um mit möglichst viel Eigenleistung die überfällige Modernisierung des Schützenhauses zu forcieren.

15 000 Euro Investitionsvolumen in Feudingen

Mit rund 15 000 Euro Investitionsvolumen kalkuliert der Schieß- und Schützenverein Feudingen. Dabei hatte der Verein lediglich die Elektrikfacharbeiten an ein Unternehmen aus dem Oberen Lahntal vergeben – alle weiteren Arbeiten hatten die Marke Eigenleistung, vom Aufstemmen der Wände, über das Ziehen der Kabel bis hin zum Verputzen.

Vor einem neuen Anstrich sind Schleifarbeiten an den Holzbalken notwendig.

„Die Elektrik stammte aus den 1960er-Jahren, seitdem war relativ wenig passiert. Es gab immer wieder andere Baustellen, die der Verein als wichtiger erachtet hatte – Corona war nun die beste Zeit, da der Betrieb ohnehin nicht möglich war. Normalerweise müsste dafür der Tagesbetrieb unterbrochen werden, was unter gewöhnlichen Umständen nicht so einfach ist“, erklärte Wolfgang Dickel im SZ-Gespräch vielsagend. Im Zuge der Arbeiten erneuerte der Verein nicht nur die Elektrik als solche, sondern modernisierte etwa auch die Rollladen – und traf die notwendigen Vorbereitungen für eine angedachte Um- und Aufrüstung auf elektronische Schießanlagen. „Leerdosen sind installiert, die Datenkabel liegen.“

Schützenverein Feudingen kann nicht auf Fördergelder hoffen

Durchaus ein Wagnis für den Verein, der in den vergangenen Jahren solide gewirtschaftet hat, um eine derartige Maßnahme zu realisieren – nicht die letzte, die auf der Agenda steht. Fördergelder nämlich stehen den Feudingern nicht zur Verfügung. Nachdem sie vor einigen Jahren aus dem Westfälischen Schützenbund (WSB) ausgetreten waren – wie eine Vielzahl von Vereinen in der Region –, sind nur noch die Feudinger Sportschützen im WSB vertreten. Auf diese Weise können die Schützen aus dem Oberen Lahntal weiterhin an Wettkämpfen teilnehmen – ein Modell das Schule gemacht hat, ein Schritt, den Wolfgang Dickel aber bereute. „Für uns kommt kein Fördertopf infrage. Es gab Gründe für den WSB-Austritt, aber wenn man die jetzt gegenhält, war es ein riesiger Fehler“, haderte der Vorsitzende. Zwar hätten die Sportschützen einen Zugriff auf Fördermittel, weil sie WSB-Mitglied sind und damit auch dem Landessportbund angehören – eine zwingende Voraussetzung –, allerdings haben sie keinerlei Immobilienbesitz. Das Schützenhaus ist weiterhin Eigentum des Hauptvereins, der eben nicht mehr WSB-Mitglied ist.

Schieß- und Schützenverein Feudingen möchte sich abheben

„Da hängt – losgelöst von Corona – einiges dran“, sagte Wolfgang Dickel. Vom Corona-Soforthilfeprogramm der NRW-Landesregierung konnte der Schieß- und Schützenverein ebenfalls nicht profitieren, „das war absolut unnütz“, haderte der Vereinsvorsitzende.
Dennoch, trotz finanzieller Sorgen und vor allem Einbußen, hat der Verein einen großen Schritt gewagt. „Das ist auf lange Sicht gedacht, ein Generationenprojekt. Wir wollen den Verein in eine gute Zukunft lenken“, erklärte Wolfgang Dickel, der nicht verhehlte, dass es dafür Nachwuchs braucht – und Freiwillige für die zu besetzenden Ehrenämter. Beides Mangelware. Dennoch, der Schieß- und Schützenverein Feudingen hat sein Angebot breit aufgestellt, will sich möglichst abheben – und schafft dafür die nötige Infrastruktur.

Auch das Jahr 2021 ist bereits abgehakt

Um allerdings auch die Vereinsstrukturen fit für die Zukunft zu machen, forderte Wolfgang Dickel einen massiven Bürokratieabbau mit Blick auf das Ehrenamt – und ein Überdenken der gesetzlichen Vorgaben für den Schießsport. „Der Fokus wird in der kommenden Zeit in der Nachwuchsgewinnung liegen. Allerdings ist in den vergangenen Jahren vieles durch den Gesetzgeber verändert worden – dadurch ist es erst ab zwölf Jahren möglich überhaupt zu schießen. Und dann sind die Kinder meistens schon weg – wir bekommen kaum Zugriff auf diese Altersschicht“, bedauerte Wolfgang Dickel.
Solange das Coronavirus grassiert, will der Verein indes seine Infrastruktur weiterhin modernisieren – weitere Bauprojekte sind schon angedacht. Und angesichts der steigenden Fallzahlen und des neuerlichen Lockdowns ist ein „normales Vereinsleben“ ohnehin in weite Ferne gerückt. Daher sind zeitliche Ressourcen für Modernisierung und Sanierung gegeben, obgleich die finanziellen endlich sind. „Wir wollten dieses Jahr mit Corona überbrücken. Inzwischen haben wir auch 2021 weitgehend abgehakt – und suchen schon das nächste Bauprojekt.“

Derzeit laufen im Schützenhaus in Feudingen die Abschlussarbeiten. Die Elektrik ist vollständig modernisiert – weitere Projekte allerdings sind bereits angedacht.
Vor einem neuen Anstrich sind Schleifarbeiten an den Holzbalken notwendig.
Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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