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Gründung von Die-Partei-Ortsverband
Schutzzone für Waschbären

Die Partei hat seit Mittwochabend einen Ortsverband in Bad Laasphe, nachdem sich die Gründungsmitglieder bei einem Bierchen getroffen hatten.
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howe Bad Laasphe. Acht Mitglieder, davon zwei auf Antrag, die noch auf ihre Bestätigung von höherer Stelle warten: Partei-Herz, was willst du mehr? Die Partei: So heißt die „Formation“, die den Ideen ihres Gründers und Satirikers Martin Sonneborn folgt. Sie hat seit Mittwochabend einen Ortsverband in Bad Laasphe, nachdem sich die Gründungsmitglieder bei einem Bierchen im Wittgensteiner Hof getroffen hatten.

Markus Schmidt, frisch zum Schatzmeister gewählt, stand der schreibenden Zunft Rede und Antwort. „Die Partei spricht junge und jung gebliebene Personen an. Eine Handvoll junger Leute und alkoholische Getränke, das reicht“, formulierte Markus Schmidt vor der Gründungsversammlung.

howe Bad Laasphe. Acht Mitglieder, davon zwei auf Antrag, die noch auf ihre Bestätigung von höherer Stelle warten: Partei-Herz, was willst du mehr? Die Partei: So heißt die „Formation“, die den Ideen ihres Gründers und Satirikers Martin Sonneborn folgt. Sie hat seit Mittwochabend einen Ortsverband in Bad Laasphe, nachdem sich die Gründungsmitglieder bei einem Bierchen im Wittgensteiner Hof getroffen hatten.

Markus Schmidt, frisch zum Schatzmeister gewählt, stand der schreibenden Zunft Rede und Antwort. „Die Partei spricht junge und jung gebliebene Personen an. Eine Handvoll junger Leute und alkoholische Getränke, das reicht“, formulierte Markus Schmidt vor der Gründungsversammlung. Die Initialzündung, sich in Bad Laasphe als Ortsverband zu formieren, sei der Haushalt 2019 gewesen, den man nicht ohne satirischen Blickwinkel habe betrachten können.

„Wir haben außerdem verkrustete Strukturen bei den Altparteien festgestellt.“ Freilich habe es gegenüber der „Partei“ Vorwürfe auf kommunaler Ebene gegeben, man sei nur eine Stimmenklau-Partei. „Nein“, so Markus Schmidt, „jede Stimme für uns ist eine weniger für die potenziell rechten Parteien.“ Man wolle auch die Nichtwähler wieder an die Wahlurne bringen. Ziel der „Partei“ ist es, alle 13 Wahlbezirke mit Direktkandidaten zu besetzen. „Wir werden nicht direkt gewählt werden, aber wir hoffen, über die Liste den ein oder anderen Kandidaten in den Stadtrat zu bekommen.“

So genannte programmatische Eckpunkte hat „Die Partei“ auch formuliert: mehr direkte Bürgerbeteiligung durch Befragungen oder Volksabstimmungen, Schaffung von nachhaltigen und barrierefreien Infrastrukturen, mehr Einfluss auf Landes- und Bundesgesetzgebung – und (Achtung!) „eine Schutzzone für verfolgte Waschbären sowie eine Burka-Pflicht für AfD-Mitglieder“. Was Markus Schmidt da mit dem typisch satirischen Unterton der „Titanic-Partei“ erläuterte, bezog er auch auf weitere, bundesprogrammatische Ziele – unter anderem die bundesweite Bierpreisbremse oder die Tatsache, dass von deutschen Gerichten die Rechtfertigung „Es war Putin“ (Der Russe ist an allem Schuld) auch bei Mietrückständen, Zugverspätungen, Auffahrunfällen oder schadhaften Handy-Displays als schuldbefreiend anerkannt wird.

Ali Mohamed Haji, der am Mittwochabend als Versammlungsleiter fungierte und einer der Köpfe des Ortsverbands ist, relativierte den Auftritt der „Partei“. „Wir haben ernsthafte Ziele und wollen auf politische Missstände aufmerksam machen.“ Die Identifikation mit der Partei sei die Satire. „Aber wir wollen mitbestimmen und mitentscheiden.“ Anwesend bei der Gründungsversammlung waren übrigens zwei Frauen, die seit einigen Wochen daran arbeiten, eine Unabhängige Wählergemeinschaft zu gründen. Birgit Becker und Christa Schmeltzer schauten sich die Sache locker an und suchten nach möglichen Schnittmengen. „Was uns verbindet? Wir wollen die Kommunalpolitik ändern“, betonte Ali Mohamed Haji. Die Wahlen verliefen allesamt einstimmig. Die Versammlung sprach sich für René Pomrehn als Vorsitzenden von „Die Partei“ Bad Laasphe aus. Zweiter Vorsitzender ist Tobias Wied aus Banfe, als Schatzmeister fungiert künftig Markus Schmidt, ebenfalls mit Banfer Wurzeln.

Der warb nach seiner Wahl gleich am Versammlungstisch für weitere Mitstreiter und Ämter. „Wollt ihr auch Posten haben“, fragte er in die Runde und machte das Angebot, als „Presse- und Sozialwart“ oder gar als „Bierwart“ gewählt zu werden. „Die anderen Parteien werden uns nach und nach die Wähler in die Arme treiben“, ist sich Markus Schmidt sicher. Aufkleber, Feuerzeuge, Kugelschreiber – die Partei hat sich für den bevorstehenden Wahlkampf eingedeckt. In Kürze soll bei den monatlichen Stammtischen und Vorstandssitzungen die Marschroute für den Wahlkampf festgelegt werden.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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