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Fassbier-Absatz steht nahezu bei null
Schwieriges Jahr für die Brauerei Bosch

Hans-Christian Bosch führt die im Jahre 1705 gegründete Bad Laaspher Brauerei in der elften Generation. Die Corona-Pandemie mit ausgefallenen Festen und geschlossener Gastronomie trifft auch die Bierbrauer hart.
  • Hans-Christian Bosch führt die im Jahre 1705 gegründete Bad Laaspher Brauerei in der elften Generation. Die Corona-Pandemie mit ausgefallenen Festen und geschlossener Gastronomie trifft auch die Bierbrauer hart.
  • Foto: Brauerei
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

bw Bad Laasphe. Gaststätten erst im Frühjahr und aktuell wieder seit Dezember geschlossen, Feste und Feierlichkeiten ausgefallen, die Vereinsheime geschlossen: Corona hat der Geselligkeit und allen, die damit ihr Geld verdienen, einen harten Schlag verpasst. Dazu gehören auch die Bierhersteller wie die heimische Privatbrauerei Bosch in Bad Laasphe. „Im Grunde geht es uns wie allen anderen Brauereien“, betont Hans-Christian Bosch im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Fassbierverkauf ist im vergangenen Jahr um rund 60 Prozent eingebrochen und steht inzwischen sogar nahezu bei Null, wie der Brauereichef erläutert.

bw Bad Laasphe. Gaststätten erst im Frühjahr und aktuell wieder seit Dezember geschlossen, Feste und Feierlichkeiten ausgefallen, die Vereinsheime geschlossen: Corona hat der Geselligkeit und allen, die damit ihr Geld verdienen, einen harten Schlag verpasst. Dazu gehören auch die Bierhersteller wie die heimische Privatbrauerei Bosch in Bad Laasphe. „Im Grunde geht es uns wie allen anderen Brauereien“, betont Hans-Christian Bosch im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Fassbierverkauf ist im vergangenen Jahr um rund 60 Prozent eingebrochen und steht inzwischen sogar nahezu bei Null, wie der Brauereichef erläutert.

Brauerei Bosch steigert den Absatz von Flaschenbier

Schützenfeste, Kirmesveranstaltungen, Jubiläen, aber auch die Bewirtung am Fußballplatz – dieser Absatz fehlte auch der Bad Laaspher Brauerei im Jahr 2020 komplett. Dennoch sagt Hans-Christian Bosch auch: „Wir sind noch mit einem blauen Auge davongekommen.“ Denn gleichzeitig sei der Verkauf von Flaschenbier gestiegen: „Wir sind unseren Kunden dafür auch sehr dankbar. So konnten wir einen Großteil der Verluste im Fassbierverkauf damit kompensieren.“ Insofern sei das vergangene Jahr nicht ganz so schlimm verlaufen, wie er es im Frühjahr befürchtet hatte, als der erste Lockdown verhängt wurde.
„Bier ist ein Geselligkeitsprodukt“, weiß Hans-Christian Bosch. Offenbar hätten jedoch nicht wenige Menschen das durch ausgefallene Festbesuche oder abgesagte Urlaubsreisen gesparte Geld dafür ausgegeben, sich abends den Luxus eines guten regionalen Bieres zu gönnen. So habe die Brauerei durchaus neue Kunden gewinnen können, „außerdem haben uns unsere Stammkunden ganz toll unterstützt“, konstatiert der Geschäftsführer, der daher mit Blick auf das vergangene Jahr von „Licht und Schatten“ spricht: „Natürlich ist es für uns nicht schön. Wir mussten Mitarbeiter zum Teil in Kurzarbeit schicken. Aber wir konnten letztlich alle Arbeitsplätze erhalten.“ Sein Uropa und sein Opa hätten die im Jahre 1705 gegründete Brauerei durch zwei Weltkriege geführt – auch diese Krise werde der Betrieb überstehen.

Feierlichkeiten wenn überhaupt ab der zweiten Jahreshälfte

„Wir werden es überleben. Irgendwann geht es wieder aufwärts“, da ist sich Hans-Christian Bosch ganz sicher. Gleichwohl weiß er, dass das Jahr 2021 nicht viel besser wird als 2020. Der Brauereichef hatte bereits im Herbst prognostiziert, dass die Gastronomie nicht vor Ostern wieder aufmachen wird – die aktuellen Aussagen aus Berlin bestätigen diese Einschätzung. „Wir leiden mit unseren Wirten.“
Dass Feste wie vor der Corona-Pandemie gefeiert werden können, sieht Hans-Christian Bosch für 2021 auch noch nicht, höchstens ab der zweiten Jahreshälfte. In normalen Jahren beliefert die Brauerei mit ihrem eigenen Fuhrpark rund 150 Feste. „Wir werden in diesem Jahr sicherlich ein zweites blaues Auge verpasst bekommen“, weiß der Bierbrauer ganz genau und merkt trotzdem an: „Aber auch mit zwei blauen Augen kannst du noch sehen.“

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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